Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Berlinale Classics

Annie Hall

Der Stadtneurotiker

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Alvy Singer, New Yorker Komiker jüdischer Herkunft und seit 15 Jahren Dauergast auf der Psychiatercouch, lässt seine Beziehung mit der Sängerin Annie Hall Revue passieren. Rückblenden offenbaren seine als traumatisch empfundene Kindheit – kein Wunder, dass aus dem hochbegabten und frühreifen Kind nach einer Laufbahn als besserer Pausenclown und zwei gescheiterten Ehen ein Mann in der Midlife-Crisis geworden ist. In der »polymorph perversen« Annie Hall findet er einen charmant-verkorksten Widerpart. Schade nur, dass die cineastischen, kulinarischen, literarischen, erotischen und sozialen Bedürfnisse der beiden immer öfter divergieren … In locker gefügten Szenen voller Gags und Pointen schuf Woody Allen mit seiner Partnerin Diane Keaton ein vermeintliches Selbstporträt, in dem sich das gebildete Kinopublikum überall auf der Welt wiedererkennen konnte. Mit seinen modernen Verfremdungseffekten wie Split-Screen-Szenen, Einspielern aus TV-Shows und Comic-Strips ist der Film auch formal ein Brillantfeuerwerk. Vier Oscars konnte Annie Hall ergattern. Nur als Schauspieler ging Woody, der Unglücksrabe, leer aus. – Weltpremiere der digital restaurierten Fassung im Vorführformat 4K DCP.

von
Woody Allen

USA 1977

Englisch

93 Min · Farbe · 4K DCP

Digital restaurierte Fassung 2017

Altersfreigabe FSK 6

Mit

Woody Allen
Diane Keaton
Tony Roberts
Carol Kane
Paul Simon
Shelley Duvall
Janet Margolin
Christopher Walken

Stab

Regie
Woody Allen
Buch
Woody Allen, Marshall Brickman
Kamera
Gordon Willis
Schnitt
Ralph Rosenblum
Ton
James Sabat
Art Director
Mel Bourne
Kostüm
Ruth Morley
Maske
Fern Buchner
Produzent
Charles H. Joffe

Produktion

United Artists
New York, USA

DCP: Park Circus, Glasgow