Varda par Agnès

Varda by Agnès
Agnès Varda nimmt auf einer Theaterbühne Platz. Die gelernte Fotografin, Installationskünstlerin und Wegbereiterin der Nouvelle Vague ist eine Institution des französischen Kinos und Kämpferin gegen alles Institutionelle im Denken. Sie gibt Einblicke in ihr Schaffen und illustriert, eher assoziativ als chronologisch, künstlerische Visionen und Ideen mit Ausschnitten aus ihrem Werk. Ihre lebendigen, anekdotenreichen und klugen Lektionen unterteilt sie in zwei Abschnitte: In ihren Ausführungen zur „analogen Zeit“ von 1954 bis 2000 steht die Regisseurin im Vordergrund. Eine junge Frau, die auszog, das Kino neu zu erfinden, und auch im Fiktionalen immer offen für den Zufall, für dokumentarische Momente ist. Die mit jedem neuen Film auch ihren Erzählstil wechselt. Im zweiten Teil befasst sich Agnès Varda mit den Jahren von 2000 bis 2018 und zeigt, wie sie die digitale Technik nutzt, um in ihrer ganz eigenen Art auf die Welt zu blicken.
Vor und hinter der Kamera erweist sich Agnès Varda als visuelle Geschichtenerzählerin fern von allen Konventionen und vorgegebenen Dramaturgien. Gemeinsam mit einigen Weggefährten nimmt sie die Zuschauer mit auf eine Reise durch unorthodoxe Bilderwelten.
von Agnès Varda Frankreich 2018 Französisch 115’ Farbe Dokumentarische Form

Stab

Regie, Buch Agnès Varda
1. Teil in Co-Regie mit Didier Rouget
Kamera François Décréau, Claire Duguet, Julia Fabry
Montage Agnès Varda, Nicolas Longinotti
Ton David Chaulier, Alan Savary
Regieassistenz Julia Fabry
Production Manager Cecilia Rose
Produzent*in Rosalie Varda
Ausführende*r Produzent*in Rosalie Varda
Koproduzent*innen Dany Boon, Joey Faré
Koproduktion Arte France Issy les Moulineaux
HBB26 Paris
Scarlett Productions Paris

Weltvertrieb

Produktion

Ciné-tamaris

Agnès Varda

Geboren 1928 in Ixelles bei Brüssel, aufgewachsen im südfranzösischen Sète. Sie studierte Literatur, Psychologie, Kunstgeschichte und Philosophie an der Sorbonne und an der École du Louvre in Paris und absolvierte anschließend eine Ausbildung zur Fotografin. Danach arbeitete sie als Theaterfotografin und als Fotoreporterin. 1955 realisierte sie als Autodidaktin ihr selbst produziertes Spielfilmdebüt, La Pointe Courte, das ihr den Ruf als Großmutter der Nouvelle Vague eintrug. 2003 begann sie eine weitere Karriere als bildende Künstlerin und zeigte ihre Werke auf der Biennale in Venedig.

Filmografie (Auswahl)

1954 La pointe courte 1961 Cléo de 5 à 7 1964 Le bonheur (Happiness) 1966 Les créatures 1969 Lions Love (... and Lies) 1970 Nausicaa (Disappeared) 1975 Daguerréotypes 1976 L’une chante, l’autre pas (One Sings the Other Doesn't) 1980 Mur murs 1981 Documenteur 1985 Sans toit ni loi (Vagabond) 1987 Jane B. par Agnes V. · Kung-Fu Master 1990 Jacquot de Nantes 1992 Les demoiselles ont eu 25 ans 1994 Les cent et une nuits (One Hundred and One Nights) 1995 L’univers de Jacques Demy 2000 Les glaneurs et la glaneuse 2002 Deux ans après 2008 Les plages d’Agnès (The Beaches of Agnès) 2011 Agnès de-ci de-la Varda 2017 Visages Villages (Faces Places) 2018 Varda par Agnès (Varda by Agnès)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019