Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama

Majki

Mothers

Mütter

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Ein Film-Triptychon aus Mazedonien. Der erste Teil porträtiert zwei neunjährige Mädchen, die ihren Handys verfallen sind. Sie gehen zur Polizei und behaupten, sie hätten einen Exhibitionisten gesehen. Teil zwei erzählt die Geschichte von jungen Dokumentarfilmern, die einen Film über die letzten beiden Einwohner eines abgelegenen Dorfes drehen – ein Bruder und eine Schwester, die seit 16 Jahren nicht mehr miteinander gesprochen haben. Der dritte Teil beschäftigt sich mit dem Bösen aus der Nachbarschaft: Mehrere ältere Frauen, alle Mütter, wurden vergewaltigt und ermordet. Ein Journalist schreibt über die Verbrechen und wird später verhaftet.
Was verbindet diese drei Geschichten? Etwas, was als reine Fiktion beginnt, entwickelt sich im Laufe des Films zu einer Dokumentation. MAJKI ist kein Film über Wahrheit, sondern über die Eigenschaften von Wahrheiten. Milcho Manchevski: „Alle drei Geschichten in diesem Film sind wahr. Sie basieren nicht nur auf wahren Begebenheiten, sondern sie folgen den Handlungen und geben Ereignisse und Gespräche wortwörtlich wieder. Eine der drei Geschichten ist eine Dokumentation, trotzdem wissen wir nicht, was in der Realität passiert. Eher noch ist die Wahrheit hier schwer greifbar, verwirrend. In einer strukturalistischen Tradition wird die Form des Films MAJKI (zwei Teile Fiktion, ein Teil Dokumentation) ein Teil der Botschaft. Ein Schriftsteller sagte einmal: ,Natürlich ist die Realität seltsamer als Fiktion. Fiktion muss einen Sinn ergeben.‘“ Produktionsmitteilung

Mazedonien / Frankreich / Bulgarien 2010, 123 Min

von

Milcho Manchevski

mit

Ana Stojanovska
Vladimir Jacev
Dimitar Gjorgjievski

Weltvertrieb

Rendez-Vous Pictures