Roya

Roya, eine iranische Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert ist, muss eine Entscheidung treffen: im Fernsehen öffentlich ein erzwungenes Geständnis ablegen oder in ihrer Drei-Quadratmeter-Zelle eingesperrt bleiben. Während Vergangenheit und Gegenwart aus der zeitlichen Ordnung geraten und ineinander übergehen, bewegt sich Roya zwischen inneren Landschaften und gelebter Realität. Der Film zeigt deutlich, wie Isolationshaft Wahrnehmung und Identität verändert und die Chance auf Widerstand brüchig werden lässt.
von Mahnaz Mohammadi (Regie, Buch)
mit Melisa Sözen, Maryam Palizban, Hamidreza Djavdan, Mohammad Ali Hosseinalipour, Bacho Meburishvili, Gholamhassan Taseiri
Deutschland / Tschechien / Luxemburg / Iran 2026 Farsi 92' Farbe Weltpremiere

Mit

  • Melisa Sözen (Roya)
  • Maryam Palizban (Samira)
  • Hamidreza Djavdan (Vater)
  • Mohammad Ali Hosseinalipour (Vernehmer)
  • Bacho Meburishvili (Doktor)
  • Gholamhassan Taseiri (Haji)

Stab

Regie Mahnaz Mohammadi
Buch Mahnaz Mohammadi
Kamera Ashkan Ashkani
Montage Esmaeel Monsef
Musik Andrius Arutiunian
Sound Design Ensieh Leyla Maleki
Szenenbild Alborz Malekpour
Kostüm Alborz Malekpour
Maske Mahsan Khodakarami
Casting Mahnaz Mohammadi
Produzent*innen Farzad Pak, Kaveh Farnam, Bady Minck, Alexander Dumreicher-Ivanceanu
Executive Producers Melisa Sözen, Farzad Pak

Produktion

PakFilm

Hamburg, Deutschland

Media Nest

Prag, Tschechien

Koproduktion

Amour Fou Luxembourg

Luxemburg, Luxemburg

Filminiran

Teheran, Iran

Weltvertrieb

Totem Films

Paris, Frankreich

Mahnaz Mohammadi

Die iranische Filmemacherin und Frauenrechtsaktivistin dokumentiert seit vielen Jahren die Kämpfe und die Widerstandskraft der Frauen im Iran. Für ihre Arbeit wurde sie verfolgt, mehrfach festgenommen und unter dem Vorwurf, eine „Gefahr für die nationale Sicherheit“ darzustellen und „Propaganda gegen das Regime“ zu verbreiten, mit einer siebenjährigen Haftstrafe belegt. Sie war mehrere Monate im Evin-Gefängnis inhaftiert. Auch wenn das ursprüngliche Urteil zurückgenommen wurde, lebt sie heute unter Überwachung und strengen Einschränkungen. Ihr Reisepass wurde für zehn Jahre beschlagnahmt, und seit ihrem Spielfilmdebüt Son-Mother ist es ihr offiziell verboten, Filme zu drehen. Roya, ihr zweiter Spielfilm, ist ohne Genehmigung entstanden. 

Filmografie (Auswahl)

2003 Zanan Bedoone Sayeh (Women Without Shadow); Dokumentarfilm 2008 Koochnameh (Travelogue); Dokumentarfilm 2016 Agha Vali (Mr. Vali); Dokumentarfilm 2019 Pesar-Madar (Son-Mother) 2025 Faratar Az Dorough (Beyound the lies); Dokumentarfilm 2026 Roya; Berlinale 2026

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026