Der elfjährige Chito und sein 16-jähriger Bruder Rockío wohnen am Stadtrand von Lima. Hier liegen Leben und Tod nah beieinander. Chito kümmert sich auf dem Dach ihres Hauses um die Brieftauben, die sein Bruder zum Drogentransport nutzt. Hier oben, näher am Himmel, verspürt Chito Freiheit und eine Verbindung zum Unsichtbaren. Das Viertel erhebt sich inmitten staubiger Straßen, ein Friedhof dient als Fußballfeld, Spielplatz und Rückzugsort. Dort wachsen Chito und seine Freunde zwischen Arbeit und Gräbern auf, ohne die Gewalt um sie herum wahrzunehmen. Eines Nachmittags bricht während eines Fußballspiels Chaos aus: Rockío und ein anderer Junge werden ermordet. Die kollektiven Trauerrituale geben Chito keinen Halt, er sinnt auf Rache ... Hoch oben, zwischen dem Lärm der Nachbarschaft und dem Schlagen der Flügel, verschmelzen Leben und Tod am selben Himmel, über den die Tauben ziehen.<br />