Pierre Delacroix, einziger Schwarzer Autor beim kriselnden TV-Sender CNS, wird von seinem Chef beauftragt, eine spektakuläre „N-Wort-Show“ zu konzipieren. Empört entwickelt er eine „New Millennium Minstrel Show“, die rassistische Unterhaltungsformen wie Blackface-Auftritte schwarz geschminkter Komiker wiederbelebt, nun allerdings mit Schwarzen Akteuren umgekehrt codiert. Delacroix hofft auf öffentlichen Protest und seine eigene Entlassung. Doch stattdessen wird die Show, für die er zwei obdachlose Schwarze Straßenkünstler angeheuert hat, ein Riesenerfolg und ihr Stepp tanzender Hauptdarsteller zum Star. Als ihn eine Hip-Hop-Gang, die sich als Befreiungsbewegung versteht, entführt, kommt es zu einer Welle der Gewalt, die auch Delacroix mit sich reißt.<br /> „Bamboozled“ – „übers Ohr gehauen“, nach einem Zitat aus <em class="film-other">Malcolm X</em> (1992) – sind in der garstigen Mediensatire am Ende alle Schwarzen Protagonisten – so wie eine ganze Phalanx Schwarzer Schauspieler*innen und Komiker*innen der Filmgeschichte, an die Spike Lee in Filmausschnitten erinnert. Mit Mos Def und Savion Glover überaus prominent besetzt, wies <em class="film">Bamboozled</em> auf den ungebrochenen Rassismus in der US-amerikanischen Popkultur hin.