Technische Spezifikationen für Festivalmedien

Allgemeines

Die Berlinale wird 2021 nicht in gewohnter Weise stattfinden, sondern in zwei Stufen. Den Auftakt machen im März die Branchenplattformen mit einem Online-Angebot. Im Juni wird es dann ein Berlinale Summer Special mit zahlreichen Filmvorführungen für das Berliner Publikum geben.

Die folgenden Spezifikationen beziehen sich ausschließlich auf DCPs, die für Juryscreenings im Februar und/oder für Kinovorführungen im Rahmen des Berlinale Sommerspecials im Juni benötigt werden.

Technische Richtlinien für Medien (H.264), die im Rahmen des EFM Industry Events bei Online-Screenings (Streaming) zum Einsatz kommen, finden Sie hier.

Technische Richtlinien für den Upload von Promotionals (H.264) für die Öffentlichkeitsarbeit bzw. die Press & Industry-Screenings finden Sie hier.

Fristen

DCPs für den Einsatz während des Sommerspecials müssen bis zum 6. April 2021 vorliegen. Bei verschlüsselten DCPs müssen die (D)KDMs ebenfalls bis zu diesem Datum vorliegen. Falls Ihr Film für ein Jury-Screening vorgesehen ist, muss das DCP bereits am 8. Februar 2021 bei der Berlinale vorliegen.

Zugelassene Formate für das Berlinale Sommerspecial

Im Rahmen des Sommerspecials werden ausschließlich DCPs gezeigt.

Sollte es Ihnen nicht möglich sein, für die Vorführungen im Rahmen des Sommerspecials ein DCP zur Verfügung zu stellen, wenden Sie sich bitte frühzeitig an das .

DCP

Anlieferung

Upload Bitte kontaktieren Sie das .
Hard Drive USB 3.0 oder CRU Festplatte (SSD bevorzugt); Linux formatiert (ext2/ext3) gemäß ISDCF Empfehlung, PDF (102 KB).

Naming

DCP Naming Die Benennung der CPL sollte den Regeln der ISDCF DCP Naming Convention in ihrer aktuellsten Version (9.6.2) entsprechen.

Image

Bildformat HD, Full, Flat oder Scope (2K oder 4K)
Encoding JPEG 2000 (variable Bitrate bevorzugt)
Bitrate <= 250 MBit/s
Frame rates 24 fps, 25 fps, 30 fps oder 48 fps
3D Bitte kontaktieren Sie das .
HFR Bitte kontaktieren Sie das .
EclairColor Bitte kontaktieren Sie das .
DolbyVision Wird nicht unterstützt – kein akzeptiertes Format.

Bitte beachten: Nur im Falle, dass die DCPs in bildfüllendem Full-, Flat-, Scope- oder HD-Container angelegt wurden, kann die Berlinale bei der Kinoprojektion die korrekte Maskierung der Bildkanten gewährleisten. Bei allen anderen Seitenverhältnissen kann die Kantenmaskierung nur annäherungsweise vorgenommen werden, wobei sich die Berlinale selbstverständlich darum bemühen wird, die bestmögliche Lösung für das jeweilige Bildformat zu finden.

Audio

Audio Format 2.0* oder 5.1
Falls Ihr Film in 7.1, Atmos oder Auro vorliegt, kontaktieren Sie bitte das .
Channel Layout Gemäß ISDCF-Richtlinie, PDF (143 KB).

*Bitte beachten: Stereo (2.0) DCPs werden bei der Kinoprojektion grundsätzlich als Upmix auf 5.1 wiedergegeben, um einen für das Publikum akzeptablen Raumklang zu gewährleisten – es sei denn, die Produktion besteht ausdrücklich auf einer Vorführung im originalen 2.0 Tonformat und informiert das rechtzeitig darüber, dass kein Upmix gewünscht wird. Das Film Office weist allerdings darauf hin, dass bei der Wiedergabe von 2.0 Ton der Center-Lautsprecher stumm bleibt, was insbesondere in großen Sälen zu einem sehr eigenartigen Klangbild führt.

Untertitel

Format Bevorzugt werden eingebrannte Untertitel.
Untertitel in XML oder PNG Format werden akzeptiert.

Untertitel müssen im sichtbaren Bildfeld positioniert werden. Sie dürfen nicht im schwarz kaschierten Teil einer Letterbox stehen.

Bitte beachten Sie, dass bei der Kinoprojektion aufgrund der jeweiligen Projektoreneinstellungen ein Bildbeschnitt von bis zu 3% am unteren Bildrand im Rahmen der Norm liegt und dass Untertitel daher nicht zu nah an die Bildkante gesetzt werden dürfen!

Weitere Details zu Untertiteln finden Sie weiter unten.

KDMS

Eine Verschlüsselung der DCPs wird nicht verlangt. Sollten Sie ein verschlüsseltes DCP zur Verfügung stellen, so beachten Sie bitte, dass die Berlinale seit 2012 ausschließlich mit Distribution KDMs (DKDMs) arbeitet. Für alle verschlüsselten DCPs wird daher ein DKDM angefordert, das vom Tag der Anlieferung des DCPs bis zum 23. Juni 2021 gültig sein muss. DKDMs sollen ausschließlich über das Digital Cinema Portal der Berlinale zugestellt werden. Per E-Mail-Anhang zugeschickte DKDMs werden nicht akzeptiert.

Bitte wenden Sie sich an das , um Zugangsdaten für das Digital Cinema Portal der Berlinale zu erhalten. Diese Anmeldeinformationen sind streng vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Sollten Sie wünschen, dass das Festival weitere Zugänge freischaltet (z.B. für die Postproduktionsfirma oder den Vertriebspartner Ihrer Produktionsfirma), so teilen Sie dies bitte ebenfalls dem mit.

DKDMs müssen SMPTE ST 430-1 konform sein und in der „Modified Transitional 1“ Formulierung gemäß ISDCF-Richtlinien, PDF (125 KB) vorliegen. DKDMs sollen gemäß KDM Naming Convention benannt werden.

Anlieferung bzw. Upload von DCPs

Die Berlinale bittet bei allen für Jury-Screenings im Februar zur Verfügung gestellten DCPs um die Erlaubnis, diese bis zum Ende des Sommerspecials im Juni auf festivalinternen Speichermedien vorrätig zu halten. In diesen Fällen ist die Anlieferung eines weiteren DCPs für das Sommerspecial nur dann erforderlich, wenn im Sommer abweichend zu den Jury-Screenings eine Fassung mit deutschen Untertiteln gezeigt werden soll.

Folgende Anliefermöglichkeiten stehen zur Verfügung:

Art der Anlieferung

Upload Bevorzugt
Festplatte Akzeptiert

File Upload

Die Berlinale bietet einen sicher verschlüsselten und effizienten Online-Transfer von Vorführmedien (DCP). Die Datenübermittlung erfolgt hierbei Browser-basiert über das Digital Cinema Portal der Berlinale. Bitte wenden Sie sich an das , um Zugangsdaten für das Digital Cinema Portal der Berlinale zu erhalten.

Technische Voraussetzungen

Eine Internetverbindung mit einer Uploadgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s ist Voraussetzung für die Nutzung des Systems. Bei einer Geschwindigkeit von 50 Mbit/s dauert die Übertragung eines DCP mit 150 GB Datenvolumen ungefähr 8 bis 10 Stunden.

Zur Ermittlung der durchschnittlichen Übertragungsgeschwindigkeit (Upload) Ihrer Internet-Verbindung nutzen Sie bitte den Speedtest.

Unterstützte Browsertypen

Das Digital Cinema Portal der Berlinale finden Sie unter der Adresse https://dcinema.berlinale.de/.

Die unterstützten Browsertypen entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle:

Unterstützte Betriebssysteme und Browsertypen

Betriebssystem Windows 7
Windows 10
MacOS 10.12 und höher
Browsertypen Chrome Version 66.0 und höher
Firefox 60.0 und höher

Bitte beachten: Internet Explorer / Edge wird nicht unterstützt!

Zugangsdaten zum Digital Cinema Portal
Bitte wenden Sie sich an das , um Zugangsdaten für das Digital Cinema Portal der Berlinale zu erhalten. Die Zugangsdaten sind streng vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden. Sollten Sie wünschen, dass weitere Zugänge freigeschaltet werden (z.B. für die Postproduktionsfirma oder den Vertriebspartner Ihrer Produktionsfirma), so teilen Sie dies bitte ebenfalls dem mit.

Quicksupport
Sollten Sie Probleme beim Hochladen haben, kontaktieren Sie bitte das , das Ihnen gerne weiterhilft.

Festplatten

Wenn Sie Ihren Film nicht hochladen können, können Sie Ihr DCP weiterhin auf Festplatte schicken. Alle Transportkosten (Hin- und Rücktransport) einschließlich der etwaigen Zollabfertigung müssen von den Absender*innen getragen werden.

Akzeptiert werden sowohl USB 3.0 als auch CRU-Festplatten. Die Festplatten müssen mit einer 230-V-Stromversorgung kompatibel sein. SSDs werden bevorzugt.

Bei Versand aus Nicht-EU-Ländern: Bitte verwenden Sie die von Ihrem Kurierdienst bereitgestellte Proforma-Rechnungsvorlage und geben Sie einen moderaten Zollwert (ca. 20 USD) sowie als Versandzweck „Warenmuster“ (NICHT „gewerblich“) an.

Bitte teilen Sie dem die Frachtscheinnummer (AWB) Ihrer Sendung und das voraussichtliche Ankunftsdatum mit.

Untertitel

Allgemeines

Bevorzugt werden eingebrannte Untertitel.

Unterstützt werden außerdem Untertitel im XML-, PNG- oder MXF-Format.

Andere Formate (.sub, .srt, etc.) werden nicht akzeptiert.

Während des Sommerspecials sollen vermehrt deutsche Untertitel zum Einsatz kommen. Die Berlinale wird sich frühzeitig mit den Teilnehmer*innen des Sommerspecials in Verbindung setzen, um die Verfügbarkeit deutscher Untertitel zu eruieren. Ist Ihr Film für ein Jury-Screening vorgesehen, werden hierfür ausschließlich englische Untertitel (für nicht englischsprachige Dialoge) benötigt.

Untertitel müssen im sichtbaren Bildfeld positioniert werden. Sie dürfen nicht im schwarz kaschierten Teil einer Letterbox stehen.

Es wird dringend empfohlen, dass Sie Ihre Untertitel von einem professionellen Untertitelungsdienstleister herstellen lassen.

Positionierung

Bitte beachten Sie, dass bei der Kinoprojektion aufgrund der jeweiligen Projektoreinstellungen ein Bildbeschnitt von bis zu 3% am unteren Bildrand im Rahmen der Norm liegt und dass Untertitel daher nicht zu nah an die Bildkante gesetzt werden dürfen. Es wird empfohlen eine „safe area“ von mindestens 5% einzuhalten.

Nach der Erfahrung des Film Office können folgende Richtwerte für die Untertitel übernommen werden:

  • Fontgröße: zwischen 38 und 40pt
  • VAlign „bottom“ mit einer VPosition der untersten Zeile zwischen 8.0 und 10.0

FAQ

Bevorzugt die Berlinale Interop- oder SMPTE-DCPs?
Es wird dringend empfohlen, ein SMPTE-DCP zu erstellen, da es gegenüber dem älteren Interop-Format verschiedene Vorteile bietet, insbesondere eine größere Auswahlmöglichkeit bei Bildraten und Metadaten. Außerdem bieten SMPTE-DCPs eine verbesserte Sicherheit und größere Fehlerfreiheit bei der Wiedergabe von Untertiteln.

Warum und wie testet die Berlinale mein DCP?
Die Erfahrung hat gezeigt, dass DCPs häufig technische Fehler aufweisen, die zu Problemen bei der Kinovorführung führen können. Um eine reibungslose Vorführung zu gewährleisten, wurde daher eine umfassende automatisierte Testroutine entwickelt, die alle DCPs vor der ersten Kinovorführung durchlaufen müssen. Die Tests konzentrieren sich auf Fehler in der Datenstruktur und Interoperabilitätsprobleme, die während der Wiedergabe auf einem bestimmten Projektionssystem auftreten können.

Es liegt jedoch in der Verantwortung der Teilnehmer*innen, das zur Verfügung gestellte DCP im Vorhinein von Anfang bis Ende in einem SMPTE-kompatiblen Kino zu testen, bevor es an das Festival geschickt wird.

Warum benötigt die Berlinale für meine Vorführungen ein DKDM?
Es gibt zwei Gründe, warum das Film Office Sie bittet, ein DKDM zu liefern:

1) Mit einem DKDM können ohne Zeitverzögerung KDMs (Keys) für die Spielstätten generiert werden, die das Film Office für Festival- und Jury-Screenings nutzt. Für den Fall, dass ein Screening kurzfristig in einen anderen Saal verlegt oder Projektoren / Server ausgetauscht werden müssen, kann das Film Office bei Bedarf ohne Verzögerung neue Schlüssel generieren.

2) DKDMs erlauben die Generierung von KDMs für die Testsysteme. Ohne Schlüssel kann das Film Office die erforderlichen Tests nicht durchführen.

Wie speichert das Festival die DCPs und KDMs?
Sowohl DCPs als auch KDMs werden in einer sicheren Umgebung gespeichert. DCP-Speicherraum, Ingest-Systeme und das Rechenzentrum, in dem alle Daten zentral gespeichert werden, unterliegen einer besonderen Zugriffskontrolle.

Kontakt Film Office

Internationale Filmfestspiele Berlin
Film Office
Voxstraße 3
10785 Berlin
Deutschland
Tel. +49 30 25920-888