GWFF Preis Bestes Spielfilmdebüt

Die Berlinale engagiert sich seit 2006 auch mit der Einführung des GWFF Preis Bester Erstlingsfilm intensiv für den Filmnachwuchs. Mit der 75. Berlinale wird die Auszeichnung in Preis Bestes Spielfilmdebüt – gestiftet von der GWFF umbenannt und an einen Film in der neuen Sektion Perspectives verliehen. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF) gestiftet. Das Preisgeld teilen sich Regisseur*innen und Produzent*innen des Preisträgerfilms. Zudem wird den Regisseur*innen ein hochwertiger Viewfinder als nützliches Werkzeug und Erinnerungsstatuette überreicht.

GWFF Preis Bestes Spielfilmdebüt

Chronicles From the Siege
von Abdallah Alkhatib
produziert von: Taqiyeddine Issaad, Salah Issaad

Lobende Erwähnung

Forêt Ivre (Forest High)
von Manon Coubia

Jury Perspectives 2026

© Jens Koch

Sofia Alaoui (Marokko)

Die marokkanische Drehbuchautorin und Regisseurin Sofia Alaoui erlangte internationale Anerkennung mit ihrem Kurzfilm Qu’importe si les bêtes meurent (So What If the Goats Die, 2020), der beim Sundance Film Festival mit dem Grand Jury Prize ausgezeichnet wurde und den César für den besten Kurzfilm erhielt. 2023 feierte ihr Langfilmdebüt Animalia beim Sundance Film Festival Premiere und wurde dort mit dem Special Jury Prize gewürdigt. Derzeit entwickelt Alaoui mehrere internationale Projekte, darunter The Delta at Sunset, eine freie Adaption einer Kurzgeschichte von J. G. Ballard, sowie Far North, einen postapokalyptischen Film, den sie gemeinsam mit Clara Royer schreibt. Außerdem arbeitet sie an Tarfaya, einem arabischsprachigen Projekt, das sich aktuell in der Finanzierung befindet; die Dreharbeiten sollen im Süden Marokkos stattfinden.

© Jens Koch

Frédéric Hambalek (Deutschland)

Der Regisseur und Drehbuchautor Frédéric Hambalek studierte Filmwissenschaft und Amerikanistik in Mainz. Bereits während seines Studiums realisierte er mehrere Kurzfilme, die international auf Festivals Beachtung fanden. Mit seinem ersten Spielfilmdrehbuch wurde er mit dem Tankred-Dorst-Preis der Drehbuchwerkstatt München ausgezeichnet; weitere Arbeiten als Autor brachten ihm Nominierungen für den Grimme-Preis sowie den Deutschen Fernsehpreis ein. 2020 feierte sein No-Budget-Langfilm Modell Olimpia beim Tallinn Black Nights Festival Premiere. Sein zweiter Kinofilm Was Marielle weiß (2025) wurde in den Wettbewerb der 75. Berlinale eingeladen und anschließend in über 20 Länder verkauft.

© Jens Koch

Dorota Lech (Polen / Kanada)

Dorota Lech ist Festivaldirektorin des New Horizons International Film Festival, das jährlich in Wrocław, Polen, zeitgenössisches, von Auteur*innen geprägtes Arthouse-Kino sowie Retrospektiven und Themenprogramme präsentiert. Darüber hinaus ist sie Programmerin beim Toronto International Film Festival (TIFF), wo sie Filme aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa auswählt. Sie hat Retrospektiven und Sonderreihen unter anderem im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, im Academy Museum in Los Angeles, im Museum of the Moving Image in New York und in der TIFF Cinematheque kuratiert. Als Gastdozentin war Lech an der Filmhochschule Łódź, der New York University, der University of Toronto und der Harvard University tätig. Sie war zudem regelmäßig als Expertin bei Berlinale Talents zu Gast. 2024 wurde sie von „Screen International“ zu den „Future Leaders“ im Bereich Filmkuratierung gezählt.