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Sandra Hüller in: Rose von Markus Schleinzer
Der Regisseur, Autor und Fotograf Wim Wenders gehört zu den bedeutendsten Vertreter*innen des Neuen Deutschen Films und ist seit den 1970er-Jahren weltweit präsent. Sein Werk hat Generationen von Filmemacher*innen inspiriert und Zuschauer*innen begeistert. Mit frühen Filmen wie Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1972), Alice in den Städten (1974) und Der amerikanische Freund (1977) prägte er eine neue Filmsprache und definierte das Bild des deutschen Films neu. Er war Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie und Mitbegründer der Europäischen Filmakademie, deren Präsident er über mehr als zwei Jahrzehnte war. Mit Paris, Texas (Goldene Palme 1984), Der Himmel über Berlin (1987), Bis ans Ende der Welt (1991) und Buena Vista Social Club (1999, Europäischer Filmpreis und Oscar-Nominierung 2000) schuf Wenders Meilensteine des internationalen Kinos. Seine Experimentierfreude bei der Erkundung neuer filmischer Ausdrucksformen — wie im 3D-Tanzfilm Pina, der 2011 im Berlinale Wettbewerb Premiere feierte und den Deutschen Filmpreis für den besten Dokumentarfilm gewann —, charakterisiert seinen unverwechselbaren Stil und unterstreicht seine künstlerische Neugier. Zuletzt beeindruckte er Publikum und Kritiker*innen mit dem Spielfilm Perfect Days (2023), der eine Oscar-Nominierung erhielt, sowie mit dem 3D-Dokumentarfilm Anselm — Das Rauschen der Zeit (2023). Wim Wenders ist eng mit der Berlinale verbunden: Neben Pina, The Million Dollar Hotel (Eröffnungsfilm 2000) und Every Thing Will Be Fine (2015) präsentierte er zahlreiche weitere Werke im Festivalprogramm. 2015 wurde er mit dem Goldenen Ehrenbären der Berlinale geehrt.
Min Bahadur Bham ist ein prägender Filmemacher des nepalesischen NewWaveKinos, der bekannt dafür ist, die Seele des Himalayas auf die Weltbühne zu bringen. Sein Kurzfilm The Flute (2012) war der erste nepalesische Film bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Sein Langfilmdebüt The Black Hen (2015) wurde in Venedig mit dem FEDEORA-Preis für den besten Film ausgezeichnet und war Nepals offizielle Oscar-Einreichung. Sein zweiter Spielfilm SHAMBHALA (2024) konkurrierte als erster nepalesischer Film im Berlinale Wettbewerb um den Goldenen Bären; zudem lief er als erster Film aus Nepal und als zweiter südasiatischer Film überhaupt auf der Piazza Grande in Locarno. Anschließend gewann er den Cultural Diversity Award der Asia Pacific Screen Awards und markierte Bhams zweite Oscar-Einreichung. Darüber hinaus ist der Regisseur ein engagierter Produzent und Mentor für aufstrebende Filmschaffende in Nepal und ganz Asien. Seine kollaborativen Arbeiten als Produzent wurden bei renommierten Festivals in Venedig, Berlin, San Sebastián, Rotterdam und Busan gewürdigt. Derzeit entwickelt er seinen dritten Spielfilm, The Last Stanza of Breath.
Bae Doona zählt zu den renommiertesten Schauspielerinnen Südkoreas und wurde mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen geehrt, darunter dem Blue Dragon Award als Beste Nachwuchsschauspielerin und dem Asian Film Award als Beste Schauspielerin. Ihr Schauspieldebüt gab sie 1999 in der TV-Serie School. Wenig später feierte sie ihren Durchbruch mit Bong Joon-hos Barking Dogs Never Bite (2000) und Park Chan-wook Sympathy for Mr. Vengeance (2002), gefolgt von herausragenden Rollen in Take Care of My Cat (2001) von Jeong Jae-eun, The Host (2006) von Bong Joon-ho und Air Doll von Hirokazu Kore-eda. Internationale Anerkennung erlangte sie durch ihre Zusammenarbeit mit den Wachowskis in Cloud Atlas (2012) und Jupiter Ascending (2015) sowie in der Netflix-Serie Sense8 (2015–2018). Ihre Vielseitigkeit stellte sie außerdem in Dohee - Weglaufen kann jeder (2014) von July Jung und Broker (2022) von Hirokazu Kore-eda unter Beweis. Demnächst wird sie in der Science-Fiction-Komödie Alpha Gang von David und Nathan Zellner zu sehen sein, deren Kinostart für 2026 geplant ist.
Der Regisseur, Produzent und Archivar Shivendra Singh Dungarpur gründete 2001 die Produktionsfirma Dungarpur Films und hat zahlreiche preisgekrönte Werbe- und Dokumentarfilme realisiert. Sein erster Dokumentarfilm, Celluloid Man (2012), gewann zwei National Film Awards und wurde bei mehr als 50 internationalen Festivals gezeigt. Es folgte The Immortals (2015), der beim Busan International Film Festival uraufgeführt wurde und beim Mumbai International Film Festival den Special Jury Award erhielt. Sein siebenstündiges dokumentarisches Epos CzechMate: In Search of Jiří Menzel (2018) wurde vom British Film Institute unter die fünf besten Filme des Jahres 2020 (Blu-ray- und DVD-Veröffentlichungen) gewählt. 2014 gründete er die Film Heritage Foundation – die einzige nichtstaatliche Organisation in Indien, die sich der Bewahrung des indischen Filmerbes widmet und für ihre Arbeit international anerkannt ist. Dungarpur ist Festivaldirektor des MAMI Mumbai Film Festival und wurde 2025 mit dem Vittorio‑Boarini‑Preis für herausragende Verdienste um die Bewahrung des Kinos als Kulturerbe ausgezeichnet.
Drehbuchautor, Regisseur und Produzent Reinaldo Marcus Green ist bekannt für authentisches, gesellschaftlich engagiertes Erzählen. Seine frühen Kurzfilme wurden in Cannes und Sundance gezeigt; 2016 war er Teilnehmer von Berlinale Talents. 2018 wurde sein Langfilmdebüt Monsters and Men beim Sundance Film Festival mit dem Special Jury Award for Outstanding First Feature ausgezeichnet. Sein vielbeachtetes biografisches Sportdrama King Richard (2021) mit Will Smith erhielt sechs Oscar-Nominierungen, u.a. in der Kategorie Bester Film; Will Smith gewann den Oscar als Bester Hauptdarsteller. Green inszenierte zudem drei Episoden von Top Boy (2019) – der ersten Netflix-Serie im BFI National Archive – sowie von We Own This City (2022) für HBO. Zuletzt führte er Regie bei Bob Marley: One Love (2024), für den er auch am Drehbuch mitschrieb; der Film mit Kingsley Ben-Adir wurde ein weltweiter Kassenerfolg. Zu Greens aktuellen Projekten zählen Marvel Studios’ Punisher Special Presentation sowie ein in Entwicklung befindliches Biopic über Tiger Woods.