Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Hommage

The Color of Money

Die Farbe des Geldes

## ## ##
Unter den Poolbillard-Profis war »Fast Eddie« Felson früher einer der Besten. Inzwischen ist er ein desillusionierter Spirituosenvertreter. Bis ihm in einer Kneipe der junge Vincent auffällt. Eddie überredet das hochbegabte Billardtalent, mit ihm zum Meisterschaftsturnier nach Atlantic City zu reisen. Unterwegs erweist sich Vincent als gelehriger Schüler. Wie viel er von Eddie tatsächlich gelernt hat, stellt sich heraus, als die beiden in Atlantic City gegeneinander antreten … Analog zu den Billardkugeln ist in The Color of Money (einem »Sequel« des Klassikers The Hustler, Robert Rossen, USA 1961) auch die Kamera in ständiger Bewegung. Mal entfesselt, mal geschmeidig gleitend umgarnt sie die beiden Männer und bezieht, gewissermaßen als erotische »Bande«, Vincents attraktive Freundin Carmen in das Spiel mit ein. Michael Ballhaus’ Fahrten, Schwenks und Zooms machten Schnitte überflüssig. So entstand im Bilderfluss ein Rhythmus aus Konzentration und Ekstase: Während die Hyperaktivität Vincents ihren Höhepunkt in einem »Billard-Ballett« findet, bei dem die Kamera Tom Cruise virtuos umkreist, kommt sie bei Großaufnahmen Paul Newmans – der für seine Rolle einen Oscar erhielt – immer wieder zur Ruhe.

USA 1986, 119 Min

von

Martin Scorsese

mit

Paul Newman
Tom Cruise
Mary Elizabeth Mastrantonio
Helen Shaver