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La Paz

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Liso, ein junger Mann aus der gehobenen Mittelschicht, ist aus der Psychiatrie entlassen worden. Er lebt bei seinen Eltern und wird von ihnen wie ein Kind behandelt. Die Versuche, seine früheren Beziehungen wiederaufleben zu lassen, scheitern. Rückhalt geben ihm allein seine Freundschaft zu Sonia, dem bolivianischen Hausmädchen, und die Besuche bei seiner Großmutter.
Immer wieder tritt Santiago Loza mit seiner Kamera einen Schritt zurück. Er gibt jeder Szene die Zeit und den Raum, in dem sich Atmosphäre, Tonlage, filmische Textur entwickeln können. In den Räumen der Villa beobachtet der Zuschauer eine Familie, die zwar unter einem Dach und dennoch aneinander vorbei wohnt. Er schaut dabei zu, wie Liso ganz ohne Worte, nur mit Gesten und Blicken, eine Beziehung zu Sonia aufbaut. Wenn man dieser wiederum bei ihren Gängen durch das weitläufige Haus folgt, erlebt man die Einsamkeit einer Frau, die einer anderen Klasse angehört. Es sind solche präzise skizzierten Momentaufnahmen, die den Zuschauer an einem Leben teilhaben lassen, das aus dem Takt geraten ist. So geht alles, auch die Freude bei der gemeinsamen Motorradfahrt mit der Großmutter, auf den Betrachter über.

Argentinien 2013, 73 Min

von

Santiago Loza

mit

Lisandro Rodriguez
Andrea Strenitz
Fidelia Batallanos Michel
Ricardo Felix

Weltvertrieb

FiGa Films, LLC.