Internationale Kurzfilmjury 2020

Die Internationale Jury der Berlinale Shorts besteht aus drei Film- und Kunstschaffenden, die in ihrer Arbeit der kurzen Form verbunden sind. In unterschiedlichen künstlerischen und kulturellen Bereichen zu Hause, bringen sie ihren jeweils eigenen Blickwinkel in die Betrachtung und Bewertung der Filme ein: Internationale Regietalente, junge Künstler*innen und Schauspieler*innen sowie Kurzfilmkurator*innen und Filmhochschuldirektor*innen zeichnen Werke aus, die neue Akzente in der kinematografischen Landschaft setzen.

Réka Bucsi

Réka Bucsis (Ungarn) magisch-surreale Animationsfilme Symphony 42, Love und Solar Walk feierten ihre Premieren bei Berlinale Shorts, wurden auf Festivals weltweit gezeigt (Sundance, SXSW, Annecy, Pictoplasma, u.a.) und mit über 50 Preisen ausgezeichnet. Für Solar Walk erhielt sie bei der Berlinale den Audi Short Film Award 2018. Diese Arbeit basiert auf einer 45-minütigen filmischen Symphonie, die sie im Auftrag und in Kollaboration mit dem Aarhus Jazz Orchestra realisierte. Bucsi hat sowohl den Bachelor als auch den Master of Arts an der Moholy-Nagy Universität für Kunst und Design absolviert. Zu ihren Kund*innen gehören Adult Swim, FX Networks und Cartoon Network. Sie lebt und arbeitet in Budapest.

© Heinrich Völkel

Fatma Çolakoğlu

Fatma Çolakoğlu (Türkei) ist seit nunmehr 15 Jahren als Kuratorin sowohl für Ausstellungen als auch für Film und Videokunst tätig. 2005 etablierte sie die Filmabteilung des Istanbul Modern - Museum für zeitgenössische Kunst. Anschließend war sie verantwortlich für das Film- und Videoprogramm von Pera Film und leitete die Kommunikationsabteilung des Pera Museums Istanbul. Heute ist Çolakoğlu stellvertretende Direktorin für Forschung und Programmgestaltung am SALT in Istanbul. Çolakoğlu absolvierte ihren Bachelor of Arts in Filmgeschichte und -produktion am Emerson College in den USA und ihren Master of Arts in Theaterregie am Goldsmiths College der University of London.

© Cağlayan Çevik

Lemohang Jeremiah Mosese

Lemohang Jeremiah Mosese ist Filmemacher und Künstler aus Lesotho und derzeit ansässig in Berlin. Er arbeitet als Autor, Regisseur und Kameramann. Seine preisgekrönten Kurzfilme und Videokunst-Arbeiten wurden international präsentiert. Moseses Langfilmessay Mother, I am Suffocating. This is My Last Film About You, feierte 2019 seine Premiere bei der Berlinale. Sein Spielfilm This Is Not A Burial, It’s A Resurrection wurde bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig und Rotterdam, dem Museum of Modern Art (MoMA) sowie dem Sundance Film Festival aufgeführt.
Mosese ist Alumnus von Berlinale Talents (2012) und Teilnehmer des „Focus Features Africa First“, der „Realness Screenwriter‘s Residency“, dem „Final Cut Venice“, „Venedig Biennale Cinema College“ und „Cannes L’Atelier”.

© Thabi Thindi

Die Filme in der Sektion Berlinale Shorts konkurrieren um folgende Auszeichnungen:

  • Goldener Bär für den Besten Kurzfilm
    Mit dem Preis des Goldenen Bären erlangt der Film die Teilnahmeberechtigung für den Wettbewerb um den Kurzfilm-Oscar® im nächsten Jahr.
  • Silberner Bär Preis der Jury (Kurzfilm)
  • Audi Short Film Award, dotiert mit € 20.000, unterstützt von Audi
  • Berlin Short Film Candidate for the European Film Awards
    Der Gewinnerfilm ist der Berliner Kandidat für die Preiskategorie „European Short Film".