Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Generation

Sebbe

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Sebbe ist ein Tüftler. Der Junge ist 15 und lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter zusammen in einer Wohnung, die eigentlich viel zu klein für die beiden ist. So bleibt es nicht aus, dass es gelegentlich zu Reibereien zwischen Mutter und Sohn kommt. An seinen Vater kann sich Sebbe nur noch sehr undeutlich erinnern, seine Mutter Eva dafür umso mehr, denn Sebbe sieht seinem Vater sehr ähnlich, und so erinnert der Sohn sie stets an ihren Freund von früher. Doch auch aus Sebbes Leben ist der Vater noch nicht ganz verschwunden: Manchmal erscheint er dem Jungen im Traum, und dann unterhalten sich die beiden.
Sebbes Leben ist nicht gerade einfach. Die Mutter muss häufig zur Nachtschicht, und wenn sie dann morgens müde nach Hause kommt, ist sie häufig schnell genervt. Dann fliegen auch schon mal die Fetzen – oder sogar Gegenstände aus dem Fenster! In der Schule ist es auch nicht viel besser. Dort wird Sebbe das Opfer tätlicher Übergriffe. Kein Wunder also, dass der Junge ganz gern mal allein ist und sich unbeobachtet auf dem Schrottplatz herumtreibt. Dort macht ihm keiner was vor und keiner redet ihm rein. Hier kann er die tollsten Schrottteile finden und nach Herzenslust zusammenschrauben. Hier kann er sich abreagieren! Und am besten ist es, wenn die Sachen auch noch explodieren!
Eine Bombe zu bauen, war allerdings nicht seine Absicht. Das ist ihm einfach so passiert …

Schweden 2010, 79 Min

von

Babak Najafi

mit

Sebastian Hiort af Ornäs
Eva Melander
Kenny Wåhlbrink