Miraculous Accident

Der transtemporale Film Miraculous Accident erzählt die Liebesgeschichte zwischen Nadir, einem marokkanischen Studenten der Filmhochschule im polnischen Łódź im Jahr 1968, seiner jüdischen Schnitt-Dozentin Edyta und ihrer gemeinsamen Beziehung zu Jarek, Nadirs bestem Freund und Edytas Protégé. Nadir gehört zu einer Gruppe nordafrikanischer Studierender, die im Rahmen der Unterstützung anti-imperialistischer Kämpfe durch den Ostblock zum Studium kommunistischer Filmtechniken ausgesandt wurden. Trotz ihrer Ablehnung des Zionismus wird Edyta auf Grund des politischen Bruchs zwischen Polen und Israel nach dem Sechstagekrieg, auch bekannt als An-Naksa, „Der Rückschlag“, dazu gedrängt, Polen zu verlassen. Nachdem er einen verloren gegangenen Brief von Edyta findet, den sie ihm 1989 aus Haifa geschrieben hatte, kehrt Nadir 2024 in die Filmhochschule zurück, um einen Film zu drehen.
Der Film betrauert die Grausamkeit von Nationen, die seltene Wunder hervorbringen – zufällige Liebschaften – nur um sie zu zerschmettern, noch bevor sie zu atmen beginnen. Miraculous Accident ist in Teilen vom Leben des Filmemachers Abdelkader Lagtaâ inspiriert, der im Film die Rolle des Nadir spielt, und verwebt seinen Plot mit Ausschnitten aus Student*innenfilmen der 1960er, die Lagtaâ und seine Kommiliton*innen drehten.
von Assaf Gruber (Regie, Buch)
mit Abdelkader Lagtaâ, Marta Ojrzynska, Mateusz Górski, Dagmara Bąk
Deutschland / Österreich 2025 Polnisch, Englisch 29' Farbe & Schwarz-Weiß Weltpremiere

Mit

  • Abdelkader Lagtaâ
  • Marta Ojrzynska
  • Mateusz Górski
  • Dagmara Bąk

Stab

Regie Assaf Gruber
Buch Assaf Gruber
Kamera Simon Veroneg
Montage Assaf Gruber
Musik ouroboros
Sound Design Jochen Jezussek
Szenenbild Maja Pawlikowska
Produzent*in Guillaume Cailleau
Executive Producer Guillaume Cailleau

Produktion

CASKFILMS

steirischerherbst’24

Haus der Kulturen der Welt

Assaf Gruber

Assaf Gruber, geboren in Jerusalem, lebt und arbeitet als Künstler und Filmemacher in Berlin. Sein Werk kreist um das Spannungsfeld zwischen Individuum und Institutionen. Die absurden Biografien der Protagonist*innen in seinen Arbeiten enthüllen und verschleiern zugleich die Gründe und Motive, die Menschen dazu bewegen, ihrer inneren Welt oder der Gesellschaft, in der sie leben, zu gehorchen oder sich gegen sie aufzulehnen. Seine Filme wurden auf Festivals wie dem Internationalen Filmfestival Rotterdam, dem FIDMarseille und der Berlinale gezeigt. Im Jahr 2016 wurde sein Film The Right im Forum Expanded präsentiert.

Filmografie

2015 The Right; 11 min, Forum Expanded 2016 2017 The Calling; 17 min 2018 The Conspicuous Parts; 36 min 2019 Daphne and Thomas; 56 min 2021 Transinent Witness; 47 min 2022 Rude Witness; 18 min 2023 Never Come Back; 18 min 2025 Miraculous Accident

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2025