Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama Special

Ondes de choc – Journal de ma tête

Shock Waves – Diary of My Mind

 

Lionel Baier (Regisseur und Drehbuchautor Prénom: Mathieu), Ursina Lardi (Schauspielerin Prénom: Mathieu), Fanny Ardant (Schauspielerin Journal de ma tête), Ursula Meier (Regisseurin und Drehbuchautorin Journal de ma tête)

Moderation: Nikolaj Nikitin

Am 27. Februar 2009 begeht der Schüler Benjamin Feller eine Straftat, deren Hergang er vorher in einem Tagebucheintrag minutiös geschildert hat. Er fährt zur Post, um seine Aufzeichnungen an seine Lehrerin zu schicken, erschießt dann seine Eltern und stellt sich der Polizei. Die Lehrerin Esther Fontanel versucht, die Ereignisse im Rückblick zu verstehen. Als Adressatin der Niederschriften gerät sie immer mehr ins Visier der Polizei.
Ursula Meier nähert sich über ihre beiden Hauptfiguren behutsam einem schrecklichen Verbrechen, das in Rückblenden in den Kontext von Literatur und schulischer Kreativität gesetzt wird. Mit Kacey Mottet Klein, der Benjamin als unergründlichen und fragilen Jugendlichen anlegt, arbeitet Ursula Meier seit Home (2008) zusammen und widmete ihm sogar einen dokumentarischen Kurzfilm (Kacey Mottet Klein, Anfänge eines Schauspielers). Sein Spiel ist ebenso zärtlich wie das von Fanny Ardant, die die Lehrerin spielt. Als ungleiche Gegenüber umkreisen sich beide vorsichtig und unsicher in diesem filmischen Tanz der verletzten Seelen. Teil einer vierteiligen Reihe über reale Kriminalfälle.

von
Ursula Meier

Schweiz 2017

Französisch

70 Min · Farbe

Mit

Fanny Ardant (Esther Fontanel)
Kacey Mottet Klein (Benjamin Feller)
Jean-Philippe Ecoffey (Richter Mathieu)
Carlo Brandt (Psychiater Butler)
Stéphanie Blanchoud (Maître Rayet)
Jean-Quentin Châtelain (Pierre Feller)

Stab

Regie
Ursula Meier
Buch
Ursula Meier, Antoine Jaccoud
Kamera
Jeanne Lapoirie
Schnitt
Nelly Quettier
Ton
Patrick Becker
Produzenten
Lionel Baier, Agnieszka Ramu, Françoise Mayor
Co-Produktion
Arte, Straßburg
SRG SSR, Bern
Radio Télévision Suisse RTS, Genf

Biografie

Ursula Meier

Die französisch-schweizerische Filmemacherin studierte Film in Belgien. Sie begann ihre Karriere als Regisseurin mit erfolgreichen kurzen Spielfilmen und Dokumentarfilmen. Ihr Spielfilmdebüt Home hatte seine Premiere 2008 bei der Semaine de la Critique in Cannes, war 2009 für drei Césars nominiert und erhielt unter anderem den Schweizer Filmpreis für den besten Spielfilm. L’enfant d’en haut wurde auf der Berlinale 2012 mit dem Sonderpreis Silberner Bär ausgezeichnet. 2014 war sie am Omnibusfilm Bridges of Sarajevo beteiligt, der im Wettbewerb der Internationalen Filmfesspiele von Cannes gezeigt wurde.

Filmografie (Auswahl)

1994 Le songe d’Isaac (Isaac's Dream); Kurzfilm 1998 Des heures sans sommeil (Sleepless); Kurzfilm 2000 Autour de Pinget (About Pinget); Dokumentarfilm 2001 Tous à table (Table Manners); Kurzfilm 2002 Pas les flics, pas les noirs, pas les blancs (Not the Cops, not the Blacks, not the Whites); Dokumentarfilm 2008 Home 2012 L’enfant d’en haut (Sister); Wettbewerb 2014 Les Ponts de Sarajevo (Segment Silence Mujo) (Bridges of Sarajevo (segment Silence Mujo)) 2015 Kacey Mottet Klein, Naissance d’un acteur (Kacey Mottet Klein, Birth of an Actor); Kurzfilm, Generation 2017 Ondes de choc – Journal de ma tête (Shock Waves – Diary of My Mind); Panorama

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Bande à part Films