Berlinale: Programm


Filmdatenblatt

Perspektive Deutsches Kino

Tal der Ahnungslosen

Valley Of The Innocent

TAL DER AHNUNGSLOSEN

Kommissarin Eva Meyer wird kurz vor ihrem 40. Geburtstag von Frankfurt/Main nach Dresden versetzt. Die Afro-Deutsche ist seit ihrem 18. Lebensjahr nicht mehr in ihrer Geburtsstadt gewesen, wo sie in Kinder- und Jugendheimen aufwuchs. Nun beschließt sie, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften: Sie beginnt nach ihren Eltern zu suchen.
Ihre Fragen führen sie in die Behörde, in der die Stasi-Unterlagen bewahrt werden. Hier erfährt sie, weshalb ihre Geburt verheimlicht wurde und warum sich Menschen, die sich liebten, gegenseitig verraten haben. – Helga, Evas Mutter, hatte eine Affäre mit einem afrikanischen Studenten. Evas Hautfarbe hat dieses Verhältnis offenbart. Da ein Skandal vermieden werden sollte, willigte der betrogene Ehemann ein, Eva in ein Heim zu geben und selbst als IM tätig zu werden. Shepard, der afrikanische Student, wurde abgeschoben. Als Eva die Tragweite der Verstrickungen begreift, will sie ihre Mutter suchen. Doch bevor es zu einem Treffen kommt, muss Eva erkennen, dass die Familie sich arrangiert hat. Ihre Mutter hat den Ehemann nicht verlassen und ihre Halbschwester wuchs bei den Eltern auf. Wütend und verletzt schickt Eva ihrer Mutter anonym sämtliche Informationen, die sie gesammelt hat. Das Paket konfrontiert Helga schmerzhaft mit den verdrängten Ereignissen. Ein Streit mit ihrem Mann führt zu einem tödlichen Unfall. Verstört und aufgewühlt taucht Helga unter.
Mittlerweile tritt Eva ihre neue Stelle bei der Dresdner Polizei an, in der Annahme, dass das Kapitel Familie ein für allemal beendet sei. Aber die Suche hat erst begonnen.
Maria, Evas Halbschwester, kommt zur Polizei, um ihre Mutter als vermisst zu melden. Im Garten des elterlichen Hauses findet Eva die Leiche ihres Stiefvaters. Wieder muss sie ihre Mutter suchen. Doch dieses Mal als Polizistin . . .

Deutschland 2003, 85 Min

von

Branwen Okpako

mit

Nisma Cherrat
Angelica Domröse
Kirsten Block