Die Preise und Jury von Berlinale Shorts
Die Filme in der Sektion Berlinale Shorts konkurrieren um folgende Auszeichnungen:
- Goldener Bär für den Besten Kurzfilm
Mit dem Preis des Goldenen Bären erlangt der Film die Teilnahmeberechtigung für den Wettbewerb um den Kurzfilm-Oscar® im nächsten Jahr. - Silberner Bär Preis der Jury (Kurzfilm)
- Berlinale Shorts CUPRA Filmmaker Award, dotiert mit 20.000 Euro
- Berlin Short Film Candidate for the European Film Awards
Der Gewinnerfilm ist der Berliner Kandidat für die Preiskategorie „European Short Film".
Internationalen Kurzfilmjury 2026
Ameer Fakher Eldin (Syrien)
Ameer Fakher Eldin, 1991 in Kiew als Sohn syrischer Eltern aus den besetzten Golanhöhen geboren, gab 2021 sein Spielfilmdebüt mit The Stranger. Der Film wurde u. a. mit dem Edipo Re Award in Venedig, den Preisen für den besten Film und den besten arabischen Film in Kairo sowie für die beste Kamera bei den Asia Pacific Screen Awards ausgezeichnet und als palästinensischer Oscar-Beitrag ausgewählt. 2025 feierte sein Film Yunan Premiere im Wettbewerb der Berlinale und erhielt unter anderem Preise für die beste Regie und den besten Darsteller beim Red Sea International Film Festival, den Arab Critics Award (bester europäischer Film) sowie Auszeichnungen für die beste Darstellerin und den besten Darsteller beim Hong Kong International Film Festival.
Stefan Grissemann (Österreich)
Stefan Grissemann leitet seit 2002 das Kulturressort des Wiener Nachrichtenmagazins „profil”, davor schrieb er 13 Jahre lang in der Tageszeitung „Die Presse“. Er lehrt Filmtheorie und -geschichte an der Universität für Musik und darstellende Kunst (Filmakademie Wien), verfasste 2003 die erste Biografie zu Leben und Werk des B-Picture-Stilisten Edgar G. Ulmer („Mann im Schatten”) sowie 2007 eine Studie zur Arbeit des Regisseurs Ulrich Seidl. Weitere Buchpublikationen befassen sich mit Elfriede Jelinek, Robert Frank, Peter Kubelka, Michael Haneke und Ruth Beckermann. Grissemanns Texte zum Gegenwartskino sind u.a. in der „FAZ“ und der „tageszeitung“, im „Kunstforum International“, in „Trafic“ und „Film Comment“ erschienen.
Gabriele Stötzer (Deutschland)
Gabriele Stötzer, 1953 in Emleben (DDR) geboren, wurde 1977 aus politischen Gründen inhaftiert, schloss sich in der Folge dem literarisch-künstlerischen Untergrund der DDR an und ist seit 1980 als freischaffende Künstlerin tätig. Ihr experimentelles Werk umfasst Performance, Fotografie, Super-8-Film, Zeichnung, Textil, Keramik, Literatur, Malerei und Aktionen im öffentlichen Raum. Sie war Mitbegründerin der „Künstlerinnengruppe Erfurt“ sowie Mitinitiatorin der ersten friedlichen Besetzung einer Stasibehörde. 2013 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz, 2024 den Bremer Pauli-Preis und 2026 den Goslarer Kaiserring. Der Gropius Bau Berlin widmet ihr 2026 eine große Einzelausstellung.