<div>Der Film nähert sich der Stadt Delhi als einem Ort, den Geschichte, Ideologie und der Akt des Erinnerns selbst freilegen wie eine Ausgrabungsstätte. Fragmente staatlicher Aufzeichnungen, mythische Erzählungen und persönliche Erinnerungen setzen sich zu einem spekulativen Archiv zusammen, das jegliche Versuche vereitelt, die Identität der Stadt als Monolith zu fixieren. Über der heutigen Ausgrabung schwebt das Bild einer zerstörten Moschee, und eine Begegnung aus der Kindheit nimmt die Form eines Lochs im Boden an. Archäologie ist hier sowohl eine Methode als auch eine Metapher. Durch sie untersucht <em class="film">A Circle as the Center of the Whole</em> Zyklen von Entdeckung und Auslöschung, die in persönlichen und politischen Besitzansprüchen an die Stadt mitschwingen. Auf Umwegen erschafft er sich wieder und wieder ein Bild seines Terrains. Was entsteht, ist eine alternative Geschichtsschreibung, gezeichnet von Brüchen, die die Frage aufwirft, wie Abwesenheit zur Ordnungsinstanz von Erinnerung und Raum wird.</div>