Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Generation

Capturing Dad

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Die Mutter ist ziemlich ungerührt, dass ihr Mann im Sterben liegt, hat er sie doch vor vielen Jahren wegen einer anderen Frau verlassen. Das kann sie ihm bis heute nicht verzeihen. Statt selbst zu fahren, schickt sie ihre Töchter an sein Sterbebett. Die beiden, 17 und 20 Jahre alt, sollen sich angemessen von ihrem Vater verabschieden. Dabei können sie sich kaum an ihn erinnern. Als sie schließlich vor Ort erscheinen, ist der Vater schon gestorben. Unter all den schwarz gekleideten Verwandten wirken die beiden in ihren Sommerkleidern ziemlich fehl am Platz. Auf der Trauerfeier stürmt einiges auf sie ein: ein überfreundlicher Onkel, eine feindselige Tante, eine blinde Großmutter, die den Mädchen viel zu nahe kommt. Zum Glück ist da noch ein bezaubernder kleiner Halbbruder, von dessen Existenz sie keine Ahnung hatten. Immer wieder stellen sie sich die gleichen Fragen: Wie war eigentlich unser Vater? Worin sind wir ihm ähnlich? Ein Film über familiäre Bindung und die Abwesenheit von Beziehungen, über den Abschied von Verstorbenen, Groll und Versöhnung.

Japan 2012, 74 Min

von

Ryota Nakano

mit

Makiko Watanabe
Erisa Yanagi
Nanoka Matsubara
Kenichi Takito
Satoshi Nikaido

Weltvertrieb

Fortissimo Films