Rückblickend betrachtet

In Retrospect
1970. In München wird anlässlich der Olympischen Sommerspiele eine ganze Kleinstadt gebaut. Neben U-Bahn-Station, Stadion, Schwimmhalle und Siedlung wird auch das damals größte Einkaufszentrum Europas hochgezogen – das Olympia-Einkaufszentrum. Auf der Baustelle sind viele Arbeitsmigrant*innen beschäftigt, sogenannte Gastarbeiter. 2016. Am Olympia-Einkaufszentrum werden neun Menschen bei einem rechtsterroristischen Anschlag ermordet. Alle Opfer stammen aus Familien mit Migrationsbiografien. 1982. Sohrab Shahid Saless, ein iranischer Regisseur, dreht als Reaktion auf den rapide zunehmenden Rassismus in der Bundesrepublik den Film Empfänger unbekannt. Immer wieder laufen darin Menschen an Häusern, Wänden, Fassaden vorbei, die mit rechtsextremen Parolen beschmiert sind. Die Farben flackern grell auf und verblassen wieder. Rückblickend betrachtet ist der Versuch, zurückzuschauen und Zusammenhänge in der Geschichte eines Ortes zu finden.
von Daniel Asadi Faezi (Regie, Buch), Mila Zhluktenko (Regie, Buch) Deutschland 2025 Deutsch 14' Farbe & Schwarz-Weiß Weltpremiere | Dokumentarische Form

Stab

Regie Daniel Asadi Faezi, Mila Zhluktenko
Buch Daniel Asadi Faezi, Mila Zhluktenko
Kamera Tobias Blickle
Montage Daniel Asadi Faezi, Mila Zhluktenko
Musik Hora Lunga
Sound Design Andrew Mottl
Produzent*innen Daniel Asadi Faezi, Mila Zhluktenko

Produktion

Daniel Asadi Faezi

Mila Zhluktenko

Weltvertrieb

Square Eyes

Daniel Asadi Faezi

Der Regisseur und Produzent studierte Dokumentarfilm an der HFF München und an der Nationalen Hochschule der Künste in Lahore, Pakistan. Die Filme des Berlinale Talents Alumnus wurden auf zahlreichen Festivals gezeigt, unter anderem in Locarno, bei DOK Leipzig und auf dem Ann Arbor Film Festival in Michigan, USA. In Co-Regie mit Mila Zhluktenko realisierte er bereits Aralkum, der bei Visions du Réel den Preis für den Besten Kurzfilm bekam, sowie Waking Up in Silence, der auf der Berlinale mit dem Spezialpreis der Internationalen Jury von Generation Kplus für den besten Kurzfilm ausgezeichnet wurde.

Filmografie

2017 In Search Of; Kurzfilm 2018 The Absence of Apricots; Dokumentarfilm 2019 Where We Used to Swim; Kurz-Dokumentarfilm 2021 Langsam vergesse ich Eure Gesichter (Slowly Forgetting Your Faces); Dokumentarfilm 2022 Aralkum; Kurz-Dokumentarfilm, Co-Regie: Mila Zhluktenko 2023 Waking Up in Silence; Kurz-Dokumentarfilm, Co-Regie: Mila Zhluktenko 2025 Rückblickend betrachtet (In Retrospect); Kurz-Dokumentarfilm, Co-Regie: Mila Zhluktenko

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2025

Mila Zhluktenko

Die in Kyiv, Ukraine, geborene Filmemacherin studierte Dokumentarfilm an der HFF München. Ihre Filme wurden auf mehreren internationalen Festivals gezeigt, unter anderem auf dem International Documentary Film Festival Amsterdam, auf dem San Sebastian Film Festival, bei der MoMA Doc Fortnight und bei Visions du Réel in Nyon. Opera Glasses wurde bei DOK Leipzig mit der Goldenen Taube ausgezeichnet. Rückblickend betrachtet ist ihre dritte Arbeit in Co-Regie mit Daniel Asadi Faezi.

Filmografie (Kurzfilme)

2017 I Love My #Hairlegs · Find Fix Finish; Dokumentarfilm, Co-Regie: Sylvain Cruiziat 2019 Opera Glasses; Dokumentarfilm 2022 Aralkum; Co-Regie: Daniel Asadi Faezi 2023 Waking Up in Silence; Dokumentarfilm, Co-Regie: Daniel Asadi Faezi 2025 Rückblickend betrachtet (In Retrospect); Dokumentarfilm, Co-Regie: Daniel Asadi Faezi

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2025