Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Generation

Ciao bella

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CIAO BELLA

Mustafa ist 16 – also in einem Alter, in dem die Hormone schon mal verrückt- spielen. Umso mehr empfindet Mustafa es als einen Makel, dass er noch immer eine männliche Jungfrau ist. Unter Umständen könnte dies auch an seiner Herkunft liegen. Der smarte, dunkelhaarige und braunäugige Junge wird von den Mädchen in der Nachbarschaft nicht für ganz voll genommen. Sie finden ihn „für einen Türken zwar recht nett“ und sind wohl auch mit ihm befreundet, mehr aber nicht. Mustafas Aussichten sind also schlecht – bis in seiner Heimatstadt Göteborg ein großes Fußballturnier internationaler Schülermannschaften stattfindet, an dem auch Mustafa mit einem Team teilnimmt. Denn beim Einchecken der Mannschaften in die Quartiere kommt es zu einer folgenschweren Verwechslung: Mustafa gerät in die Reihen eines Teams aus Italien. Er findet rasch Gefallen an diesem Irrtum – und in dem italienischen Jung-Casanova Enrico einen Freund, der ihn nur allzu gern in die Geheimnisse eines erfolgreich zur Schau gestellten „Machismo“ einführt. So wird aus Mustafa binnen kurzem Massimo – und ein von den schwedischen Mädchen angehimmelter Latin Lover.
Von einem wie ihm hat Linnéa schon länger geträumt, einem gutaussehenden Jungen mit Sinn für Stil und mit gepflegten Manieren. Und tatsächlich gelingt Massimo, was Mustafa nie geschafft hätte: Er kann sie verführen. Doch Linnéa hat bisher verschwiegen, dass sie schwanger ist, was dem heiter-chao­tischen Rollenspiel Mustafas ein Ende setzt.

Schweden 2007, 86 Min

von

Mani Maserrat-Agah

mit

Chanelle Lindell
Poyan Karimi
Oliver Ingrosso
Fredrika Tham
Jimmy Lindström