Friendship's Death

Der Android Friendship wurde für eine Friedensmission auf die Erde geschickt. Auf dem Weg zum Massachusetts Institute of Technology landet er versehentlich im jordanischen Amman. Es ist das Jahr 1970 und dort herrscht der Bürgerkrieg des „Schwarzen September“. Der Journalist Sullivan bringt Friendship in Sicherheit und sie verschanzen sich in einem Hotel. Während draußen der Kampf tobt, führen die beiden faszinierende Gespräche über Sterblichkeit, Technologie und Krieg. Tilda Swinton, hier noch am Anfang ihrer Karriere, liefert als Friendship eine beeindruckende Schauspielleistung. Gemeinsam stellen der Android und der nüchtern-ironische Sullivan die Frage: Sind wir es wert, gerettet zu werden?
Peter Wollens einziger Solo-Spielfilm ist eine geistreiche Erkundung der Beziehungen zwischen Mensch und Maschine, die erstaunlich akuell ist. Das 4K-Remastering basiert auf dem originalen 16-mm-Farbnegativ. Die Tonspur wurde direkt von der ursprünglichen 35-mm-Magnetspur der finalen Mischung digitalisiert. Verantwortliche waren das Film Conservation Team des British Film Institute in Zusammenarbeit mit der Produzentin des Films, Rebecca O’Brien, und dem Kameramann Witold Stok.
von Peter Wollen (Regie, Buch)
mit Tilda Swinton, Patrick Bauchau, Bill Paterson
Vereinigtes Königreich 1987 Englisch 75' Farbe

Mit

  • Tilda Swinton (Friendship)
  • Patrick Bauchau (Kubler)
  • Bill Paterson (Sullivan)

Stab

Regie Peter Wollen
Buch Peter Wollen
Kamera Witold Stok
Montage Robert Hargreaves
Musik Barrington Pheloung
Szenenbild Gemma Jackson, Denise Rubens
Produzent*in Rebecca O'Brien
Executive Producer Colin MacCabe

Produktion

Modelmark

Zusatzinformationen

4K DCP: British Film Institute, London, Vereinigtes Königreich

Peter Wollen

Der Filmemacher (1938–2019) arbeitete nach seinem Anglistik-Studium als Politikjournalist und Filmtheoretiker. Sein 1969 erschienenes Buch „Signs and Meaning in the Cinema“ prägte die Filmwissenschaft entscheidend mit. Er war Co-Autor von Antonionis Professione: Reporter und legte 1974 mit Queen of the Amazons sein Debüt vor, das er wie auch seine folgenden fünf Filme in Co-Regie und Co-Autorschaft mit seiner Frau Laura Mulvey realisierte. Ihre bekannteste gemeinsame Arbeit ist Riddles of the Sphinx. Friendship’s Death, der 1988 im Forum gezeigt wurde, ist Wollens einziger Langfilm als Solo-Regisseur.

Filmografie

1974 Penthesilea: Queen of the Amazons; Co-Regie: Laura Mulvey 1977 Riddles of the Sphinx; Co-Regie: Laura Mulvey 1979 Amy; Co-Regie: Laura Mulvey; Kurzfilm 1980 Godard 1980; Co-Regie: Jon Jost, Don Ranvaud; Kurzfilm 1982 Chrystal Gazing; Co-Regie: Laura Mulvey 1983 The Bad Sister; Co-Regie: Laura Mulvey; TV-Film · Frida Kahlo & Tina Modotti; Co-Regie: Laura Mulvey; Kurzfilm 1987 Friendship’s Death

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2025