Hinweise zur Antidiskriminierung und Awareness

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin (IFB, Berlinale) sind eines der größten Publikumsfilmfestivals der Welt, auf dem sich alle Menschen wohl und sicher fühlen sollen. Daraus erwächst eine besondere Verantwortung, allen Besuchenden, Gäst*innen, Partner*innen und Mitarbeitenden eine möglichst diskriminierungsfreie und sichere Veranstaltung zu bieten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gelten bei der Berlinale verbindliche Richtlinien und Maßnahmen.

Allgemeine gesetzliche Bestimmungen

Für die Teilhabe an den Internationalen Filmfestspiele Berlin (IFB, Berlinale) gelten grundsätzlich internationale und deutsche Gesetze, insbesondere der Schutz vor Diskriminierung nach Art.3 im Grundgesetz (GG) und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

KBB Hausordnung

Die Berlinale behält sich das Recht vor, bei Diskriminierung oder Belästigung von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Beteiligten die Teilnahme an den Veranstaltungen zu verwehren. Siehe dazu die Hausordnung der KBB.

Offizielle Meldung von Diskriminierungsvorfällen

Wenn Sie als Festivalbesucher*in im Zusammenhang mit der Berlinale Vorfälle von Belästigung, Diskriminierung oder anderen Grenzüberschreitungen melden möchten, steht Ihnen ganzjährig die E-Mail-Adresse zur Verfügung.

Wenn Sie als Bewerber*in, Mitarbeiter*in oder in einer arbeitnehmer*innenähnlichen Position Diskriminierung erfahren haben, können Sie über die Beschwerdestelle nach § 13 Abs. 1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eine Beschwerde einreichen unter: .

Ihre Angaben werden vertraulich behandelt und dienen einer offiziellen Bearbeitung des Vorfalls.

Berlinale Social-Media-Netiquette

Als Treffpunkt und Plattform für alle Filmbegeisterte bietet die Berlinale auch auf ihren Social-Media-Kanälen Raum für Austausch und Debatte. Die Regeln für einen respektvollen Umgang sind in der Social-Media-Netiquette zusammengefasst.

Awareness-Team

Während des Festivals und in der unmittelbaren Zeit danach unterstützt Sie das Awareness-Team. Es bietet eine vertrauliche Erstberatung für Besucher*innen und Mitarbeitende, die Diskriminierung oder Belästigung erlebt oder beobachtet haben.

Nach Bedarf wird das Awareness-Team Personen an externe Beratungsstellen verweisen.

Erreichbarkeit des Awareness-Team

Die genaue Erreichbarkeit der Awareness-Teams für die nächste Berlinale wird im Vorfeld des Festivals bekannt gegeben.

Externe Beratungsstellen

Zudem stehen Ihnen auch externe Beratungsstellen außerhalb des Festivalzeitraums kostenlos, anonym und vertraulich zur Verfügung:

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist eine Anlaufstelle für Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) regelt diesen Schutz.
Website: antidiskriminierungsstelle.de

GLADT e.V. – unabhängig, mehrsprachig, queer

GLADT ist eine Selbstorganisation von und für Schwarze, Indigene und of Color lesbische, schwule, bi+, trans, inter* und queere Menschen in Berlin. Sie engagiert sich auf unterschiedlichen Ebenen gegen Rassismus, Sexismus, Trans-, Inter* und Queerfeindlichkeit, Ableismus sowie andere Formen von Diskriminierung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Intersektionalität, d.h. den Überschneidungen und Wechselwirkungen unterschiedlicher Diskriminierungsformen und den damit einhergehenden spezifischen Erfahrungen.
Website: gladt.de

Antidiskriminierungsberatung Alter oder Behinderung: Selbsthilfe Berlin e.V.

Diese Beratungsstelle ist eine Anlaufstelle für Menschen, die sich aufgrund ihres (Lebens-)Alters oder aufgrund einer Behinderung diskriminiert sehen.
Website: lv-selbsthilfe-berlin.de

Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin (ADNB) des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg (TBB)

Das ADNB ist eine Beratungsstelle primär für in Berlin lebende Menschen, die rassistische und damit zusammenhängende Diskriminierungserfahrungen machen (People of Color, Schwarze Menschen, Muslim*innen, Romnja*, Sintezza*, Jüd*innen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Fluchterfahrung und/oder andere).
Website: adnb.de

OFEK e.V. - Beratungs- und Interventionsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung

Die Beratungsstelle OFEK berät Einzelpersonen, ihre Familien und Angehörigen sowie Zeug*innen bei antisemitischer Gewalt in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im persönlichen Umfeld, in Behörden und bieten auch ratsuchenden Institutionen fachliche Beratung nach Vorfällen an.
Website: ofek-beratung.de

OPRA - Psychologische Beratung für Opfer rechtsextremer, rassistischer & antisemitischer Gewalt

Die psychologische Beratungsstelle für Opfer rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt (OPRA) berät seit 2004 Opfer und deren Angehörige. Dabei ist es für OPRA wichtig, ihre Angebote vertraulich und unbürokratisch zu gestalten, sodass sie zeitnah, kostenfrei und niedrigschwellig zugänglich sind.
Website: opra-gewalt.de

HateAid - Die Beratungsstelle für Betroffene digitaler Gewalt

HateAid ist die einzige Beratungsstelle Deutschlands, die Betroffene von digitaler Gewalt unterstützt.
Website: hateaid.org

KiDs – Kinder vor Diskriminierung schützen

KiDs bietet in Berlin Beratung und Begleitung in Diskriminierungsfällen an, die Kinder im Alter von 0 bis 12 Jahren betreffen.
Das Beratungsangebot richtet sich an Kinder und an Erwachsene, die die Verantwortung tragen, Kinder vor Diskriminierung zu schützen – also Eltern und Sorgeberechtigte, Bezugspersonen, Erzieher*innen, Lehrer*innen und weitere pädagogische Fachkräfte.
Website: kids.kinderwelten.net/de/

Themis - Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung e.V.

Themis ist eine unabhängige und überbetriebliche Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt in der Film-, Fernseh- und Theaterbranche. Themis bietet Ihnen einen geschützten Raum, in dem Sie sich jemandem anvertrauen können.
Website: themis-vertrauensstelle.de

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte, die mit Betroffenen in Kontakt kommen, werden dort beraten.
Telefon: +49 116 016
Website: hilfetelefon.de

Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch

Das bundesweite Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch möchte erreichen, dass alle Menschen beim Thema sexueller Missbrauch die für sie passende Unterstützung finden.

Telefo: + 49 800 22 55 530
Website: hilfe-portal-missbrauch.de

Schreib Olli - Online-Beratung sexuelle Gewalt für Kinder und Jugendliche

„Schreib-Ollie“ ist ein bundesweites Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche, die sexuelle Gewalt erlebt haben oder erleben. Die Beratung ist kostenfrei und anonym möglich, auch die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Die Registrierung geht ganz schnell und ist unverbindlich.
Website: schreib-ollie.de

TIN Antigewalt Beratung

Die TIN*-Antigewaltberatung ist parteilich an der Seite gewaltbetroffener TIN*. Unsere Berater*innen sind selber Teil von TlN-Spektren. Angebot für Betroffene Angehörige, Bezugspersonen, soziales Umfeld, Fachkräfte.
Telefon: +49 (030) 446 688-114
Website: schwulenberatungberlin.de/angebote/tin-antigewaltberatung/