Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Shorts

Le Tigre de Tasmanie

The Tasmanian Tiger

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Ein Beutelwolf, auch tasmanischer Tiger genannt, wandert im Zoo auf und ab. Die Aufnahmen sind aus den Dreißigerjahren. 1936 ist dort der letzte tasmanische Tiger gestorben – Benjamin. Langsam schmilzt ein Gletscher, gewaltig, nicht zu stoppen. Alles ist Weiß. Auf das Eis folgt das Feuer, ein ausgebrochener Vulkan. Die Wälder brechen unter der Last der Lava zusammen, die sich über ihnen ausbreitet. Die Natur übersteigt die Bildränder und erfindet sich neu. Keatons Bilder orientieren sich an der Malerei der Romantik und des Symbolismus. Die Musik des französischen Bandkollektivs Les Marquises, angesiedelt zwischen Neofolk und Industrial, unterstreicht die der Zerstörung inhärente Chance auf etwas Neues: dunkel, finster, treibend, eigen und fantastisch. Kann sich, muss sich die Natur selbst ermächtigen, um ihrer Auslöschung zuvorzukommen?
Maike Mia Höhne

von
Vergine Keaton

Frankreich 2018

Ohne Dialog

14 Min · Farbe

Weltpremiere

Stab

Regie
Vergine Keaton
Schnitt
Vergine Keaton
Producer
Ron Dyens
Animation
Rosalie Loncin
Mischung
Lionel Guenoun, François Clos
Musik
Martin Duru, Jean-Sébastien Nouveau

Biografie

Vergine Keaton

Geboren 1981 in Lyon. Sie studierte Grafikdesign und Film. Ihr erster kurzer Animationsfilm Je criais contre la vie. Ou pour elle (2007) wurde auf unzähligen Festivals gezeigt, so auch in Cannes in der ACID-Auswahl. Das Nachfolgeprojekt Marzevan lief auf dem Festival Les Sommets du cinéma d’animation in Montreal, in Belo Horizonte, Animanima und Riverside.

Filmografie (Kurzfilme)

2009 Je criais contre la vie. Ou pour elle 2015 Marzevan 2018 Le Tigre de Tasmanie (The Tasmanian Tiger)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Sacrebleu Productions

Weltvertrieb

Sacrebleu Productions