I Am Not Your Negro
Raoul Peck inszeniert die 30 bislang unveröffentlichten Manuskriptseiten mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung in den 1950er- und 60er-Jahren, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afroamerikanische Proteste gegen weiße Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart, Baldwins kompliziertes Verhältnis zur Black-Power-Bewegung, den paranoiden Blick eines FBI-Berichts auf dessen Homosexualität. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner. Samuel L. Jacksons Stimme verleiht der poetisch-meditativen Sprache Baldwins einen angemessenen Ausdruck.
Mit
- James Baldwin
- Samuel L. Jackson (Erzähler)
- Malcolm X
- Martin Luther King Jr.
- Medgar Evers
- Lorraine Hansberry
Stab
| Regie | Raoul Peck |
| Buch | James Baldwin, Raoul Peck |
| Kamera | Henry Adebonojo, Bill Ross, Turner Ross |
| Montage | Alexandra Strauss |
| Musik | Alexei Aigui |
| Sound Design | David Gillain |
| Ton | Valérie Le Docte |
| Archivrecherche | Marie-Hélène Barbéris |
| Produzent*innen | Rémi Grellety, Raoul Peck, Hébert Peck |
| Koproduzent*innen | Patrick Quinet, Joëllle Bertossa |
Weltvertrieb
Wide House
Paris, Frankreich
Produktion
Velvet Film
Paris, Frankreich
Raoul Peck
Der Oscar-nominierte Regisseur während des Publikumsgesprächs.
I Am Not Your Negro · Panorama · 15. Februar 2017
Regisseur und Publikum über den Film
I Am Not Your Negro
Im Fokus · 16. Februar 2017
Geneviève Dulude-de Celles
Die in Montreal beheimatete Filmemacherin legte nach ihrem Master-Abschluss mit dem Schwerpunkt Sprache und Poesie im Kino den Kurzfilm La coupe vor, der beim Sundance Film Festival als bester internationaler Kurzfilm ausgezeichnet wurde. Mit Bienvenue à F.L. und Les jours veröffentlichte sie zwei abendfüllende Dokumentarfilme. Ihr erster Spielfilm, Une colonie, lief bei Generation, wurde mit dem Gläsernen Bären für den Besten Film ausgezeichnet und erhielt außerdem den Best Motion Picture Award bei den Canadian Screen Awards. Nina Roza ist ihr zweiter Spielfilm.
Filmografie (Filmografie)
2010 Chers Amis (Dear Friends); Kurzfilm 2014 La coupe (The Cut); Kurzfilm 2015 Bienvenue à F.L. (Welcome to F.L.) 2018 Une colonie (A Colony); Berlinale 2019 2023 Les jours (Days); Dokumentarfilm 2026 Nina Roza
Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026