Der Film erzählt vom nicht enden wollenden Abschied zwischen dem 17-jährigen Gerardo und seinem Geliebten Bruno. Nach der Trennung streift Gerardo durch die Straßen, verfolgt von Bildern und Körpern, die ihn nur an Bruno denken lassen. Feuchte Träume, onanistische Fantasien und kurze sexuelle Begegnungen mit Fremden können seinen Schmerz nicht lindern. Nach Brunos Verschwinden greift Gerardo nach den Überresten ihrer toten Liebe, doch sie rinnen ihm durch die Finger. Gerardos Schmerz lässt ihm die Sinne schwinden. Die Sorgen anderer um ihn ignoriert er. Es gelingt seinen Freund*innen nicht, zu ihm durchzudringen. Ein zerstörerischer sexueller Impuls löst eine Suche aus, die seine Identität und sein emotionalen Ressourcen verändert. Der Film ist eine unruhige Reflexion verzweifelter Gesten, mit denen jede Figur einen Turm der Einsamkeit für sich errichtet. Auch Gerardo hofft, in einem solchen Turm sein Verlangen nach Bruno vor der harten Realität zu retten. In Gerardos Vision werden die Straßen zu Mikrowelten, bevölkert von Brunos Doppelgängern, die wie Tränen immer wieder verschwinden und unter endlosem Himmel die Sehnsucht nach Liebe hinterlassen.