<em class="film">Mondial 2010</em> setzt sich mit institutionellen Grenzen im heutigen Mittleren Osten auseinander. Video wird hier als Mittel eingesetzt, mit dessen Hilfe Grenzen überwunden werden können, die Menschen gegen ihren Willen aufgezwungen wurden. Die Route, auf der sich dieser Reisefilm bewegt, ist eigentlich unpassierbar. Im Mittelpunkt der Geschichte: zwei männliche Liebende an einem Ort, an dem Homosexualität als schwere Straftat geahndet wird. <em class="film">Mondial 2010</em> wurde mit einer kleinen Handkamera gedreht und bedient sich der Ästhetik des Reisevideotagebuchs. Der Film normalisiert das Unnormale und schafft dadurch sein eigenes Universum an Möglichkeiten. Er wendet sich von der üblichen passiven Darstellung des Israel-Palästina-Konflikts ab, in der Opfer/Täter stets im Vordergrund der produzierten Bilderwelt stehen. Dieser Film gleitet unbeeindruckt über den Konflikt hinweg.