Amr und Pascale wohnen und bewegen sich im selben Pariser Wohnviertel. Er seit 17 Jahren ohne Papiere als Immigrant aus Ägypten, sie als Filmemacherin und -kritikerin. Als Amr Pascale um Hilfe mit den Behörden bittet, bittet sie ihn darum, diesen Weg mit ihm filmen zu dürfen. <em class="film">Beaucoup parler / A Lot Talk</em>: Was Amr auf Französisch nicht in Worte fassen kann - seine Gedanken, seine Ängste und Lebensumstände - versucht Pascale zu erahnen und zu übersetzen. Ein quälend-komischer, ehrlicher Verstehensprozess, in den Bäcker Karim, der alle darin versprengten Erfahrungen kennt, ab und zu pragmatisch eingreift. Und so führen die beiden, sie damenhaft, er schelmisch, in ihrem Kiez ein ergreifendes und wahrhaftiges Migrationsmärchen auf. Beide spielen darin zugleich sich selbst und die überzeichneten Rollen, die die Debatten über Migration nicht nur in Frankreich bevölkern. Denn zwischen Französisch, Arabisch-Französisch und Google Translate ist der Gipfel des Kauderwelschs längst noch nicht erreicht. Die Sprache der Einwanderungsbehörde ist bei weitem das Unverständlichste in diesem klarsichtigen Film über Lebenschancen und loss of chance.