Technische Spezifikationen für Festival- und EFM-Medien

Fristen

Medien für den Einsatz im Festival bzw. EFM müssen bis zum 26. Januar 2027 vorliegen. Bei verschlüsselten DCPs müssen die DKDMs ebenfalls bis zu diesem Datum vorliegen. Das Einhalten dieser Frist ist entscheidend für die Gewährleistung eines reibungslosen Festivalablaufs, da alle eingehenden Medien vor ihrem ersten Einsatz im Kino eine umfassende und entsprechend zeitaufwändige Testroutine durchlaufen.

Die Berlinale bevorzugt eine Anlieferung von DCPs und ProRes via Datentransfer über das festivaleigene Digital Cinema Portal. Die Anlieferung von DKDMs muss ebenfalls über das Digital Cinema Portal erfolgen. Zugänge stellt das den Teilnehmer*innen und EFM-Kund*innen auf Anfrage zur Verfügung. Weitere Details zum digitalen Datentransfer finden Sie unten im Abschnitt File Upload.

Express Handling Fee
Für EFM-Kund*innen besteht die Möglichkeit der (kostenpflichtigen) Überschreitung der vorgenannten Anlieferfrist. Bitte beachten Sie, dass hiermit eine Expressbearbeitungsgebühr verbunden ist, die immer dann erhoben wird, wenn EFM-Medien erst nach dem 26. Januar 2027 im Film Office vorliegen oder wenn ein bereits angeliefertes Vorführmedium nach dem 26. Januar 2027 ausgetauscht wird.

Bitte informieren Sie das frühzeitig, sollten Sie wissen, dass Ihr Medium nicht rechtzeitig zum 26. Januar 2027 vorliegen wird. Bitte beachten Sie, dass Ihr Medium spätestens 5 Tage vor der ersten Vorführung im Film Office vorliegen muss, damit die Vorführung nicht gefährdet wird.

Zugelassene Formate für Festival- und EFM-Screenings

Die im Festival und EFM zugelassenen Formate sind DCP und Quicktime ProRes. 35mm oder andere Formate nur nach Rücksprache.

DCP

Anlieferung

Upload Bitte kontaktieren Sie das .
Hard Drive USB 3.0 oder CRU Festplatte (SSD bevorzugt);
Linux formatiert (ext2/ext3) gemäß ISDCF Empfehlung, PDF.

Naming

DCP Naming Der ContentTitleText muss der zum Zeitpunkt der Anlieferung aktuellen Online-Fassung der ISDCF Digital Cinema Naming Convention entsprechen. ContentTitleText und die AnnotationText-Elemente in CPL und PKL müssen exakt übereinstimmen. SMPTE-DCPs müssen außerdem korrekt ausgefüllte CPL-Metadaten gemäß SMPTE ST 429-16 enthalten.

Image

Bildformat HD, Full, Flat oder Scope (2K oder 4K)
Encoding JPEG 2000 (variable Bitrate bevorzugt)
Bitrate ≤ 250 MBit/s
Frame rates 24 fps, 25 fps, 30 fps oder 48 fps
3D In ausgewählten Spielstätten verfügbar.
HFR In den meisten Spielstätten verfügbar.
EclairColor In ausgewählten Spielstätten verfügbar. Bitte kontaktieren Sie das , falls Sie eine Vorführung mit EclairColor planen.
DolbyVision Wird nicht unterstützt – kein akzeptiertes Format.

Audio

Format 2.0* oder 5.1
7.1, Atmos and Auro sind in ausgewählten Spielstätten verfügbar.
Channel Layout Gemäß ISDCF-Richtlinie, PDF.

Audiodeskriptionsspuren im DCP werden nicht unterstützt. Audiodeskription während des Festivals ist ausschließlich über GRETA von Greta & Starks möglich; siehe Abschnitt Audiodeskription.

*Bitte beachten: Stereo (2.0) DCPs werden bei der Kinoprojektion grundsätzlich als Upmix auf 5.1 wiedergegeben, um einen für das Publikum akzeptablen Raumklang zu gewährleisten – es sei denn, die Produktion besteht ausdrücklich auf einer Vorführung im originalen 2.0 Tonformat und informiert das rechtzeitig darüber, dass kein Upmix gewünscht wird. Aufgrund des fehlenden Center-Kanals rät das Film Office von der Stereowiedergabe in großen Sälen ab.

Untertitel

Format Bevorzugt werden eingebrannte Untertitel.
Untertitel in XML oder PNG Format werden ebenfalls akzeptiert.

Untertitel müssen im sichtbaren Bildfeld positioniert werden. Sie dürfen nicht im schwarz kaschierten Teil einer Letterbox stehen.

Bitte beachten Sie, dass bei der Kinoprojektion aufgrund der jeweiligen Projektoreinstellungen ein Bildbeschnitt von bis zu 3 % am unteren Bildrand im Rahmen der Norm liegt und dass Untertitel daher nicht zu nah an die Bildkante gesetzt werden dürfen! Es wird empfohlen eine „safe area“ von mindestens 5 % einzuhalten.

HI-/SDH-Fassungen müssen Bestandteil des angelieferten DCPs sein: entweder in das Bild eingebrannt oder als im DCP enthaltene XML-/MXF-Untertitelspur. Separat angelieferte Untertiteldateien werden nicht akzeptiert. Weitere Details finden Sie im Abschnitt Untertitel und barrierefreie Fassungen.

DKDMs

Die Berlinale akzeptiert sowohl verschlüsselte als auch unverschlüsselte DCPs.

Sollten Sie ein verschlüsseltes DCP zur Verfügung stellen, so beachten Sie bitte, dass die Berlinale ausschließlich mit Distribution KDMs (DKDMs) arbeitet. Für alle verschlüsselten DCPs wird daher ein DKDM angefordert, das vom Tag der Anlieferung des DCPs bis zum 22. Februar 2027 gültig sein muss. DKDMs müssen über das Digital Cinema Portal der Berlinale zugestellt werden. Per E-Mail-Anhang zugeschickte DKDMs werden nicht akzeptiert. Details zum digitalen Datentransfer über das Digital Cinema Portal der Berlinale finden Sie unten im Abschnitt File Upload.

DKDMs müssen SMPTE ST 430-1 konform sein und in der „Modified Transitional 1“ Formulierung gemäß ISDCF-Richtlinien, PDF vorliegen.

ProRes

Als Vorführmedium zur Verfügung gestellte ProRes werden grundsätzlich seitens der Berlinale in verschlüsselte DCPs umgewandelt und dann als DCP vorgeführt. Für diese standardisierte Wandlung von ProRes zu DCP erhebt die Berlinale keine Gebühren. Die aus ProRes erstellten DCPs werden zum Abschluss des Festivals vernichtet und können nicht an die Teilnehmer*innen/Kund*innen ausgehändigt werden.

Bild

Bild QuickTime Apple ProRes 422, Apple ProRes 422 HQ oder Apple ProRes 4444
Frame Dimensions HD (1920 x 1080) oder ein 2K DCI Raster
Quadratische Pixel sind erforderlich; das Bild darf nicht gestreckt werden.

Bitte beachten: Für 4K-Projektion muss der Film als DCP angeliefert werden.
Scanning Method progressive
Colour Sampling 4:2:2 or 4:4:4
Frame rates 23.98 fps, 24 fps, 25 fps, 29,97 fps
Gamma Apple ProRes Codecs haben einen nativen Gammawert von 2.2

Audio

Format 2.0 Stereo* oder 5.1 Linear PCM
Channel Layout L, R oder L, R, C, LFE, Ls, Rs

*Bitte beachten: In Stereo (2.0) angelegte Projekte werden bei der Kinoprojektion grundsätzlich als Upmix auf 5.1 wiedergegeben, um einen für das Publikum akzeptablen Raumklang zu gewährleisten – es sei denn, die Produktion besteht ausdrücklich auf einer Vorführung im originalen 2.0 Tonformat und informiert das rechtzeitig darüber, dass kein Upmix gewünscht wird. Aufgrund des fehlenden Center-Kanals rät das Film Office von der Stereowiedergabe in großen Sälen ab.

Untertitel

Format Bei ProRes müssen die Untertitel zwingend eingebrannt sein. Die Berlinale akzeptiert für ProRes keine separat angelieferten UT-Spuren im .sub, .srt oder .xml Format.

Untertitel müssen im sichtbaren Bildfeld positioniert werden. Sie dürfen nicht im schwarz kaschierten Teil einer Letterbox stehen.

Bitte beachten Sie, dass bei der Kinoprojektion aufgrund der jeweiligen Projektoreinstellungen ein Bildbeschnitt von bis zu 3 % am unteren Bildrand im Rahmen der Norm liegt und dass Untertitel daher nicht zu nah an die Bildkante gesetzt werden dürfen! Es wird empfohlen eine „safe area“ von mindestens 5 % einzuhalten.

Weitere Details zu Untertiteln finden Sie weiter unten.

Film (70mm, 35mm, 16mm)

Informieren Sie bitte frühzeitig das , sollten Sie eine Vorführung in einem der genannten analogen Formate beabsichtigen.

Anlieferung bzw. Upload von Festival- und EFM-Medien

Folgende Anliefermöglichkeiten stehen zur Verfügung:

Art der Anlieferung

Upload (DCP/ProRes) Bevorzugt
Festplatte (DCP/ProRes) Akzeptiert
Film (70mm, 35mm, 16mm) Bitte das kontaktieren.

File Upload (DCP/ProRes)

Die Berlinale bietet einen sicher verschlüsselten und effizienten Online-Transfer von Vorführmedien (DCP und ProRes) an. Die Datenübermittlung erfolgt hierbei Browser-basiert über das Digital Cinema Portal der Berlinale.

Zugangsdaten zum Digital Cinema Portal

Auf Anfrage beim erhalten Festivalteilnehmer*innen bzw. EFM-Kund*innen personalisierte Zugangsdaten zum Digital Cinema Portal der Berlinale, über das sowohl DKDMs als auch DCPs und ProRes-Dateien übertragen werden können. Die persönlichen Zugangsdaten sind streng vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Sollten weitere Zugänge (z.B. für Postproduktionsfirma, Vertrieb, Dienstleister) benötigt werden, so können diese ebenfalls beim   beantragt werden.

Technische Voraussetzungen

Eine Internetverbindung mit einer Uploadgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s ist Voraussetzung für die Nutzung des Systems. Bei einer Geschwindigkeit von 50 Mbit/s dauert die Übertragung eines DCP mit 150 GB Datenvolumen ungefähr acht bis zehn Stunden.

Zur Ermittlung der durchschnittlichen Übertragungsgeschwindigkeit (Upload) Ihrer Internet-Verbindung nutzen Sie bitte den Speedtest im Digital Cinema Portal.

Unterstützte Betriebssysteme und Browsertypen

Betriebssysteme Unterstützt werden die vom jeweiligen Hersteller unterstützten Versionen von Windows und macOS.
Browsertypen Unterstützt werden die aktuelle und die unmittelbar vorherige stabile Version von Google Chrome und Mozilla Firefox. JavaScript und Cookies müssen aktiviert sein, mobile Browser werden nicht unterstützt.

Bitte beachten: Internet Explorer / Edge und Safari werden nicht unterstützt!

Das Digital Cinema Portal der Berlinale finden Sie unter der Adresse https://dcinema.berlinale.de/.

Quicksupport
Sollten Sie Probleme beim Hochladen oder bei der Bedienung des Digital Cinema Portals haben, kontaktieren Sie bitte das .

Festplatten

Sie können Ihre DCP- und ProRes-Dateien auch per Festplatte schicken. Alle Transportkosten (Hin- und Rücktransport) einschließlich der etwaigen Zollabfertigung müssen von den Teilnehmer*innen bzw. von den EFM-Kund*innen getragen werden.

Akzeptiert werden sowohl USB 3.0 als auch CRU-Festplatten. Die Festplatten müssen mit einer 230-V-Stromversorgung kompatibel sein. SSDs werden bevorzugt.

Bei Versand aus Nicht-EU-Ländern: Bitte verwenden Sie die von Ihrem Kurierdienst bereitgestellte Proforma-Rechnungsvorlage und geben Sie einen moderaten Zollwert (ca. 20 USD) sowie als Versandzweck „Warenmuster“ (NICHT „gewerblich“) an.

Bitte teilen Sie dem die Frachtscheinnummer (AWB) Ihrer Sendung und das voraussichtliche Ankunftsdatum mit.

Lieferadresse:
Internationale Filmfestspiele Berlin
Film Office
Voxstraße 3
10785 Berlin
Deutschland
Tel.: +49 30 25920-888

Untertitel und barrierefreie Fassungen

Allgemeines

Es wird dringend empfohlen, dass Sie Ihre Untertitel von einem professionellen Untertitelungsdienstleister herstellen lassen.

Nachfolgend finden Sie die akzeptierten Dateiformate:

  DCP ProRes
Eingebrannte Untertitel Bevorzugt Obligatorisch
XML, PNG, MXF Subtitles Akzeptiert Nicht akzeptiert
Andere Formate (.sub, .srt, etc.) Nicht akzeptiert Nicht akzeptiert

Untertitel müssen im sichtbaren Bildfeld positioniert werden. Sie dürfen nicht im schwarz kaschierten Teil einer Letterbox stehen.

Positionierung

Bitte beachten Sie, dass bei der Kinoprojektion aufgrund der jeweiligen Projektoreinstellungen ein Bildbeschnitt von bis zu 3 % am unteren Bildrand im Rahmen der Norm liegt und dass Untertitel daher nicht zu nah an die Bildkante gesetzt werden dürfen. Es wird empfohlen eine „safe area“ von mindestens 5 % einzuhalten.

Das Berlinale Film Office empfiehlt folgende Richtwerte für Untertitel:

  • Fontgröße: zwischen 38 und 40pt
  • VAlign „bottom“ mit einer VPosition der untersten Zeile zwischen 8.0 und 10.0

Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen

Soll der Film während des Festivals mit Audiodeskription verfügbar sein, muss diese ausschließlich über GRETA von Greta & Starks bereitgestellt werden. Andere technische Verfahren, insbesondere Audiodeskriptionsspuren im DCP, werden nicht unterstützt. Kontaktieren Sie Greta & Starks frühzeitig und vor der endgültigen Anlieferung: https://www.gretaundstarks.de/starks/GretaAndStarks

Untertitel für gehörlose und schwerhörige Menschen – HI/SDH

Soll eine HI-/SDH-Fassung vorgeführt werden, müssen die Untertitel Bestandteil des angelieferten DCPs sein: entweder eingebrannt oder als XML-/MXF-Untertitelspur im DCP. Separate .srt-, .sub- oder andere Untertiteldateien werden nicht akzeptiert. Kennzeichnen Sie die HI-/SDH-Fassung eindeutig in der CPL und teilen Sie dem Film Office mit, welche CPL sie enthält.

FAQ

Kann ich eine Kopie des aus meiner QuickTime-Datei erstellten DCPs erhalten?
Nein. Aus rechtlichen und technischen Gründen ist es nicht möglich, eine Kopie des von der Berlinale erstellten DCPs auszuhändigen.

Bevorzugt die Berlinale Interop- oder SMPTE-DCPs?
Derzeit können alle von Festival und EFM verwendeten Systeme sowohl Interop- als auch SMPTE-DCPs abspielen. Dennoch wird dringend empfohlen, ein SMPTE-DCP zu erstellen, da es gegenüber dem älteren Interop-Format verschiedene Vorteile bietet, insbesondere eine größere Auswahlmöglichkeit bei Bildraten und Metadaten. Außerdem bieten SMPTE-DCPs eine verbesserte Sicherheit und größere Fehlerfreiheit bei der Wiedergabe von Untertiteln.

Kann ich anwesend sein, während mein DCP getestet wird?
Nein. Aus logistischen sowie aus Sicherheitsgründen dürfen während der internen Qualitätskontrollen keine Gäste anwesend sein.

Kann ich ein Test-Screening oder eine Probe für mein DCP-Screening ansetzen?
Aufgrund des engen Programm-Zeitplans während Festival und EFM bietet das Film Office grundsätzlich keine Test-Screenings für DCPs an. Ausgenommen von dieser Regel sind Filme, die im Wettbewerb oder als Berlinale Special Gala im Berlinale Palast gezeigt werden: Für diese Filme steht in der Nacht vor der ersten Vorführung ein ausgewiesener Testslot im Kinosaal zur Verfügung.

Für EFM-Kund*innen besteht die Möglichkeit kostenpflichtige Testvorführungen zu buchen.

Bitte stellen Sie in jedem Fall sicher, dass Ihr DCP vor dem Upload/Versand an das Film Office gründlich getestet wurde.

Warum testet die Berlinale mein DCP?
Um eine reibungslose Vorführung zu gewährleisten, testet die Berlinale die fehlerfreie Wiedergabe auf den unterschiedlichen Festivalsystemen. 

Es liegt jedoch in der Verantwortung der Teilnehmer*innen bzw. der EFM-Kund*innen, das zur Verfügung gestellte DCP im Vorhinein von Anfang bis Ende in einem SMPTE-kompatiblen Kino zu testen, bevor es an das Festival geschickt wird.

Akzeptiert die Berlinale unverschlüsselte DCPs?
Grundsätzlich akzeptiert die Berlinale sowohl verschlüsselte als auch unverschlüsselte DCPs. Es ist also nicht erforderlich, für das Festival ein verschlüsseltes DCP zur Verfügung zu stellen. Sollten Sie sich für die Verschlüsselung Ihres DCPs entscheiden, so ist die Zur-Verfügung-Stellung eines DKDMs erforderlich. 

Warum benötigt die Berlinale für meine Vorführungen ein DKDM?
Es gibt zwei Gründe, warum das Film Office Sie bittet, ein DKDM zu liefern:

1) Mit einem DKDM können ohne Zeitverzögerung KDMs (Keys) für die Spielstätten generiert werden, die das Film Office für Festival- und EFM-Screenings nutzt. Für den Fall, dass ein Screening kurzfristig in einen anderen Saal verlegt wird oder Projektoren/Server ausgetauscht werden müssen, kann das Film Office bei Bedarf ohne Verzögerung neue Schlüssel generieren.

2) DKDMs erlauben die Generierung von KDMs für die Testsysteme. Ohne Schlüssel kann das Film Office die erforderlichen Tests nicht durchführen.

Tel.: +49 30 25920-833