Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Generation

Joy

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Joy kennt ihre leibliche Mutter nicht. Das Mädchen ist als Baby ausgesetzt worden und in mehreren Waisenhäusern aufgewachsen. Für Joy war das bedrückend. Sie leidet darunter, keine familiären Wurzeln zu haben, was ihr fehlt, ist ein Anker im Leben. Ihr Freund Moumou würde sie ja gern verstehen, aber letztlich bleiben ihm Joys Nöte und Probleme fremd. Moumou stammt aus einer serbischen Großfamilie, Joys existentielle Einsamkeit kann er darum gar nicht nachvollziehen. Joy aber ist völlig überzeugt davon: So richtig glücklich wird sie erst sein können, wenn sie und ihre leibliche Mutter wieder vereint sind.
Dieser Gedanke wird für Joy zur fixen Idee, als ihre beste Freundin Denise ein Baby erwartet. Von nun an lässt Joy nicht mehr locker, und tatsächlich schafft sie es, an die Adresse ihrer Mutter, die weit draußen in einem Vorort wohnt, zu gelangen. Mit dem Bus reist Joy dorthin, findet das Haus – und legt sich auf die Lauer. Doch als sie die fremde Frau in Begleitung eines Kindes sieht, traut sie sich nicht, sie anzusprechen. Kurz darauf unternimmt sie einen zweiten Anlauf. Diesmal geht sie der Frau und ihrem Kind sogar nach. Wie nah wird sie ihr wohl das nächste Mal kommen?

Niederlande 2010, 76 Min

von

Mijke de Jong

mit

Samira Maas
Dragan Bakema
Coosje Smid

Weltvertrieb

Bavaria Film International