Was an Empfindsamkeit bleibt

Sometimes, I Imagine Them All at a Party
Ein Film wie ein Haus voller lang verschlossener Räume, düsterer Kammern. Doch jedes Zimmer wird geöffnet: Puppenspiele, Schmetterlinge, Farbe, Licht! Dem Schweigen die Wirkmacht nehmen – das will dieses autobiografische Dokumentarfilm-Debüt. Vor 14 Jahren überlebte die Regisseurin einen Femizidversuch, verübt von einem schon zuvor übergriffigen Mitschüler. Eine Tat, deren subjektive und objektive Unfassbarkeit Daniela Magnani Hüller nicht hinnehmen will. In Bildern der Empfindsamkeit legt sie Erinnerungen frei, im Voice-Over macht sie ihre Stimme hörbar, ergreift die Möglichkeit einer gestärkten eigenen Perspektive – auf das Geschehen, die Gegenwart des Traumas, die Zukunft eines Lebens ohne Angst. Gespräche fordert sie ein und zieht sie in oft distanziert gefilmten Großräumen durch, mit einer Lehrerin, Schulfreundin, Kriminalbeamtin, dem Staatsanwalt. Sie fragt nach dem Warum des jeweiligen (Nicht-)Handelns. Sachlich, konsequent, beeindruckend gefasst rekonstruiert sie Vorgänge und Versagen, und stellt – Jahre nach der Tat – die Frage nach Verantwortlichkeit: an die Einzelnen, die Schule, Justiz und Gesellschaft. Gewalt gegen Frauen – die Entfaltung einer Innen-/Außenperspektive.
von Daniela Magnani Hüller (Regie, Buch) Deutschland 2026 Deutsch, Portugiesisch 91' Farbe Weltpremiere | Debütfilm | Dokumentarische Form

Stab

Regie Daniela Magnani Hüller
Buch Daniela Magnani Hüller
Kamera Noah Böhm
Montage Melanie Jilg
Sound Design Andrew Mottl
Produzent*in Birgit Schulz
Executive Producer Birgit Schulz

Produktion

Bildersturm Filmproduktion

Köln, Deutschland

Daniela Magnani Hüller

Daniela Magnani Hüller, geboren 1995 in München, ist eine deutsch-brasilianische Filmemacherin. Nach dem Abitur lebte sie in Rio de Janeiro und studierte später Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Sie realisierte mehrere Kurzfilme als Autorin, Regisseurin und Editorin. 2023 erhielt sie den DOK.Talent Award beim DOK.fest München. Was an Empfindsamkeit bleibt ist ihr dokumentarisches und autobiografisches Langfilmdebüt.

Filmografie

2020 Frei sein (Breaking); Kurz-Dokumentarfilm 2022 Atide; Kurz-Dokumentarfilm · Driving Force; Kurz-Dokumentarfilm 2023 Arthrocalypse; Kurz-Dokumentarfilm 2024 Rauswachsen (Growing Pains); Kurz-Dokumentarfilm, Berlinale Special 2024 2026 Was an Empfindsamkeit bleibt (Sometimes, I Imagine Them All at a Party); Dokumentarfilm

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026