2025 | Perspectives
Fließend in der Sprache des Kinos
Die Filme in Perspectives 2025
Adham Shoukry, Zeyad Islam
Al mosta’mera | The Settlement
© Hassala Films
Tillotama Shome
Baksho Bondi | Shadowbox
© Saumyananda Sahi / Moonweave Films
Funmilayo Akechukwu
© Participant
Benjamin Vasquez Barcellano Jr., Tess Magallanes, Jenny Llanto Caringal
Come la notte | Where the Night Stands Still
© Walang Hanggan
Laura Uribe Rojas, Bernardo Gamboa, Micaela Gramajo, Regina Alejandra, Rafael Nieto Matrínez, Donovan Said, Mariapau Bravo Aviña
El Diablo Fuma (y guarda las cabezas de los cerillos quemados en la misma caja) | The Devil Smokes (And Saves the Burnt Matches in the Same Box)
© Odei Zabaleta
Fresco Mafalda, June João, Eloísa d’Ascensão, Helena Estrela, Cristiana Cruz Forte, Marcelo Tavares, Paula Tomás Marques, Pedro Miguel Gonçalves
Duas vezes João Liberada | Two Times João Liberada
© Fresco Mafalda | Cristiana Cruz Forte, Paula Tomás Marques
Devin Pan, Misi Ke
Hé mán | Eel
© Static Film & Visual Art Productions
Luisa-Céline Gaffron
How to Be Normal and the Oddness of the Other World
© Golden Girls Film
Jara Sofija Ostan, Mina Švajger
Kaj ti je deklica | Little Trouble Girls
© SPOK Films
Destiny Checo, Juan Collado
Zsófi Szamosi, Szabolcs Hajdu, Ágoston Sáfrány, Eliza Sodró
Minden Rendben | Growing Down
Anton Franke
Mit der Faust in die Welt schlagen | Punching the World
© Flare Film / Chromosom Film
Ulysse Goffin, Myriem Akheddiou, Alisa Laub, Adèle Pinckaers
On vous croit | We believe you
© Makintosh Films
Blandine Madec
Le rendez-vous de l’été | That Summer in Paris
© 2024 Comme des Cinemas - Cinq de Trefle Productions
Perspectives, der neue Wettbewerb für Spielfilmdebüts, vereint außergewöhnliche internationale Filmemacher*innen aus der ganzen Welt: von Ägypten über Belgien bis Deutschland, von Frankreich, Indien und Italien über Mexiko, Österreich und Portugal bis hin zu Slowenien, Taiwan, Ungarn und die USA. Obwohl die stilistische und thematische Vielfalt so umfangreich ist wie die geografische, adressieren alle Filmemacher*innen ihr Publikum mit unerschrockenem Herzen, grenzenloser Neugier und mutigen Ideen.
Valentine Cadic lädt mit ihrem Film Le rendez-vous de l'été (That Summer in Paris) die Zuschauer*innen dazu ein, ihre Hauptfigur auf eine introspektive Reise durch Paris zu begleiten – mitten im Spektakel und Chaos der Olympischen Sommerspiele.
Chu Chun-Tengs Hé mán (Eel) verbindet magischen Realismus mit Ortsgeschichte und eröffnet eine neue Perspektive darauf, wie die Vergangenheit in der Gegenwart fortbesteht. In Paula Tomás Marques’ Film-im-Film Duas vezes João Liberada entfalten sich Themen wie Transformation und Bildgestaltung rund um Identität und Gender, während Kahlil Josephs BLKNWS: Terms & Conditions diese Themen gemeinsam mit Geschichte und neuen Identitätsarchiven in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft behandelt.
Das Erwachsenwerden wird für die jungen Frauen in Kaj ti je deklica (Little Trouble Girls), die jungen Brüder in Mit der Faust in die Welt schlagen und den Teenager Rico in Joel Alfonso Vargas Mad Bills to Pay (or Destiny, dile que no soy malo) durch unerwartete Ereignisse ausgelöst.
Die Belastungen von Arbeit und Familie prallen in zwei stilistisch sehr unterschiedlichen, aber in gleichem Maße ambitionierten Filmen aufeinander: Mohamed Rashads Al mosta’mera (The Settlement) und Liryc Dela Cruz’ Come la notte (Where the Night Stands Still).
Das Trauma von Krieg und psychischen Erkrankungen und deren Auswirkungen auf Familien werden mit feinfühliger Sorgfalt in Tanushree Das’ und Saumyananda Sahis Baksho Bondi (Shadowbox), Ernesto Martinez Bucios El Diablo Fuma (The Devil Smokes) und Florian Pochlatkos How to Be Normal and the Oddness of the Other World untersucht.
In ähnlicher Weise treibt ein empfindliches Gleichgewicht aus Schmerz, Dringlichkeit und Mitgefühl die Familien in zwei sehr präzisen Debütfilmen an: in Arnaud Dufeys und Charlotte Devillers’ On vous croit (We Believe You) sowie in Bálint Dániel Sós’ Minden Rendben (Growing Down).
Mit diesen Filmen belegen die Spielfilmdebütant*innen, dass sie die Sprache des Kinos fließend beherrschen, mutige Ideen hervorbringen und neue Sichtweisen auf die Welt bieten. Dass dies die Zukunft des Kinos ist, lässt Gutes erahnen.
Dieser internationale Wettbewerb, der mit Unterstützung der GWFF (Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten) neue Spielfilmregisseur*innen ins Rampenlicht rückt, vergibt den von der GWFF gestifteten Hauptpreis in Höhe von 50.000 € an einen von der Perspectives-Jury ausgewählten Film.