Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

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Premières solitudes

Young Solitude

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Sie heißen Tessa, Anaïs, Catia, Manon, Elia, Hugo oder Clément. Sie haben Zahnspangen, Speckrollen und Fistelstimmen und besuchen die elfte Klasse eines Lyzeums in Ivry, einem schmucklosen Vorort von Paris. In wechselnden Zweier- und Dreierkonstellationen tauschen sie sich, scheinbar unbeeindruckt von der Anwesenheit einer Kamera, über ihre familiären Hintergründe, die Beziehung zu ihren Eltern, erste Verliebtheiten und Zukunftsvorstellungen aus. Kaum jemand hat zuhause ein echtes Gegenüber, und so ist es umso verblüffender, wie reflektiert, beredt und klar hier Gefühle artikuliert und Unsicherheiten, Sehnsüchte, Schmerz und Ängste offenbart werden. An der Schwelle zum Erwachsensein schwanken sie zwischen Abgeklärtheit – dass das Leben hart ist, ist eine achselzuckende Gewissheit – und Romantik; zwischen dem Wunsch nach Aufgehobensein und der Erwartung baldiger Unabhängigkeit; zwischen Ernsthaftigkeit und Unbekümmertheit.
Die Vorläufigkeit, die dem Platz in der Welt mit 17 innewohnt, mag beängstigend sein; sie spendet indes auch Trost. Genauso wie dieser von Claire Simon ungemein klug und sensibel initiierte Prozess. Es tut gut festzustellen, dass man doch nicht allein ist.

von
Claire Simon

Frankreich 2018

Französisch

Dokumentarische Form
100’ · Farbe

Weltpremiere

Stab

Regie, Buch
Claire Simon
Kamera
Claire Simon
Montage
Lea Masson, Luc Forveille
Sound Design
Pierre Bompy, Elias Boughedir
Ton
Virgile Van Ginneken, Nathalie Vidal
Produzentinnen und Produzenten
Michel Zana, Sophie Dulac Productions, Sophie Dulac, Sophie Dulac Productions, Aurelien Py, Carthage Films, Lazare Gousseau, Carthage Films

Biografie

Claire Simon

Geboren in London. Sie arbeitete zunächst als Editorin und drehte mehrere Kurz- und Dokumentarfilme, bevor sie 1997 ihren ersten abendfüllenden Spielfilm Sinon, oui realisierte. Neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin und Drehbuchautorin arbeitet Claire Simon auch als Kamerafrau und als Schauspielerin.

Filmografie

1976 Madeleine 1980 Tandis que j’agonise 1988 La police 1989 Les patients 1991 Scènes de menage 1992 Artiste peintre · Récréations 1993 Faits divers 1995 Coûte que coûte 1997 Sinon, oui (A Foreign Body) 1999 Ça c’est vraiment toi 2000 800 Kilomètres de différence (Romance) 2002 Mimi; 107 Min., Forum 2003 2006 Ça brûle 2008 Les Bureaux de Dieu 2013 Géographie humaine · Gare du Nord 2015 Le Bois dont les rêves sont faits 2016 Le Concours 2018 Premières solitudes (Young Solitude)

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Sophie Dulac Productions

Weltvertrieb

Wide House