Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Special Ehrung

An Englishman in New York

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Zweimal verkörperte John Hurt den britischen Exzentriker Quentin Crisp: 1975 in Jack Golds legendärer TV-Produktion The Naked Civil Servant nach der gleichnamigen Autobiografie von Großbritanniens berühmtestem Homosexuellen, in der der sein Leben in der Anonymität schildert und die ihn über Nacht berühmt machte, und 34 Jahre später in An Englishman in New York, der von den Jahren des Ruhms erzählt.
1981 erhält Quentin Crisp ein Engagement in New York. Seine Agentin Connie Clausen sorgt dafür, dass er eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis als „Resident Alien“ erhält und mit seiner One-Man-Show „How to Be Happy“ regelmäßig auftreten kann. Schon bald sind seine Auftritte mehr als ein Geheimtipp. Als Connie ihn mit Phillip Steele bekannt macht, dem Herausgeber des Magazins „The Village Voice“, und die beiden Männer sich miteinander anfreunden, kann Crisp, ein begeisterter Partygänger und fleißiger Premierenbesucher, seinen flamboyanten Stil und scharfzüngigen Witz auch in Kritiken und Kolumnen unter die Leute bringen. Doch mit der unbedachten Interviewäußerung, Aids sei nur eine „Modewelle“, macht er sich auch Feinde in der schwulen Community New Yorks; zwischen ihm und Steele kommt es darüber sogar zum Bruch. Ein enges Verhältnis verbindet ihn in der Folgezeit mit dem jungen Künstler Patrick Angus. Als dieser an Aids erkrankt und schließlich stirbt, kann Crisp Steele überzeugen, dessen Bilder in der „Village Voice“ zu drucken. So kommt es zu einer erneuten Annäherung zwischen den beiden, die auch Bestand hat, als Crisp von der Performancekünstlerin Penny Arcade einem neuen, jungen, hippen Publikum vorgestellt wird, das ihn noch im hohen Alter von 90 Jahren als Stil-Ikone verehrt.

von
Richard Laxton

Großbritannien / USA 2009

Englisch

74 Min · Farbe · Digital Betacam

Mit

John Hurt (Quentin Crisp)
Denis O'Hare (Phillip Steele)
Jonathan Tucker (Patrick Angus)
Swoozie Kurtz (Connie Clausen)
Cynthia Nixon (Penny Arcade)
Richard Joseph Paul (Larry Speakes)
Silver Bramham (Orlando)
Andrew Halliday (Moderator)
Peter Simon Hilton (Agent)
Ted Koch (Einwanderungsbeamter)
Craig "muMs" Grant (DJ)
Blake Hammond (Gastgeber)
Jeff Applegate (Journalist)

Stab

Regie
Richard Laxton
Buch
Brian Fillis
Kamera
Yaron Orbach
Schnitt
Peter H. Oliver
Ton
Tim Elder
Musik
Paul Englishby
Production Design
Elizabeth Mickle
Art Director
Mike Ahern
Requisite
Jeremy L Balon
Kostüm
Joey Attawia
Maske
Joan Hills, Cyndie Lou Boehm, Anita Gibson
Regieassistenz
Michael Meador
Casting
Sig De Miguel, Steven Vincent
Herstellungsleitung
Lucy Cooper
Production Managers
Nicola Westerman, Jeremy Campbell
Aufnahmeleitung
Michele Baker
Produzentin
Amanda Jenks
Executive Producers
Susie Field, James Burstall, Joey Attawia
Co-Produzenten
Linda Moran, Rene Bastian
Co-Produktion
Belladonna Productions, New York

Biografie

Richard Laxton

Geboren am 1967 in London. Er arbeitete für das Fernsehen und drehte zahlreiche TV-Episoden und -Filme, von denen viele für einen BAFTA waren, ehe er 2006 mit Life & Lyrics seinen ersten Spielfilm realisierte. An Englishman In New York feierte 2009 bei der Berlinale in der Sektion Panorama Premiere.

Filmografie

1992 I Bet It Will Rain; Kurzfilm 1993 The Riff Raff Element; TV-Serie, 2 Folgen 1994 Band of Gold; TV-Serie 1995 Out of the Blue; TV-Serie 1996 Mccallum; TV-Serie, 2 Folgen 1997 A Wing And A Prayer; TV-Serie, 6 Folgen · Invasion Earth; TV-Serie, 3 Folgen 1999 Life Support; TV-Serie, 3 Folgen 2000 Border Cafe; TV-Serie 2001 A Great Deliverance; TV-Film 2002 Inspector Lynley Mysteries; TV-Serie, 3 Folgen 2003 Hearts of Gold; TV-Film · Sea of Souls; TV-Film 2004 Bodies; TV-Serie · Outlaws; TV-Serie 2005 The Ghost Squad; TV-Serie, 4 Folgen 2006 Life & Lyrics · Grow Your Own 2007 Free Agents · Hancock & Joan; TV-Film 2009 An Englishman in New York 2014 Effi Gray

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2017

Produktion

Leopardrama