Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama 40

Ching shao nien na cha

Rebels of the Neon God

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Dem in sich gekehrten Hsiao Kang fällt zuhause die Decke auf den Kopf. Er hat die Schule abgebrochen und schlägt die Zeit tot. Freunde sind weit und breit nicht in Sicht. Als der Kleingangster Ah-Tze mit seinem Motorrad auftaucht und das Taxi von Hsiao Kangs Vater beschädigt, beginnt Hsiao Kang mit einer Mischung aus Verbissenheit und Faszination ihn und seine Freundin zu stalken. Dabei wird Ah-Tzes Motorrad für ihn zur Obsession. Immer tiefer lässt sich Hsiao Kang auf Ah-Tzes Spuren in die Welt neonlichtdurchfluteter Spielhöllen und dunkler Motelzimmer im Zentrum Taipehs hineinziehen.
Tsai Ming-liang bedient sich bereits in seinem atemberaubenden Frühwerk aller Elemente, die seine Filme bis heute charakterisieren: Wassermassen, die sich vom Himmel ergießen oder aus einem verstopften Küchenabfluss quellen, verwaiste Orte, großstädtische Anomie, Sprachlosigkeit, subtiler Humor und Lee Kang-sheng, sein Hauptdarsteller, den er für diesen Film auf der Straße entdeckte und mit dem er in fast allen seinen weiteren Werken zusammenarbeitete. So entsteht ein hypnotisches, bildgewaltiges Universum, das junge Rebellen auf der Suche nach emotionalem Halt mit Gewalt und Leidenschaft durchkreuzen.

von
Tsaï Ming-liang

Taiwan 1992

Mandarin, Taiwanesisch

106’ · Farbe · 2K DCP

Mit

Chen Chao-jung (Ah-Tze)
Lee Kang-sheng (Hsiao Kang)
Wang Yu-wen (Ah Kui)
Jen Chang-pin (Ah Ping)
Miao Tien (Hsiao Kangs Vater)
Lu Hsiao-lin (Hsiao Kangs Mutter)

Stab

Regie, Buch
Tsaï Ming-liang
Kamera
Liao Pen-jung
Montage
Wang Chyi-yang
Ton
Hu Ting-i
Musik
Huang Shu-chun
Production Design
Lee Pao-ling
Herstellungsleitung
Jiang Feng-chyi, Heng Sui-je
Produzent
Hsu Li-kong

Biografie

Tsaï Ming-liang

Geboren 1957 in Kuching, Malaysia. Arbeitete zunächst als TV-Regisseur. 1994 Hauptpreis des Internationalen Filmfestivals Venedig für Vive l’amour. 1993, 1995, 1997 und 2014 im Programm der Berlinale. 1997 wurde er für He Liu mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Sein Film Visage wurde 2009 im Louvre in Paris gedreht und auch von diesem koproduziert. Seine jüngeren Arbeiten als Installationskünstler wurden auf den Biennalen von Venedig und Schanghai sowie der Aichi Triennale in Nagoya präsentiert und gehören zur Dauerausstellung des Städtischen Kunstmuseums Taipeh. Tsaï ist auch als Theaterautor und –regisseur hervorgetreten.

Filmografie (Auswahl)

1992 Rebels of the Neon God; Panorama 1994 Vive l'amour 1997 The River; Wettbewerb 1998 The Hole 2001 What Time Is It There? 2002 The Skywalk Is Gone 2003 Goodbye, Dragon Inn 2005 The Wayward Cloud; Wettbewerb 2006 I Don't Want to Sleep Alone 2009 Face 2013 Stray Dogs 2014 Xi You (Journey To The West); Panorama 2015 Afternoon 2018 Your Face

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2019

Produktion

Central Motion Picture Corp.

Weltvertrieb

Central Motion Picture Corp.