Marokko während der Kolonialzeit. Ein armer Dorfbewohner findet in einem Sack Mehl jede Menge Geldscheine. Er überredet seine Frau, ihre Stellung als Dienstmädchen in einem französischen Haushalt aufzugeben und mit ihm in die Stadt zu fahren. Dort will er die fremde Währung umtauschen. Doch zu einer Bank traut er sich nicht. Auf der Suche nach einem Geldwechsler irrt er durch Salé und trifft dort auf Menschen, die wie er von einem besseren Leben träumen. So der clowneske Sänger und Schauspieler Ali ben Ali oder die hungrigen Gäste einer Volksküche. Und auch seine Frau versucht hier ihren Traum vom Glück zu verwirklichen: Sie möchte einen Bock schächten lassen, um die Hilfe der Dschinns zu erlangen.<br /> Der Poet und Drehbuchautor Ahmed Bouanani (1938–2011) gehört zu den Begründern des modernen marokkanischen Kinos. Von ihm hieß es, er mache Filme, „wie er Gedichte schreibt“. Die 4K-Restaurierung seines einzigen Langspielfilms anhand des 35-mm-Materials dauerte vier Monate. Sie hatte zum Ziel, die einzigartige visuelle und akustische Qualität des Films zu bewahren und die analoge Ästhetik, die das Herzstück von Ahmed Bouananis Werk bildet, originalgetreu wiederherzustellen.