„Am Anfang war alles dunkel. Dann hat Gott angefangen zu spielen und sich alle Dinge ausgedacht. Er hat den Mann aus Lehm erschaffen und die Frau aus dem Mann ... Wären Frauen anders, wenn sie auch aus Lehm erschaffen worden wären? Ich bin froh, dass ich noch keine Frau bin. Weder ich noch meine Freundinnen.“ – So beginnt <em class="film">A Fabulosa Máquina do Tempo</em>. Aus der Perspektive eines zehnjährigen Mädchens erzählt begleitet der Film sie und ihre Freundinnen auf ihrem Weg von der Kindheit zur Jugend. Sie leben in Häusern mit Lehmböden und ohne fließendes Wasser in der Trockenheit brasilianischen Sertão und wissen, dass sie auch Vorteile genießen – sie können essen, lernen, spielen und von einer besseren Zukunft träumen. Die Mädchen erfinden Zeitmaschinen und reisen in eine Vergangenheit, in der es nur um das pure Überleben ging. Spielerisch setzen sie sich mit komplexen Themen wie Geschlechterunterschieden, Alkoholismus und Religion auseinander, scherzen über den Tod, über Frustrationen und Ängste. Kindliche Unschuld weicht allmählich einer Mischung aus Neugier und Angst vor dem Erwachsenwerden. Als sie erkennen, dass es sinnlos ist, gegen den Lauf der Zeit anzukämpfen, reisen sie in die Zukunft und malen sich aus, unabhängige und erfolgreiche Frauen zu werden.