2025 | Wettbewerb

Die Vielfalt des Kinos

Die Filme im Wettbewerb 2025

Die Filme im diesjährigen Wettbewerb zeigen die Vielfalt des Kinos und bieten dabei faszinierende Einblicke in unterschiedliche Lebensweisen, Weltanschauungen und die Kunst des Filmemachens. Gezeigt werden intime Dramen, die das Publikum dazu anregen, menschliche Schwächen und Stärken zu verstehen; einfühlsame Komödien, die introspektiv und humanistisch sind, aber auch voller scharfer und finsterer Satire; Filme, die großen Talenten des Kinos Tribut zollen; und Filme, die die ganze Bandbreite der Filmkunst ausschöpfen. Jedes dieser bemerkenswerten Werke zeigt Filmemacher*innen aus aller Welt auf dem Höhepunkt ihres Schaffens.

Der Argentinier Iván Fund verwendet Schwarz-Weiß-Aufnahmen und intime Einstellungen, um uns in das feinfühlige Drama El mensaje (The Message) eintauchen zu lassen. Der Film Sheng xi zhi di (Living the Land) des chinesischen Regisseurs Huo Meng entfaltet sich sowohl visuell als auch erzählerisch in epischer Dimension.

Wundervolle Charakterporträts finden sich im französischen Film Ari von Léonor Serraille, in Richard Linklaters Blue Moon, der in den USA spielt, in Geu jayeoni nege mworago hani (What Does that Nature Say to You) des Südkoreaners Hong Sangsoo und in Ameer Fakher Eldins Yunan aus Deutschland.

Bildliche Magie und Fantasie verleihen sowohl dem französischen Film La Tour de Glace (The Ice Tower) von Regisseurin Lucile Hadžihalilović als auch dem belgischen Reflect dans un diamant mort (Reflection in a Dead Diamond) von Hélène Cattet und Bruno Forzani etwas Rätselhaftes und würdigen zugleich die Kunst des Filmemachens. Vivian Qus chinesischer Film Xiang fei de nv hai (Girls on Wire) spielt zum Teil ebenfalls in der Filmbranche und verwebt dabei Elemente von Verbrechen, Schwesternschaft und Anklängen an die Wuxia-Tradition.

Die überraschenden und manchmal surrealen Ereignisse im brasilianischen Film O último azul (The Blue Trail) von Gabriel Mascaro ähneln in keiner Weise denen in Mary Bronsteins If I Had Legs I’d Kick You aus den USA, sind aber ebenso brillant und fesselnd. Die Grenzen des Unnatürlichen werden auch in Mother’s Baby von Johanna Moder aus Österreich und in Was Marielle weiß (What Marielle Knows) von Frédéric Hambalek aus Deutschland auf unerwartete Weise überschritten.

Die Filme Dreams von Michel Franco aus Mexiko, Drømmer (Dreams [Sex, Love]) von Dag Johan Haugerud aus Norwegen und Hot Milk von Rebecca Lenkiewicz aus Großbritannien ergründen, was es heißt zu lieben. Und aus einem anderen Blickwinkel betrachtet spiegelt sich dies in Filmen wie La cache (The Safe House) von Lionel Baier aus der Schweiz, Radu Judes Kontinental ’25 aus Rumänien und Kateryna Gornostais ukrainische dokumentarischer Form Strichka chasu (Timestamp) wider – drei Werke, die auf jeweils eigene Weise die vielschichtigen Gefühle gegenüber Heimat, Stadt und Land erkunden.

Wir sind gespannt, welche dieser herausragenden Filme die Jury unter Vorsitz von Todd Haynes mit dem Goldenen und den Silbernen Berlinale-Bären auszeichnen wird.

Das Programm des Wettbewerbs 2025