Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama Special

Ondes de choc – Prénom: Mathieu

Shock Waves – First Name: Mathieu

 

Lionel Baier (Regisseur und Drehbuchautor Prénom: Mathieu), Ursina Lardi (Schauspielerin Prénom: Mathieu), Fanny Ardant (Schauspielerin Journal de ma tête), Ursula Meier (Regisseurin und Drehbuchautorin Journal de ma tête)

Moderation: Nikolaj Nikitin

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Der 17-jährige Mathieu Reymond liegt brutal misshandelt und vergewaltigt in einem Schilffeld. Erst nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus kommen die Erinnerungen zurück: unangekündigt und bruchstückhaft, aber dennoch so präzise, dass in regelmäßigen Treffen mit zwei Polizeibeamten nicht nur das Phantombild des Täters, sondern auch der Tathergang Konturen annimmt. Das bürgerliche Leben in Mathieus Kleinstadt geht jedoch scheinbar unberührt weiter. In Einfamilienhäusern entdecken Mütter Fitness und Mikrowellenessen, während Walkmen, Flirts und „Mad Max“ den Alltag der Jugend bestimmen. Mit seinem Trauma muss Mathieu erst einmal alleine umgehen.
Der Erzählfluss in Lionel Baiers Film wird zunehmend traumwandlerisch. In Rückblenden und Tagträumen beginnen einige Figuren plötzlich, in die Kamera zu sprechen, die Bilder werden zwischendurch kurz entschleunigt und die Vergangenheit bricht sich immer häufiger ihren Weg ins Jetzt. Reymond, Vorname: Mathieu, gab es in Wirklichkeit nicht. Michel Peiry, Beiname: der Sadist von Romont, hat tatsächlich zwischen 1981 und 1987 als Vergewaltiger und Mörder unter anderem in der Schweiz sein Unwesen getrieben. Teil einer vierteiligen Reihe über reale Kriminalfälle.

von
Lionel Baier

Schweiz 2017

Französisch

60 Min · Farbe

Mit

Maxime Gorbatchevsky (Mathieu)
Michel Vuillermoz (Jotterand)
Ursina Lardi (Edda)
Mickael Ammann (Mica)
Adrien Barazzone (Milan)
Pierre-Isaïe Duc (Roland)

Stab

Regie
Lionel Baier
Buch
Lionel Baier, Julien Bouissoux
Kamera
Patrick Lindenmaier
Schnitt
Pauline Gaillard
Ton
Marc von Stürler
Produzenten
Lionel Baier, Agnieszka Ramu, Françoise Mayor
Co-Produktion
Arte, Straßburg
SRG SSR, Bern
Radio Télévision Suisse RTS, Genf

Biografie

Lionel Baier

Geboren 1975 in Lausanne. Er studierte Literaturwissenschaft an der dortigen Universität und arbeitete ab 1996 zunächst als Regieassistent für Film- und Werbeproduktionen. Seit 2001 leitet er die Filmabteilung der École cantonale d’art de Lausanne (ECAL). Er ist Mitbegründer der Produktionsfirma Bande à part Films.

Filmografie

2000 Celui au Pasteur 2001 La Parade (Notre Histoire); Dokumentarfilm 2002 Mon Père, c'est un lion; Dokumentarfilm 2004 Garçon Stupide 2006 Comme des Voleurs (à l'Est) 2008 Un autre Homme 2010 Low Cost (Claude Jutra) · Emile de 1 à 5; Kurzfilm 2011 Toulouse 2013 Bon vent Claude Goretta; Dokumentarfilm · Les Grandes Ondes (à l'Ouest) 2015 La Vanité 2017 Ondes de choc - Prénom: Mathieu (Shock Waves – First Name: Mathieu); Panorama

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Bande à part Films