Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Hommage

Sweet Sixteen

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Liams Mutter ist in Haft, am 16. Geburtstag ihres Sohnes soll sie entlassen werden. Um sie dann aber vor dem weiteren Einfluss seines kriminellen Stiefvaters Stan zu bewahren, stiehlt der Junge diesem eine Lieferung Heroin. Mit ihm will er den Ankauf eines Wohnwagens für seine Mutter, seine Schwester Chantelle und sich selbst finanzieren. Und tatsächlich verlaufen Liams Geschäfte derart erfolgreich, dass der Großdealer Douglas auf ihn und seinen drogensüchtigen Kumpel Pinball aufmerksam wird, Liams Loyalität seinem unberechenbarem Freund gegenüber bald aber schon auf eine harte Probe stellt ... Vor dem Hintergrund der von der Werftenkrise schwer getroffenen schottischen Hafenstadt Greenock beleuchtet Ken Loach in seinem Adoleszenz-Drama eine Schattenwirtschaft des Drogenhandels, die nahezu alle Sozialkontakte unterminiert. Aus der regionalen Kenntnis des Autors Paul Laverty entwickelt und mit Laiendarstellern besetzt, entwirft der Film einen jugendlichen Charakter, der alle Regeln eines selbständigen Unternehmertums zusehends rüder befolgt und am Ende doch als Verlierer dasteht. Wegen seines rabiaten Jugendslangs wurde Sweet Sixteen in Großbritannien erst ab 18 Jahren freigegeben.

Großbritannien / Deutschland / Spanien 2002, 106 Min

von

Ken Loach

mit

Martin Compston
William Ruane
Annmarie Fulton