Berlinale: Berlinale Shorts


Berlinale Shorts

Die Kurzfilme der Berlinale Shorts sind die ungefragten Wortmeldungen des Kinos. Sie schillern in allen Farben, loten Grenzen aus und hauen neue Wegmarkierungen in das weite Feld der cineastischen Möglichkeiten. Sie sind ein Seismograph der Gegenwart. Berlinale Shorts ist offen für alle Genres, Macharten und Inhalte.

Maximal 30 Welturaufführungen und internationale Premieren werden im Rahmen der Berlinale Shorts einem breiten Publikum vorgestellt. Moderierte Filmgespräche befördern den Dialog zwischen Film und Gesellschaft, Kunst und Realität. Ausgewählte Klassiker der kurzen Form ergänzen das Programm und stellen Bezüge zwischen Historie und Gegenwart her.

Das Programm wird von Anna Henckel-Donnersmarck, der Leiterin der Berlinale Shorts, kuratiert. Sie wird dabei von einer international besetzten Auswahlkommission beraten, die aus acht Personen aus Filmtheorie und -praxis besteht.

Eine dreiköpfige, internationale und jährlich wechselnde Jury vergibt während der offiziellen Preisverleihung den Goldenen und den Silbernen Bären sowie den Audi Short Film Award. Darüber hinaus ernennt die Jury den Berlin Short Film Candidate for the European Film Awards. Der Goldene Bär berechtigt zur Teilnahme am Wettbewerb um den Kurzfilm-Oscar®.

Mit Berlinale Spotlight-Programmen sind die Berlinale Shorts in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern das ganze Jahr über auf Festivals und Veranstaltungen weltweit vertreten.

Seit Gründung der Berlinale 1951 wurden die Kurzfilme gleichberechtigt im Wettbewerb gezeigt und ab 1955 auch mit Goldenen und Silbernen Bären prämiert.

1980 erweiterte der damalige Festivaldirektor Moritz de Hadeln das Festival um die Info-Schau, das spätere Panorama. Neben Dokumentar- und Spielfilmen zeigte die Sektion Kurzfilme mit einem besonderen Augenmerk auf queere Positionen.

2003, ein Jahr nach seinem Amtsantritt, wertete der ehemalige Festivaldirektor Dieter Kosslick den Kurzfilm auf, indem er eine Internationale Jury speziell für die kurze Form einsetzte.

2007 wurde schließlich eine eigenständige Kurzfilmsektion unter der Leitung der Filmpublizistin Annette Kilzer ins Leben gerufen. Ein Jahr später erhielt sie den Namen Berlinale Shorts und wurde ab 2008 von der Filmemacherin Maike Mia Höhne als Kuratorin geleitet. Höhne schärfte den Charakter der Sektion und gab ihr ein eigenes, avantgardistisches und politisches Profil, das in der internationalen Festivallandschaft hervorsticht. Mit den Jahren gewannen die Berlinale Shorts immer stärker an Bedeutung, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Festivals.

Seit Juni 2019 kuratiert und leitet Anna Henckel-Donnersmarck die Berlinale Shorts.

Für alle Filmanmeldungen gelten die Allgemeinen Anmelde- und Teilnahmerichtlinien.

Für die Kurzfilme der Sektion Generation gilt das eigene Reglement.

1 – Zugelassene Filme

Für den Wettbewerb der Berlinale Shorts zugelassen sind Spiel-, Dokumentar-, Experimental- und Animationsfilme bis zu einer maximalen Laufzeit von 30 Minuten (inkl. Abspann).

Vorführformate: DCP oder QuickTime ProRes. 35mm oder andere Formate nur nach Rücksprache.

Zugelassen werden nur Filme, die

  • an keinem internationalen Filmfestival oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen haben; eine Teilnahme an Festivals / Wettbewerben oder Veranstaltungen im Ursprungsland ist erlaubt.
  • außerhalb ihres Ursprungslandes noch keinen Kinostart hatten.
  • weder im Fernsehen noch im Internet / VOD präsentiert wurden.

Im Falle internationaler Koproduktionen gilt das Hauptproduktionsland als Ursprungsland.

  • Weltpremieren werden bevorzugt.
  • Deutsche Filme müssen für eine Einreichung zur Sektion Berlinale Shorts eine Weltpremiere sein.

Der Künstlerische Leiter des Festivals hat das Recht, alle in den Richtlinien nicht vorgesehenen Fälle zu regeln.

2 – Auswahl und Programmierung

Der Direktor des Festivals lädt auf Vorschlag der Kuratorin die Filme ein, die im Wettbewerb der Berlinale Shorts gezeigt werden.

3 – Fassung und Untertitel

Alle Filme – auch deutschsprachige Filme - werden in ihrer Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt. Die Kosten der Untertitelung gehen zu Lasten der Produktion.

Als Originalfassung gilt jede Fassung, in welcher der Film in seinem Ursprungsland gezeigt wird oder werden soll.

Über die Vergabe der Preise entscheidet die Internationale Kurzfilmjury, die aus mindestens drei deutschen und ausländischen Persönlichkeiten besteht.

Personen, die an der Produktion oder an der kommerziellen Auswertung eines eingeladenen Filmes beteiligt sind, dürfen der Jury nicht angehören.

Der Festivaldirektor oder ein durch ihn bestimmter Delegierter können bei den Beratungen anwesend sein, nehmen aber nicht an den Abstimmungen teil. Die Mitglieder der Jury sind zum Stillschweigen verpflichtet. Die Debatten und Abstimmungen sind streng vertraulich zu behandeln, auch nach Abschluss des Festivals.

Preise

Die Internationale Kurzfilmjury vergibt obligatorisch folgende Preise an jeweils einen der für den Wettbewerb nominierten Filme:

  • Goldener Bär für den Besten Kurzfilm
    Mit dem Preis des Goldenen Bären erlangt der Film die Teilnahmeberechtigung für den Wettbewerb um den Kurzfilm-Oscar® im nächsten Jahr.
  • Silberner Bär Preis der Jury (Kurzfilm)
  • Audi Short Film Award, dotiert mit € 20.000, unterstützt von Audi

Darüber hinaus ernennt die Jury den Berlin Short Film Candidate for the European Film Awards.

Filme aus dem Wettbewerb der Berlinale Shorts können außerdem für den TEDDY AWARD Bester Kurzfilm nominiert werden.

Weitere Informationen zu den Preisen der Berlinale finden Sie unter Preise und Jurys.

Kontakt

Programmkoordination
Linn Löffler
Tel. +49 30 25920-212
Fax +49 30 25920-487