Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Panorama

Land

Die indigene Familie Denetclaw lebt im Reservat „Prairie Wolf“. Wesley, einer von drei erwachsenen Brüdern, ist alkoholsüchtig. Da Alkohol innerhalb der Reservatsgrenzen verboten ist, wird er jeden Morgen von seiner Mutter vor einem Schnapsladen an der Grenze abgesetzt, wo er sich mit Starkbier durch den Tag trinkt. Der älteste Bruder Raymond arbeitet auf einer Rinderfarm. Abends versammelt sich die Familie schweigend vor dem Fernseher, um „Bonanza“ zu schauen. Als sie die Nachricht erhalten, dass Floyd, der jüngste Denetclaw, als Befehlshaber seiner Einheit in Afghanistan gefallen ist und die US-Regierung mit einem absurden Regel- und Maßnahmenkatalog zur Überführung des Leichnams aufwartet, müssen Raymond, Wesley und ihre Verwandten sich genau überlegen, was wichtig ist – für sie als Familie und für sie als Mitglieder einer an den gesellschaftlichen Rand gedrängten Gruppe.
Die Soundkulisse dieses Anti-Western besteht aus dem Schreien des Viehs, dem Quietschen des Windrads, und der sinistren Schönheit verzweifelter Folksongs. Ein Film über Stolz, Heimat und Schwäche und ein bildstarker, abgründiger Kommentar zur Situation der Natives in den USA.

von
Babak Jalali

Italien / Frankreich / Niederlande / Mexiko / Katar 2018

Englisch

111 Min

Weltpremiere

Mit

Rod Rondeaux (Raymond Denetclaw)
Florence Klein (Sally)
Wilma Pelly (Mary Denetclaw)
James Coleman (Wesley Denetclaw)
Georgina Lightning (Bettie)
Antonia Steinberg (Rosie)
Andrew Katers (Peter)
Griffin Burns (Eli)
Mark Mahoney (Major Robertson)
Barnet Rogers (Sam)

Stab

Regie, Buch
Babak Jalali
Kamera
Agnès Godard
Schnitt
Nico Leunen
Musik
Jozef van Wissem
Sound Design
Stefano Grosso
Ton
Eddy de Cloe
Production Design
Dimitri Capuani
Kostüm
Carolina Olcese
Maske
Marly van de Wardt
Casting
Orlette Ruiz
Regieassistenz
Barbara Melega
Production Manager
Alejandro Sanchez
Ausführende Produzenten
Gianfranco Barbagallo, Gabriel Stavenhagen, Julio Chavezmontes
Produzenten
Ginevra Elkann, Christophe Audeguis
Co-Produzenten
Frans van Gestel, Arnold Heslenfeld, Laurette Schillings, Julio Chavezmontes, Gabriel Stavenhagen, Dominique Marzotto
Co-Produktion
Topkapi Films, Amsterdam
Piano, Mexico City
To Be Continued, Paris
RAI Cinema, Rom

Biografie

Babak Jalali

Geboren 1978 in Iran, lebt seit 1986 in London. Der Regisseur und Drehbuchautor studierte Balkan- und Osteuropawissenschaften und Politik am University College London und besuchte anschließend die London Film School. Sein Kurzfilm Heydar, an Afghan in Tehran wurde weltweit auf 60 Festivals gezeigt. Im Rahmen des Residenzprogramms der Cinéfondation in Cannes entwickelte er seinen Debüt-Langfilm Frontier Blues, der im Wettbewerb des Locarno Festival Premiere feierte und auf internationalen Festivals mehrfach ausgezeichnet wurde. Sein zweiter Langfilm Radio Dreams gewann 2016 die Hivos Tiger Awards Competition beim Internationalen Filmfestival Rotterdam.

Filmografie

2005 Heydar, an Afghan in Tehran; Kurzfilm 2009 Frontier Blues 2016 Radio Dreams 2018 Land

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2018

Produktion

Asmara Films

The Cup of Tea

Weltvertrieb

BAC Films Distribution
www.bacfilms.fr