Berlinale & EFM-Teilnahmebedingungen

1. Vorbemerkung

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) sind ein Geschäftsbereich der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB). Die Berlinale wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Der European Film Market (EFM) ist Teil der Berlinale.

Die Akkreditierung für das Festival oder den EFM setzen das Einverständnis der Akkreditierten mit den Teilnahmebedingungen voraus. Organisationen oder Personen, die die Akkreditierung für Dritte beantragen, bestätigen und tragen dafür Sorge, dass die Teilnahmebedingungen von den angemeldeten Personen zur Kenntnis genommen, akzeptiert und eingehalten werden.

Jeder Verstoß gegen die Teilnahmebedingungen sowie jegliche Missachtung von Sicherheitsvorschriften kann zum Entzug der Akkreditierung und dem unbefristeten Ausschluss von der Veranstaltung führen. Die Berlinale behält sich die Geltendmachung weiterer Rechte vor.

2. Verhaltenskodex Antidiskriminierung

Ziel der Berlinale ist es, ein sicheres, nachhaltiges und inklusives Umfeld der anerkennenden Debatte, des Dialogs und Austauschs zu schaffen, in dem jede*r respektvoll und gleichwertig behandelt wird. Mit Teilnahme verpflichten sich die Akkreditierten zur Einhaltung des Verhaltenskodex Antidiskriminierung in seiner aktuellen Fassung. Die Berlinale behält sich daher das Recht vor, Akkreditierungen/EFM-Badges oder den Zugang zum Festival, seinen Einrichtungen, Veranstaltungen und Veranstaltungsorten ohne Vorankündigung oder Rückerstattung zu widerrufen, sollte es zu Fehlverhalten kommen.

3. Akkreditierungsvoraussetzungen

Akkreditierungsanfragen werden nur innerhalb des offiziellen Antragszeitraums bearbeitet. Die Fristen werden auf den Internetseiten der Berlinale und des EFM veröffentlicht.

Voraussetzung für die Presse- oder Festival- bzw. EFM-Akkreditierung ist der Nachweis einer professionellen Tätigkeit im Medien- oder Filmbereich.

Die Antragsstellung garantiert keine Akkreditierung. Der Veranstalter behält sich die Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung eines Antrags vor.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten zur Akkreditierung unter: Fachpublikum / EFM, Presse und Studierende.

4. Online-Rechte

Die mit der Akkreditierung erworbenen Online-Rechte sind personengebunden und nicht übertragbar. Sie erlauben Zugang zu Online-Services der Internationalen Filmfestspiele Berlin gemäß den vom Veranstalter erlassenen Richtlinien.

Akkreditierte sind nicht berechtigt, jegliche Inhalte (insbesondere Online-Vorführungen) öffentlich oder privat vorzuführen und/oder öffentlich zugänglich zu machen. Bei einer Vorführung und/oder öffentlichen Zugänglichmachung und/oder kommerziellen Verwertung der Angebote verstößt die*der Akkreditierte nicht nur gegen die Teilnahmebedingungen der Internationalen Filmfestspiele Berlin, sondern verletzt gegebenenfalls auch die Rechte der Rechteinhaber*innen an den Inhalten und hat daher mit der Geltendmachung von Ansprüchen durch die Internationalen Filmfestspiele Berlin sowie der Rechteinhaber*innen zu rechnen.

5. Ausweise

Die Akkreditierungsausweise/EFM-Badges sind personengebunden und nicht übertragbar. Sie erlauben Zugang zu Bereichen und Vorführungen der Internationalen Filmfestspiele Berlin und des European Film Market gemäß den vom Veranstalter erlassenen Richtlinien.

Während der gesamten Dauer des Festivals und des European Film Market sind Akkreditierungsausweise/EFM-Badges für den Zugang zu Festival- und Markt-Locations obligatorisch. Personen ohne entsprechenden Ausweis kann der Zutritt vom Sicherheitspersonal verweigert werden. Ausweise, die von anderen Personen als dem/der Ausweisinhaber*in genutzt werden, werden eingezogen.

Der Verlust oder Diebstahl des Akkreditierungsausweises/EFM-Badges muss umgehend am jeweiligen Akkreditierungscounter gemeldet werden. Die Ausgabe eines neuen Akkreditierungsausweises/EFM-Badges ist kostenpflichtig. Der Veranstalter behält sich das Recht auf die Ausstellung eines Ersatzausweises vor.

6. Altersbeschränkungen

Personen unter 18 Jahren sind von der Akkreditierung/EFM-Registration ausgeschlossen.

Ausgenommen sind minderjährige Personen, die zu einem Festivalfilmteam gehören oder ausschließlich am Programm der Sektionen Generation 14plus oder Generation Kplus teilnehmen. Minderjährige Filmteam-Mitglieder oder Festivalteilnehmer*innen der Sektion Generation müssen auf dem Festival von einem akkreditierten Erwachsenen begleitet werden.

7. Bezahlung, Stornierung und Abholung

Das Datum der Antragstellung bestimmt das zu zahlende Entgelt (ausgenommen Presseakkreditierungen). Der Early Bear / Regular Tarif für (Online) Market Badges und Festivalakkreditierungen ist nur bis zum 2. Februar 2023 gültig. Ab dem 3. Februar 2023 werden für diese Ausweise die tagesaktuellen Preise berechnet. 

Die Akkreditierungsausweise/EFM-Badges müssen bis zum 2. Februar 2023 online bezahlt werden. Bei später eingehenden Zahlungen ist mit Verzögerungen bei der Ausweisabholung sowie der Bereitstellung des Zugangs zu Onlineservices, wie dem Online-Ticketshop für Festival-, Presse- und Studierendenakkreditierte zu rechnen. 

Nach Absprache haben Firmen und Institutionen die Möglichkeit, Zahlungen für mehrere Akkreditierte gesammelt per Überweisung durchzuführen.

Die Rückerstattung des Entgelts für bereits bezahlte Presse-, Studierenden- und Festivalakkreditierungensowie EFM-Staff Badges ist nur bis zum 2. Februar 2023 bei schriftlicher Stornierung an möglich.

Ein Market Badge sowie ein Online Market Badge kann nach Bezahlung nicht mehr storniert werden.

Die Akkreditierungsausweise/EFM-Badges werden an den jeweiligen Akkreditierten-Countern unter Vorlage eines gültigen Personalausweises und des Abholscheins ausgehändigt.

Die Abholung der Akkreditierungsausweise/EFM-Badges durch eine andere Person als der/dem Antragsteller*in erfolgt nur gegen Vorlage einer schriftlichen Vollmacht.

Jedem Unternehmen bzw. jeder Person mit noch ausstehenden Forderungen des Festivals oder des EFM wird die Akkreditierung verweigert, bis diese Forderungen beglichen sind.

8. Urheberrecht

Der/die Antragsteller*in garantiert, dass alle Materialien (insbesondere Fotos, die mit dem Antrag eingereicht werden) frei von Rechten Dritter sind und für den Ausweisdruck und ggf. den EFM Participants Guide verwendet werden dürfen. Der*die Antragsteller*in garantiert, dass er*sie die Berlinale von jeglichen Ansprüchen der Urheberrechtsinhaber*innen in Bezug auf die Nutzung des eingereichten Materials freistellt. Die Berlinale behält sich das Recht vor, Akkreditierungen mit unautorisierter Aufnahme von urheberrechtlich geschütztem Material nachträglich abzulehnen.

9. Personalisierte Tickets

Akkreditiertentickets für Festivalvorstellungen sind personengebunden. Festival- & Presseakkreditierte sowie akkreditierte Studierende können Tickets - je nach Verfügbarkeit - ausschließlich online über einen personalisierten Zugang zum Online-Ticketshop buchen. 

Es besteht weder ein Anspruch auf Tickets für bestimmte Vorstellungen bzw. Veranstaltungen noch auf eine bestimmte Anzahl von Tickets.

Die personalisierten Tickets für Akkreditierte sind nur in Kombination mit dem Akkreditierungsausweis gültig. Der Akkreditierungsausweis muss am Kinoeingang zur Kontrolle bereitgehalten werden. Die Tickets werden beim Einlass entwertet.

Die Akkreditierten sind zur Einhaltung der folgenden Buchungsregel verpflichtet: Pro Vorstellung, pro Film und Zeitschiene (90 Minuten) darf maximal ein Ticket gebucht werden. Bereits gebuchte Tickets, die nicht genutzt werden können, müssen rechtzeitig vor Beginn des Screenings online storniert werden. Bei wiederholtem Verfall von Tickets, behält sich das Festival das Recht vor, bereits gebuchte Tickets zu entwerten und/oder den persönlichen Zugang zum Online-Ticketshop für Akkreditierte zu sperren.

10. Bild- und Tonaufnahmen

Bild- und/oder Tonaufnahmen jeglicher Art von Filmvorführungen sind den Teilnehmer*innen sowohl vor Ort als auch online grundsätzlich untersagt. Bei Zuwiderhandlungen können diese zivil- und strafrechtlich verfolgt und aus den Spielstätten verwiesen werden.

Film-, Digital, Video- oder Tonaufnahmen, die Teile von Filmvorführungen enthalten, sowie die damit verbundenen Aufnahmegeräte können vor Ort eingezogen und die Rückgabe davon abhängig gemacht werden, dass die*der Besitzer*in einer sofortigen Löschung der Aufnahmen zustimmt.

Angesichts der Notwendigkeit des Schutzes vor Piraterie versichert jede*r Teilnehmer*in, dass sie*er keinen Diebstahl am geistigen Eigentum gemäß dem Urheberrecht und damit verbundener Rechte begeht.

Für den Fall, dass während einer öffentlichen Aufführung Bild- und/oder Tonaufnahmen von dazu berechtigten Personen durchgeführt werden, erklären sich die Besucher*innen durch ihre Teilnahme an der Vorstellung damit einverstanden, dass sie eventuell in Bild und Ton aufgenommen werden und diese Aufzeichnungen ohne Anspruch auf Vergütung gesendet bzw. veröffentlicht werden sowie an Dritte zwecks Veröffentlichung weitergegeben werden dürfen.

11. Embargo Regelung

Pressevorführungen von Berlinale-Filmen finden meist vor den öffentlichen Premieren statt. Akkreditierte mit Zutritt zu Pressevorführungen verpflichten sich die Embargo Regelung einzuhalten. Kritiken zu Berlinale-Filmen, die während des Festivals ihre Weltpremiere haben, dürfen erst nach Beginn der ersten öffentlichen Vorführung (Filmstart + 30 Minuten) veröffentlicht werden. Dies betrifft auch Social Media Kanäle.

12. Berlinale Covid-19-Regelungen

Mit der Teilnahme verpflichten sich Besucher*innen, Mitarbeiter*innen und Gäste zur ausnahmslosen Einhaltung der zweiten SARS-CoV-2-Basisschutzmaßnahmenverordnung des Landes Berlin, des Infektionsschutzgesetzes, der Corona-Einreiseverordnung und der darauf aufbauenden Berlinale Covid-19-Regelungen in der jeweils aktuellen Fassung. Hier finden Sie die Covid-19-Regelungen für Fachbesucher*innen und für die Presse.

Aufgrund der dynamischen epidemischen Lage können sich die Vorgaben jederzeit verändern. Alle Akkreditierten sind aufgefordert, sich eigenverantwortlich über die jeweils geltenden Regelungen zu informieren und zu prüfen, ob sie die aktuellen Vorgaben erfüllen können.

Die Berlinale wird die Besucher*innen auf adäquates Verhalten hinweisen und zur Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsvorschriften aufrufen. Ein Zuwiderhandeln kann dazu führen, dass betreffenden Personen der Zutritt verweigert und/oder die Akkreditierung entzogen wird. In diesem Fall wird das Akkreditierungsentgelt nicht zurückerstattet.

Die Berlinale kann trotz Aufruf zur Einhaltung der Hygieneregeln keine Haftung für Ansteckungen bzw. daraus resultierende Folgeschäden übernehmen. Der Besuch der Vorstellungen sowie der Aufenthalt in den Spielstätten der Berlinale erfolgen auf eigenes Risiko.

Die Akkreditierten nehmen zur Kenntnis und stimmen ausdrücklich zu, dass die Berlinale aufgrund der pandemischen Lage Zugänge zu Festival- und EFM-Veranstaltungen einschränken oder ganz streichen kann. Die Vor-Ort-Veranstaltung in Berlin kann ganz/teilweise abgesagt werden. Sollte die Berlinale Änderungen dieser Art durchführen, haftet sie nicht für eventuell auftretende Kosten oder Einschränkungen auf Seiten der Akkreditierten.

13. Allgemeine Geschäftsbedingungen

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH gelten ergänzend. Im Falle eines Widerspruchs zwischen den vorliegenden Teilnahmebedingungen und den AGB gehen erstere vor.


Stand: 5. November 2022

Kontakt

Akkreditierung Fachpublikum & EFM

Akkreditierung Studierende

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