2026 | TEDDY 40
TEDDY 40: Ein queeres filmisches Vermächtnis
Fotos aus 40 Jahren TEDDY
Todd Haynes
Der US-amerikanische Regisseur mit seinem ersten TEDDY, den er 1991 für Poison erhielt. 2025 wurde er mit dem SPECIAL TEDDY AWARD geehrt.
TEDDY 40
© Erika Rabau
Manfred Salzgeber, Isaac Julien
Der Begründer des Panorama mit dem britischen Künstler 1994.
TEDDY 40
© Erika Rabau
Rosa von Praunheim (links)
Der 2025 verstorbene Regisseur war Stammgast bei den Preisverleihungen.
TEDDY 40
© Erika Rabau
François Ozon
Der französische Regisseur wurde 2000 für seinen Film Gouttes d'eau sur pierres brulantes mit dem TEDDY AWARD BESTER SPIELFILM ausgezeichnet.
TEDDY 40
© Erika Rabau
Li Tao
Showeinlage 2003.
TEDDY 40
Nina Hagen
Bei den TEDDY AWARDS 2006.
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Javier Bardem
Der Schauspieler bei den TEDDY AWARDS 2007.
TEDDY 40
Tanzende Gäste während der TEDDY AWARDS 2007
TEDDY 40
Gloria
Bei der Preisverleihung 2009.
TEDDY 40
Wieland Speck
Der ehemalige Sektionsleiter des Panorama bei den TEDDY AWARDS 2011.
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Njoki Ngumi, Jim Chuchu
2015: Gemeinsam haben sie das Drehbuch zu Stories of Our Lives geschrieben, nun halten sie den TEDDY JURY AWARD in Händen.
TEDDY 40
Christine Vachon
Die amerikanische Produzentin wurde 2016 mit dem SPECIAL TEDDY AWARD ausgezeichnet.
TEDDY 40
TEDDY-Gewinner 2016
TEDDY 40
Die Trophäe
TEDDY AWARD für den Besten Kurzfilm 2016: Moms on Fire von Joanna Rytel.
TEDDY 40
TEDDY-Gewinner 2017
TEDDY 40
Linn da Quebrada
Bei der Preisverleihung 2018.
TEDDY 40
TEDDY-Gewinner 2018
TEDDY 40
Michael Stütz, Paz Lázaro
Zusammen bildeten sie 2019 das Leitungsduo des Panorama.
TEDDY 40
Wieland Speck (in der Mitte)
Gruppenumarmung für den ehemaligen Sektionsleiter des Panorama und Mitbegründer des TEDDY AWARD 2019.
TEDDY 40
Queer Industry Reception 2025
TEDDY 40
TEDDY-Gewinner 2020
TEDDY 40
TEDDY-Gewinner und -Jury 2021
TEDDY 40
TEDDY-Gewinner 2023
TEDDY 40
Filmteam
All Shall Be Well von Ray Yeung wurde 2024 als Bester Spielfilm ausgezeichnet.
TEDDY 40
2025: Die TEDDY AWARD-Gewinner
TEDDY 40
TEDDY Directors Exchange im HUB75
TEDDY 40
Tricia Tuttle, Michael Stütz
2025: Die Berlinale-Intendantin und der Sektionsleiter des Panorama / Co-Direktor Film Programming auf der Bühne am Abend der Preisverleihung.
TEDDY 40
Mariybu
Sängerin Mariybu bei der Preisverleihung 2025.
TEDDY 40
Die TEDDY-Gemeinschaft würdigen
„Ohne die Berliner Community, das Publikum, würde der TEDDY heute so nicht existieren. Ihr wart, seid und bleibt unsere unerlässlichen Verbündeten und Unterstützer*innen. Geschichten im Kino mit dem Publikum zu teilen bleibt unsere zentrale Leidenschaft. Jeder Film birgt das bemerkenswerte Potenzial, im Kino sowohl individuell als auch gemeinschaftlich erlebt zu werden – und dazu anzuregen, weiterzudenken, zu schreiben und miteinander ins Gespräch zu kommen. Während wir uns durch Zeit und Raum bewegen, um das 40-jährige Jubiläum des TEDDY zu feiern, sprechen wir allen unseren herzlichsten Dank aus, die über die Jahre so viel beigetragen haben.“
Michael Stütz, Co-Direktor Film Programming und Leiter des Panorama
Teil des TEDDY 40-Programms: Una mujer fantástica von Sebastián Lelio
Konstellationen queerer Erinnerung
In Zusammenarbeit mit allen Sektionen der Berlinale haben die Kurator*innen ein besonderes Programm aus acht Langfilmen und sechs Kurzfilmen zusammengestellt, die während des Festivals im Zoo Palast und in der Deutschen Kinemathek (E-Werk) laufen werden. Die Auswahl umfasst Werke aus der Zeit vor der Entstehung des TEDDY AWARDs ebenso wie jüngere Meilensteine und zeigt, wie stark und organisch das queere Kino über die Jahre Identität und Entwicklung der einzelnen Berlinale-Sektionen mitgeformt hat.
Was zunächst wie eine unkomplizierte Aufgabe erschien – jede Sektion sollte einen Langfilm, einen Kurzfilm oder beides auswählen – entpuppte sich rasch als alles andere als einfach. Angesichts der weitreichenden Geschichte des queeren Filmschaffens, das im Festival präsentiert und vom TEDDY ausgezeichnet wurde, sahen sich die Kurator*innen mit einer unerwartet komplexen Herausforderung konfrontiert: jene eine, oder in manchen Fällen zwei, drei oder vier Arbeiten zu finden, die die Jahre sinnvoll überbrücken, den Geist ihrer Sektion verkörpern und zugleich von der Entwicklung des TEDDY erzählen könnten. Bei 225 TEDDY-Auszeichnungen in 40 Jahren und über 1.000 queeren Filmen, die seit 2001 im Programm liefen, wurde die Reise durch das Archiv – um die Divinyls zu zitieren – zu einem schmalen Grat zwischen Lust und Schmerz.
Das nun entstandene Programm spiegelt nicht nur jene Filme wider, die einst das Bedürfnis nach einem eigenen queeren Filmpreis sichtbar machten, sondern auch jene, die seither über das Festival hinausgewachsen sind, Debatten geprägt, kulturelle Landschaften verändert und dringend notwendige Gespräche weltweit angestoßen haben. Ihre Kraft, ihre Freude und ihr tiefgreifender Einfluss auf das Publikum sind unübersehbar. Gemeinsam bilden sie die Konstellation queerer Erinnerung, die wir mit Ihnen teilen möchten.
Queer Academy 2025
Sei immer wild im Herzen
Seit 1992 offiziell als unabhängiger Preis der Berlinale anerkannt, entwickelt sich der TEDDY AWARD kontinuierlich weiter und trägt dazu bei, queeres Kino im internationalen Kontext sichtbarer zu machen. In Zusammenarbeit mit dem European Film Market, Berlinale Talents und verschiedenen intersektionalen Austauschformaten für Regisseur*innen entstehen Jahr für Jahr neue Möglichkeiten für queere Filmschaffende. Zugleich wird die zentrale Rolle des queeren Kinos in der Festivallandschaft weiter gefestigt.
Zum 40. Jubiläum präsentiert die Berlinale WILD AT HEART, eine Gesprächsreihe in der Deutschen Kinemathek (E-Werk) und im silent green, entwickelt in Kooperation mit Poligonal, die die Geschichte des TEDDY AWARDs und seine weitreichende Wirkung dokumentieren soll. Über fünf Tage kommen TEDDY-Preisträger*innen, ehemalige Jurymitglieder, Branchenexpert*innen und prägende Wegbegleiter*innen zusammen, um den TEDDY als politischen Raum, als Safer Space und als Ort für Gemeinschaft und Aktivismus zu beleuchten.
Diese Gespräche ergänzen die laufenden Formate der Queer Academy, die auch in diesem Jahr eine Reihe Directors’ Exchanges im Berlinale HUB, die TEDDY Talents Talks in Zusammenarbeit mit Berlinale Talents, das Panel „Queer Creations“ sowie das jährliche Speedy Pitching Event für queere Filmschaffende in Kooperation mit dem European Film Market veranstaltet. Abgerundet wird dieses Programm durch die traditionelle Queer Industry Reception – jene Veranstaltung, die 1987 den Ausgangspunkt für den TEDDY AWARD bildete.
Horst Benzrath, Wieland Speck und Manfred Salzgeber 1984
Wieder zusammen
„Als Panorama 1980 startete, gab es nur wenige queere Filme. Mitbegründer Manfred Salzgeber brachte sie nach Berlin und gab ihnen eine Bühne. Das zog Filmemacher*innen an und schon 1987 war der Anteil starker queerer Filme im Gesamtprogramm hoch genug für einen eigenen Preis – den TEDDY AWARD. Seine Aufgabe: queere Filme in den Fokus einer gleichgültigen Mehrheit zu rücken, deren Homophobie sich in Marginalisierung ausdrückte. Aber Film lebt von Aufmerksamkeit – und wir erzeugten sie.
Ein zweiter Grund: die Vernetzung globaler queerer Film- und Festivalmacher*innen und gemeinsam mit dem Berliner Publikum jene Werke zu feiern, die hier die Leinwand der Welt erblicken. Für die Preisverleihung nahmen wir uns vor, berühmte Veranstaltungsorte zu queeren, von Metropol bis Flughafen Tempelhof, vom Haus der Kulturen der Welt bis zur Volksbühne, wo wir heute noch sind.
Nach vielen gloriosen und ermüdenden Phasen können wir, 40 Jahre später, sagen: ja, viel hat sich verbessert, an vielen Orten der Welt – und doch stellen wir fest, dass es sowas wie einen safe space nicht gibt. Mit dieser Erkenntnis rufen wir die alte Tugend Solidarität auf! Sie führte uns durch wesentlich dunklere Jahrzehnte und heute brauchen wir sie wieder, um uns gegen die rechte Welle zu behaupten, die uns das Erreichte nehmen will – wir werden nicht weichen.“
Wieland Speck (2025), Wieland Speck begann bereits 1982 als Assistent von Manfred Salzgeber im Panorama zu arbeiten, von 1992 bis 2017 leitete er dann die Sektion.
Die TEDDY AWARDS
Die 40. TEDDY-Award-Verleihung findet am Freitag, den 20. Februar, um 20:30 Uhr in der Volksbühne Berlin statt. Tickets sind auf der Website des TEDDY AWARD erhältlich.