Weitere Preise

Aufgrund des besonderen Festivalformats 2021 steht diese Seite unter dem Vorbehalt weiterer Aktualisierungen.

Publikumspreise

Für den Panorama Publikums-Preis können alle Besucher*innen der Berlinale mittels Stimmzetteln in der Sektion Panorama votieren. Der Preis wird seit 1999 verliehen und gemeinsam von radioeins (rbb), dem rbb Fernsehen und dem Panorama vergeben.

Die Panorama Publikums-Preise sollen 2021 während des Summer Special im Juni ermittelt und vergeben werden.

Preis Perspektive Deutsches Kino

Eine dreiköpfige Jury vergibt den Kompass-Perspektive-Preis an den besten Film aus dem aktuellen Programm der Perspektive Deutsches Kino. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Als Trophäe bekommt die Regisseurin oder der Regisseur einen Kompass überreicht.

Die Verleihung des Kompass-Perspektive-Preises soll während des Berlinale Summer Special im Juni stattfinden.

Leser*innenpreise

Die Berlinale möchte den Leser*innenjurys auch in diesem speziellen Jahr die Vergabe der Preise ermöglichen. Nähere Informationen zu den diesjährigen Modalitäten folgen im Vorfeld des Berlinale Summer Special.

Die Jury besteht aus zwölf Leser*innen der Tageszeitung „Berliner Morgenpost“. Es wird ein Spielfilm des Wettbewerbs prämiert.

Seit der Berlinale 2007 beruft auch der „Tagesspiegel“ eine Leser*innenjury. Sie besteht aus neun Mitgliedern, die in einem Ausschreibungsverfahren ermittelt werden. Der Leser*innenpreis des „Tagesspiegel“ geht an den besten Film des Forums.

Die TEDDY Leser*innen-Jury von QUEER.DE vergibt den TEDDY READERS' AWARD powered by QUEER.DE im Rahmen der Preisverleihung der 33. TEDDY AWARDS in der Volksbühne Berlin. Filme mit queerem Inhalt aus allen Sektionen der Internationalen Filmfestspiele Berlin konkurrieren um den Preis.

Förderpreise

Die Förderpreise wurden 2021 im Rahmen des Berlinale Industry Events im März verliehen.

Berlinale Talents und Perspektive Deutsches Kino vergeben gemeinsam seit 2017 jährlich den Kompagnon–Förderpreis. Teilnahmeberechtigt sind Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen eines Kurz- oder Langfilms aus dem jeweils letzten Jahrgang der Perspektive Deutsches Kino sowie dauerhaft in Deutschland lebende Teilnehmende der „Script Station“, „Doc Station“ oder „Short Form Station“ der aktuellen Edition von Berlinale Talents.

Eine dreiköpfige Jury wählt jeweils eine*n Gewinner*in von Berlinale Talents und Perspektive Deutsches Kino aus. Neben einem Stipendium von 5.000 Euro (2.500 Euro für Kurzfilme) zur unabhängigen Drehbuch- bzw. Projektentwicklung bietet der „Kompagnon“ ein Mentorenprogramm zur Stärkung der künstlerischen Handschrift, berufsbegleitende Coachings sowie die bessere Vernetzung mit der Branche.

Preisträger*innen 2021

Der Arbeiter von Eliza Petkova (Perspektive Deutsches Kino 2020 mit Ein Fisch, der auf dem Rücken schwimmt)
Wir waren Kumpel von Jonas Matauschek (Berlinale Talents 2021) & Christian Johannes Koch

Jurymitglieder 2021:
Lili Hering
Claudia Lehmann
Simon Dat Vu

ARTE vergibt seit 2011 den mit 6.000 Euro dotierten ARTEKino International Award an eins der für den Berlinale Co-Production Market ausgewählten Projekte.

Preisträger 2021:
Who Killed Narciso (Regie: Marcelo Martinessi)
La Babosa Cine

Eurimages vergab 2015 erstmals den mit 20.000 Euro dotierten Eurimages Co-Production Development Award an die Produzent*innen eines der ausgewählten Projekte des Berlinale Co-Production Market. Berücksichtigt werden Projekte in der offiziellen Auswahl, die als Kino-Koproduktion zwischen mindestens zwei Eurimages-Mitgliedsländern geplant sind. Es darf sich dabei nicht um rein finanzielle Koproduktionen handeln. Herausragende künstlerische Qualität und die Chancen des Projektes, als mehrheitlich europäische Koproduktion realisiert zu werden, sind die Hauptkriterien bei der Vergabe des Preises.

Preisträger 2021
The Oblivion Theory (Regie: Annemarie Jacir)
Incognito Films / One Two Films

Jurymitglieder 2021:
Els Hendrix
Luis Urbano
Tine Klint

Der „Talent Project Market“ bietet zehn an Berlinale Talents teilnehmenden Produzent*innen die Möglichkeit, ihre Projekte potentiellen Koproduzent*innen und Finanziers im Berlinale Co-Production Market vorzustellen. Seit 2004 wird der mit 10.000 Euro dotierte VFF Talent Highlight Award im Rahmen des „Talent Project Market“ von der VFF - Verwertungsgesellschaft für Film- und Fernsehproduzenten gestiftet. Eine internationale Jury vergibt neben dem Hauptpreis zwei Nominierungspreise à 1.000 Euro.

Preisträger 2021:
Tropical Gothic (Regie: Isabel Sandoval)
Produzent: Carlo Velayo

für ein Projekt aus der Berlinale Talents „Doc Station“, dotiert mit 5.000 Euro, zum ersten Mail vergeben und initiiert vom Thessaloniki International Film Festival.

Preisträger 2021:
Dragons von Miguel Antunes Ramos (Brasilien)
Lobende Erwähnung
The Two Mountains Weighing Down My Chest von Viv Li (Deutschland / China)

Jurymitglieder 2021:
Marianna Economou
Michael Stütz
Philippa Kowarsky

Im Rahmen von Berlinale Talents vergibt die Robert Bosch Stiftung GmbH den Filmpreis für internationale Zusammenarbeit an deutsche und arabische Nachwuchsfilmemacher*innen (Mitglieder der arabischen Liga), um ihre gemeinsamen Filmprojekte zu ermöglichen. Zwei „Best Pitch Awards“ sind jeweils mit 10.000 Euro dotiert.

Preisträger*innen „Best-Pitch-Award” 2021:

The Missing Planet von Marouan Omara und Tom Rosenberg
Produziert von Michael Henrichs und Mark Lotfy (Deutschland / Ägypten)

Nobody Wants the Night von Remi Itani
Produziert von Janina Sara Hennemann und Aya Nabulsi (Deutschland / Libanon)

Jurymitglieder „Nomination and Development Prize“:
Alexander Wadouh
Elke Kaschl Mohni
Mohannad Al Bakri

Jurymitglieder „Best Pitch Award“:
Doris Hepp
Hania Mroué
Marianne Khoury
Vincenzo Bugno

Preise von unabhängigen Jurys

Als unabhängig gelten Jurys, die ihre Preise im Namen externer, vom Festival unabhängiger Organisationen und Institutionen vergeben. Das hohe Qualitätsniveau und die Vielfalt im Festival-Programm laden dazu ein, sich kritisch mit dem Medium auseinanderzusetzen und mit einem eigenen Werturteil Akzente zu setzen. Dementsprechend vergeben die unabhängigen Jurys ihre Preise nach unterschiedlichen Kriterien, je nach dem speziellen Anliegen, das sich mit der Auszeichnung verbindet.

Die Berlinale möchte auch in diesem speziellen Jahr 2021 allen unabhängigen Jurys die Möglichkeit bieten, Preise zu verleihen. Dies soll im Rahmen des Summer Special im Juni erfolgen.

Eine Ausnahme bilden die Preise der internationalen Filmkritiker-Vereinigung FIPRESCI. Die Juror*innen sichten bereits während der Press-& Industry-Screenings Anfang März und entscheiden über die Preise.

Die Jurys der „Fédération Internationale de la Presse Cinématographique“ (FIPRESCI), des internationalen Verbands der Filmkritik, sichten Filme aus dem Programm des Wettbewerbs und in den Sektionen Encounters, Panorama und Forum. Pro Sektion wird ein Preis für den besten Film vergeben.

Preisträger Wettbewerb 2021

Ras vkhedavt, rodesac cas vukurebt? (Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?) von Alexandre Koberidze

Jurybegründung:
Unberechenbar in der Erzählweise wie in der Form, beruht der Film auf einer Prämisse, die magisch und verhängnisvoll zugleich ist, und sieht sich dennoch auch verankert in dem wundervoll naturalistischen Porträt von einprägsamen Menschen und ihrer Stadt Kutaisi. Ob er seinen Blick auf Kinder beim Fußballspielen richtet, auf eine Statue oder zwei Paar Schuhe in einer zufälligen flüchtigen Begegnung, Alexandre Koberidze verwandelt das Alltägliche ins Poetische, die Dinge des Lebens berührt von einem filmischen Zauber.

Preisträger Encounters 2021

Das Mädchen und die Spinne (The Girl And The Spider) von Ramon Zürcher, Silvan Zürcher

Jurybegründung:
Ein kaputtes pdf. Ein Hund, der Schwämme stiehlt. Eine junge Frau mit Verletzungen. Löcher in Plastikbechern, aus denen sich Wein wie Blut über Tisch und Boden ergießt. Was als Umzug von einer Wohnung in eine andere beginnt, offenbart nach und nach Missverständnisse zwischen den Menschen und Fehlfunktionen der Objekte. Zweideutige Blicke und eine Sprache, die zwar poetisch ist, aber nichts mehr vermittelt, vergrößern die Spannung zusätzlich. In sehr scharfen und klaren Bildern gelingt Ramon und Silvan Zürcher das, was nur wenigen gelingt und was im Kino des 21. Jahrhunderts immer wichtiger wird: Sie schaffen ein eigenes ästhetisches und erzählerisches Universum. Voller Leichtigkeit und ernst zugleich etablieren die Regisseure eine hyperrealistische Welt voller dunkler Details, die immer wieder zu einem emotionalen Ausbruch führen können - eine glänzende, gereizte Oberfläche, in der sich die Risse unserer Zeit auftun.

Preisträger Panorama 2021

Okul Tiraşi (Brother‘s Keeper) von Ferit Karahan

Jurybegründung:
Das formal strenge und technisch versierte Drama, das in einem Internat für kurdische Jungen in Ostanatolien spielt, behandelt Themen wie Autoritarismus auf eine geradlinige Art und Weise, die Spannung wie in einem Thriller erzeugt.

Preisträger Forum 20201

Esquí (Ski) von Manque La Banca

Jurybegründung (nur in englischer Sprache verfügbar):
Esquí invites the spectator to a wide panorama of situations, portraits, landscapes, contexts and even unexplained sequences working as open metaphors in often surprising and challenging images. In this way Manque La Banca bypasses any possible reconstruction of a red line, so spectators easily can get lost. Suddenly he confronts himself with harsh criticism, spoken from off-camera, against a certain kind of contemporary filmmaking. Consequently, he again changes the impact, now offering political context to create an even more complex tableau. Through a brilliant way of editing a key scene mentioned by the off-camera critic, which screens immediately after, followed again by images which are not ending, but opening up new questions and associations, Esqui manages to be an elegant play with complexity.

Jurymitglieder 2021

Wettbewerb
Robert Horton
Guilherme de Alencar Pinto
Pamela Jahn

Encounters
Nicola Falcinella
Hossein Eidizadeh
Ricardo Brunn

Panorama
Peter Krausz
Jelle Brans
Ieva Sukyté

Forum
Dieter Wieczorek
Lucy Virgen
Ramy Hassan Aldelrazek

Seit 1992 sind die internationalen Filmorganisationen der evangelischen und der katholischen Kirchen - Interfilm und Signis - durch eine aus sechs Mitgliedern bestehende gemeinsame ökumenische Jury vertreten. Die Jury vergibt ihren Hauptpreis für einen Film aus dem Wettbewerb, sowie je einen mit 2.500 Euro dotierten Preis für einen Film aus der Sektion Panorama und aus dem Programm des Forums.

Die Jury ehrt mit den Preisen Filmschaffende, die in ihren Filmen ein menschliches Verhalten oder Zeugnis zum Ausdruck bringen, das mit dem Evangelium in Einklang steht, oder die es in ihren Filmen schaffen, das Publikum für spirituelle, menschliche und soziale Werte zu sensibilisieren.

Die Jury des „Gilde Filmpreis“ setzt sich aus drei Juror*innen zusammen, die Kinobetreiber*innen und Mitglieder der AG Kino - Gilde e.V. sind. Sie vergibt ihren Preis an einen Film des Wettbewerbs.

Für die „Confédération Internationale des Cinémas D´Art et Essai" (C.I.C.A.E.), den Internationalen Verband der Filmkunsttheater, sind zwei Jurys auf der Berlinale tätig: eine vergibt einen Preis an einen Film des Panoramas, eine kürt einen Film des Forums.

Das „Label Europa Cinemas“ wurde auf dem Filmfestival in Cannes 2003 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel der Initiative ist die Förderung europäischer Filme, ihres Verleihs und ihrer Wahrnehmung beim Publikum und in den Medien. Es wird jeweils ein europäischer Film der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes und seit 2004 auch der Venice Days in Venedig mit dem Label durch eine Jury von Mitgliedskinobetreiber*innen ausgezeichnet. 2005 wurde diese Auszeichnung zum ersten Mal auf der Berlinale vergeben, und zwar an einen europäischen Film des Panoramas.

Der TEDDY AWARD, der bedeutendste queere Filmpreis der Welt, ist eine gesellschaftlich engagierte politische Auszeichnung, die Filmen und Personen zugutekommt, die queere Themen auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene kommunizieren und somit einen Beitrag für mehr Toleranz, Akzeptanz, Solidarität und Gleichstellung in der Gesellschaft leisten.

Der Preis wird im Rahmen der Berlinale in den Kategorien BESTER SPIELFILM, BESTER DOKUMENTAR-/ESSAYFILM und BESTER KURZFILM und JURY AWARD sowie als SPECIAL TEDDY AWARD an herausragende Persönlichkeiten vergeben. Filme aus allen Sektionen der Internationalen Filmfestspiele Berlin konkurrieren jedes Jahr um die TEDDY AWARDS.

Die aus drei Mitgliedern bestehende Jury vergibt den Caligari-Filmpreis an einen Film des Forums. Der Preis wird vom „Bundesverband kommunale Filmarbeit“ und filmdienst.de gestiftet. Er ist mit 4.000 Euro dotiert, wobei die eine Hälfte an die Regisseur*innen des Films geht, die andere den Verleih fördert.

Der unabhängige Friedensfilmpreis prämiert jährlich Filme, die durch eine eindringliche Friedensbotschaft und ästhetische Umsetzung des Filmthemas überzeugen. Die Jury besteht aus sieben Mitgliedern, die Filme aus allen Sektionen sichten. Der Friedensfilmpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird in Form einer Bronzeplastik von Otmar Alt verliehen.

Getragen wird der Preis von der Friedensinitiative Zehlendorf, der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Weltfriedensdienst e.V.

Die deutsche Sektion von Amnesty International verlieh auf der Berlinale 2005 erstmalig den Amnesty International Filmpreis. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Jury sichtet Filme der Sektionen Wettbewerb, Encounters, Panorama, Forum, Generation und Perspektive Deutsches Kino. Ziel des Preises ist es, die Aufmerksamkeit von Fachbesucher*innen und breitem Publikum auf das Thema Menschenrechte zu lenken und Filmschaffende dazu zu ermutigen, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen.

Eine aus drei Mitgliedern bestehende Jury vergibt den Heiner-Carow-Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst an einen Dokumentar-, Spiel- oder Essayfilm der Sektion Perspektive Deutsches Kino. Der Preis wird von der DEFA-Stiftung ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Filme, die sich sozialen und politischen Fragen der Gegenwart und Geschichte mit außergewöhnlichen ästhetischen Mitteln annehmen.

Mit einer neuen unabhängigen Jury engagieren sich die Festivalsektion Generation und AG Kino - Gilde e.V. für die Stärkung von innovativem Kino für junge Menschen auch über die Berlinale hinaus.

Eine dreiköpfige Jury aus Kinobetreiber*innen und Mitgliedern des Verbands vergibt den Preis der AG Kino Gilde 14plus an einen herausragenden Langfilm aus dem Wettbewerb Generation 14plus. Dieser umfasst die Finanzierung der deutschen Untertitelung bzw. Gehörlosenfassung oder Audiodeskription für die Kinoauswertung in Deutschland.