Die zwölfjährige Mirna ist ein Mathematiktalent. Zusammen mit ihrem Vater Milan macht sie sich frühmorgens mit dem Bus von ihrem Dorf auf den Weg in die Stadt Niš, um an ihrem ersten nationalen Mathewettbewerb teilzunehmen. Es ist ein wichtiger Tag: Ein Preis könnte Mirna einen Platz an einer renommierten Schule in Belgrad verschaffen und die Möglichkeit einer besseren Zukunft eröffnen. Während Milan, ein Mann aus der Arbeiter*innenklasse, seine Schwierigkeiten mit dem akademischen Umfeld hat, in dem der Wettbewerb stattfindet, schreitet Mirna konzentriert und selbstbewusst voran und betritt damit bereits eine Welt, die ihm etwas fremd ist. Milan weiß, dass seine Unterstützung letztlich dazu führen könnte, dass seine Tochter ihr Zuhause und vielleicht sogar ihr Land verlässt. Dennoch beschließt er, ihr zu helfen. Es entsteht ein flüchtiger Moment der Nähe, bevor das Leben sie in unterschiedliche Richtungen führt.