Bürgschaft für ein Jahr

On Probation
„Ich kann ohne meine Kinder nicht leben!“ Es ist der Aufschrei einer verzweifelten Mutter. Nina Kern, Ende 20, werden per einstweiliger Verfügung ihre drei Kinder entzogen. Seit vier Monaten leben sie im Heim. „Vernachlässigung“ und „asozialer Lebenswandel“ lauten die Vorwürfe gegen die junge Mutter. Das Gericht gewährt Nina eine letzte Chance. Ein Bauingenieur und eine Lehrerin aus der Nachbarschaft übernehmen eine Bürgschaft. Wird Nina sich bewähren? Für ihre Darstellung der Nina gewann Katrin Sass auf der Berlinale 1982 den Silbernen Bären als beste Darstellerin.
Bürgschaft für ein Jahr wird im Rahmen der Heiner-Carow-Preisverleihung erstmals barrierefrei mit deutschen Untertiteln für Hörgeschädigte und Audiodeskription im Kino präsentiert. Der mit 5000 Euro dotierte Preis wird von der DEFA-Stiftung ausgelobt und geht an einen ersten oder zweiten, majoritär deutschen Dokumentar- oder Spielfilm eines*r Filmemacher*in, der*die gegenwärtig in Deutschland ansässig und tätig ist. Die diesjährige Jury besteht aus Evelyn Schmidt (Regisseurin), Cem Kaya (Regisseur) und Linda Söffker (DEFA-Stiftung).
von Herrmann Zschoche
mit Katrin Sass, Monika Lennartz, Jaecki Schwarz, Jan Spitzer, Christian Steyer, Heide Kipp, Barbara Dittus, Ursula Werner
Deutsche Demokratische Republik 1981 Deutsch 94’ Farbe

Mit

  • Katrin Sass
  • Monika Lennartz
  • Jaecki Schwarz
  • Jan Spitzer
  • Christian Steyer
  • Heide Kipp (Frau Braun)
  • Barbara Dittus (Heimleiterin)
  • Ursula Werner (Frau Müller)

Stab

Regie Herrmann Zschoche
Buch Herrmann Zschoche
Kamera Günter Jaeuthe
Montage Monika Schindler
Musik Günther Fischer
Sound Design Helga Kadenbach
Ton Klaus Tolstorf
Kostüm Anne Hoffmann
Szenenbild Dieter Adam
Maske Kurt Tauchmann, Christa Grewald
Produzent*in Dorothea Hildebrandt
Ausführende*r Produzent*in Dorothea Hildebrandt

Weltvertrieb

Deutsche Kinemathek

Produktion

DEFA-Studio für Spielfilme

Herrmann Zschoche

Geboren 1934 in Dresden. Er begann seine berufliche Laufbahn als Assistent und Kameramann beim Fernsehfunk der DDR. 1959 Diplom im Fach Regie an der heutigen Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, danach wurde er Regieassistent im DEFA-Spielfimstudio. Seine erste eigenständige Regiearbeit, Das Märchenschloss, beendete er 1961. Der Film Karla von 1965 wurde verboten und konnte erst 1990 öffentlich gezeigt werden. Er arbeitete häufig mit den Autor*innen Ulrich Plenzdorf und Christa Kožik zusammen. 2019 wurde Zschoche mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet.

Filmografie (Auswahl)

1961 Die Igelfreundschaft; Uprchlik · Das Märchenschloß (The Fairy Tale Castle) 1962 Das Stacheltier - Man lernt nie aus 1963 Lütt Matten und die weiße Muschel (Little Matten and the White Shell) 1964 Engel im Fegefeuer 1965 Karla (Carla) 1967 Leben zu zweit 1969 Weite Straßen - stille Liebe (Long Roads - Secret Love) 1972 Eolomea 1974 Liebe mit 16 1975 Philipp, der Kleine (Philipp the Small) 1977 Feuer unter Deck (Fire Below Deck) · Sieben Sommersprossen (Seven Freckles) 1979 Glück im Hinterhaus (Happiness in the Backyard) 1980 Und nächstes Jahr am Balaton (Next Year at Lake Balaton) 1981 Bürgschaft für ein Jahr (On Probation) 1982 Insel der Schwäne (Swan Island); 1984 Hälfte des Lebens (A Half of Life) 1987 Die Alleinseglerin (The Solo Sailer) 1988 Grüne Hochzeit 1990 Das Mädchen aus dem Fahrstuhl (The Girl in the Lift)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2024