A Family

Der 14-jährige Eli und die 16-jährige Nina leiden darunter, dass die einst liebevolle Ehe ihrer Eltern zerbrochen ist. Beim Sorgerechtsstreit müssen die Kinder vor dem Richter ihre Wünsche, Ängste und Gefühle offenlegen. Nina möchte so schnell wie möglich aus der Familie raus, während Eli will, dass alles wieder so wird wie früher. Ihre Vorstellungen liegen meilenweit auseinander. Der Film besteht aus zwei Teilen und erzählt dieselben drei Wochen zuerst aus Ninas, dann aus Elis Perspektive. In gespiegelten Zeitachsen wird gezeigt, dass dieselben Momente völlig unterschiedlich erlebt, empfunden und verstanden werden können. Eli und Nina ziehen sich jeweils in ihre eigene, isolierte Welt zurück, bis Nina beginnt zu erkennen, dass ihr jüngerer Bruder die ganze Zeit über still und nahezu unsichtbar neben ihr dieselbe Last getragen hat. Eli war immer da; erst jetzt sieht sie ihn wirklich. Eli wiederum versteht, dass Ninas Abkehr keine Ablehnung war, sondern ein Akt des Überlebens, und dass sie ebenso tief gelitten hat wie er. Hinter ihren gegensätzlichen Entscheidungen verbirgt sich dieselbe Sehnsucht: nach Liebe, Anerkennung und emotionaler Geborgenheit. A Family zeigt, wie Liebe unter Druck zerbrechen und dennoch ihren Weg finden kann.
von Mees Peijnenburg (Regie, Buch), Bastiaan Kroeger (Buch)
mit Finn Vogels, Celeste Holsheimer, Carice van Houten, Pieter Embrechts
Niederlande / Belgien 2026 Niederländisch 89' Farbe Weltpremiere empfohlen ab 14 Jahren

Mit

  • Finn Vogels (Eli)
  • Celeste Holsheimer (Nina)
  • Carice van Houten (Maria)
  • Pieter Embrechts (Jacob)

Stab

Regie Mees Peijnenburg
Buch Bastiaan Kroeger, Mees Peijnenburg
Kamera Jasper Wolf
Montage Imre Reutelingsperger
Musik Annelotte Coster
Sound Design Arnout Colaert
Szenenbild Jorien Sont
Kostüm Minke Lunter, John van Vlerken
Maske Lindelotte van der Meer
Produzent*innen Iris Otten, Nathalie van der Burg, Sander van Meurs
Executive Producers Carice van Houten, Remy Mulder
Koproduzent*innen Michiel Dhont, Lukas Dhont, Martien Vlietman

Produktion

Juliet at Pupkin

Amsterdam, Niederlande

Pupkin

Koproduktion

The Reunion

Waasmunster, Belgien

Weltvertrieb

Paradise City Sales

Paris, Frankreich

Mees Peijnenburg

Der in London lebende Regisseur gilt als eines der größten Filmtalente der Niederlande. Er wurde 1989 in Tokio geboren, studierte am European Film College in Dänemark und schloss 2013 sein Studium an der Netherlands Film Academy ab. Mees wurde zweimal für einen Gläsernen Bären der Berlinale nominiert: für seine Kurzfilme A Hole in my Heart und Even Cowboys Get to Cry. Für seinen Film We Will Never Be Royals gewann Mees zwei Goldene Kälber (Niederländisches Filmfestival). Er wurde für die Cinéfondation Résidence der Filmfestspiele von Cannes ausgewählt, wo er sein erstes Drehbuch für einen Spielfilm schrieb, Paradise Drifters, der 2020 bei der Berlinale Premiere feierte.

Filmografie

2013 Cowboys janken ook (Even Cowboys Get to Cry); Kurzfilm, Berlinale 2013 2014 Un creux dans mon cœur (A Hole in My Heart); Kurzfilm, Berlinale 2015 2015 Geen koningen in ons bloed (We Will Never Be Royals) 2020 Paradise Drifters; Berlinale 2020 2026 A Family; Berlinale 2026

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026