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Stadt als Beute

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STADT ALS BEUTE

Zwei Wochen vor der Premiere läuft überhaupt nichts mehr. Regisseur René Pollesch und sein Ensemble stecken in einer tiefen Krise. Der unerfahrene Marlon versteht einfach nicht, was dieser Pollesch von ihm will, und spielt schlecht. Ihm droht der Rausschmiss. Lizzy hingegen versucht ihre Grenzen auszutesten: Sie will endlich mal nackt auf der Bühne stehen und hört nicht auf, Pollesch zu nerven. OhBoy, kein richtiger Schauspieler, dafür aber streetwise und total echt, erscheint erst gar nicht zu den Proben. Weitergeprobt wird trotzdem, bis die Wort-Fetzen fliegen.
Ausgehend von inszenierten Proben zu dem Stück „Stadt als Beute“ des renommierten und umstrittenen Bühnenautors und -regisseurs René Pollesch, der im Film den Regisseur spielt, haben die drei Regisseurinnen Irene von Alberti, Miriam Dehne und Esther Gronenborn drei Spielfilmhandlungen geschrieben und gefilmt, die die Theaterarbeit der Schauspieler mit ihrer Lebenswirklichkeit augenzwinkernd verbinden.
Während OhBoy, getrieben von Angst vor den Proben, durch die Potsdamer Straße cruist, entdeckt er Vertrauen zu sich selbst in dieser seltsamen Welt von Verrückten. Lizzy läuft durch die Nacht in einem geklauten Glamour-Mantel und trifft auf einen schönen Callboy und eine Tänzerin und erhascht einen Blick hinter die Kulissen des echten Pornobetriebs. Marlon will eigentlich nur seine Rolle üben, vergisst dabei, auf den Sohn seiner Vermieterin aufzupassen. Auch er wird auf der Suche nach dem Jungen in die Nacht hinausgetrieben und muss fürchten, seine Rolle an einen Kollegen zu verlieren.

Deutschland 2005, 93 Min

von

Irene von Alberti, Miriam Dehne, Esther Gronenborn

mit

Inga Busch
Richard Kropf
David Scheller
Stipe Erceg
Julia Hummer
R.P. Kahl
Doris Schretzmayer
René Pollesch