Zusätzliches

13.10.2022
Berlinale 2023: „Let’s Get Together”

Salma Hayek und Elle Fanning auf dem Roten Teppich während der Berlinale 2020.

Nach einem international fulminanten Festivalsommer, der Stars und Fans wie auch die Branche wieder zusammen feiern ließ, freut sich die Berlinale nach zwei pandemiebedingten Ausnahmejahren auf eine Präsenzveranstaltung im Februar 2023.

Die 73. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 16. bis 26. Februar 2023 statt, auch die Branchenaktivitäten des European Film Market (EFM, 16.–22.02.2023), des Berlinale Co-Production Market (18.-22.02.2023) sowie von Berlinale Talents (18.-23.02.2023) und dem World Cinema Fund setzen auf Präsenz.

Nach wie vor überschattet der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine die Welt. Die Berlinale hat, wie weltweit zahlreiche Kulturinstitutionen, ihre Solidarität mit der Ukraine bekundet.

„Filmfestivals sind Orte, an denen die Meinungsfreiheit, die Freiheit der Kunst und der friedliche Dialog gestärkt werden. Angesichts des andauernden Angriffskrieges auf die Ukraine und der mutigen Proteste und Befreiungskämpfe im Iran möchte die Berlinale 2023 ganz besonders für diese demokratischen Werte stehen und an die weltweiten Opfer von Krieg, Zerstörung und Unterdrückung erinnern. Als Publikumsfestival steht die Berlinale für vielfältige Teilhabe. Begegnungen, gemeinsame Filmerlebnisse und Raum für künstlerische Reflexion sollen 2023 wieder ein sichtbares Zeichen für gelebte Kinokultur setzen”, sagt das Berlinale-Leitungsduo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian.

Berlinale startet Berlinale Series Award

Neue Kooperationen bereichern das Serien-Segment – sowohl beim Festival als auch beim Berlinale Series Market. Im Programm von Berlinale Series wird das Festival künftig einen Preis für die beste Serienproduktion vergeben. Eine dreiköpfige Jury entscheidet über den Berlinale Series Award, der dank der Kooperation mit der US-amerikanischen Branchen-Publikation „Deadline“ ins Leben gerufen werden konnte. „Deadline“ wird zudem Partner des Berlinale Series Market des EFM.

„Während Filme inzwischen immer häufiger auf verschiedenen Geräten angeschaut werden, war die Berlinale eines der ersten Filmfestivals, das Serien als kollektives Erlebnis auf der großen Leinwand gezeigt hat. Dank der Kooperation mit ‚Deadline‘ machen wir nun einen weiteren Schritt. Dieser Preis ist der erste dieser Art bei einem A-Festival und er wird sicher dazu beitragen, den künstlerischen Wert einer Form hervorzuheben, die die Art und Weise, wie Geschichten erzählt werden können, nachhaltig beeinflusst hat”, so der Künstlerische Leiter Carlo Chatrian.

Berlinale Pro* - Where Cinema Culture and Industry Meet

Der European Film Market, der Berlinale Co-Production Market und die Initiativen Berlinale Talents und World Cinema Fund nutzen unter Erhaltung ihrer eigenständigen Profile künftig das Label Berlinale Pro* zur Bündelung von Branchenangeboten innerhalb der Berlinale. Der dazugehörige Slogan ist Programm: Where Cinema Culture and Industry meet.

Kollaboratives Arbeiten zeichnete schon bisher die Aktivitäten der vier Berlinale Pro*-Bereiche aus. Synergien sollen nun weiterentwickelt werden, um die Angebote an die Kreativen und die Branche noch effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Berlinale Pro* steht schon jetzt für „Full Service“ - mit Angeboten zu Talentförderung, Netzwerkbildung, Projektentwicklung, Beratung, Ko-Produktion, Finanzierung, Audience Development, Vermarktung, Vertrieb und Diskurs. Mit Berlinale Pro* stärkt die Berlinale ihre Position als internationale Akteurin der gesamten Filmwertschöpfungskette und schafft eine ganzheitliche Branchenplattform für Innovation und nachhaltigen Wandel. Dieses integrative Modell bietet Filmschaffenden und Industry-Vertreter*innen den jeweils zu ihrem Projekt- und Entwicklungsstatus und ihrem professionellen Level passenden Einstieg in das Berlinale-Universum. Ausdifferenziert in seine jeweiligen Angebote, setzt sich Berlinale Pro* mit einem gemeinsamen Themenkanon noch einmal stärker für Teilhabe und eine inklusivere und nachhaltige Filmbranche ein.

Das Festival und Berlinale Pro* verbindet eine übergeordnete Nachhaltigkeitskultur, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN orientiert. Die Umweltschutzmaßnahmen des ganzjährigen Berlinale-Bürobetriebs werden bereits seit 2013 jährlich validiert und sind mit dem europäischen Umweltzertifikat EMAS ausgezeichnet. In der Gestaltung des Festivals wurden bereits seit 2011 zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit voranzubringen.


Presseabteilung
13. Oktober 2022