Tú me abrasas

You Burn Me | Du verbrennst mich
Tú me abrasas ist eine Adaption von „Meeresschaum“, einem Kapitel aus Cesare Paveses „Dialoghi con Leucò“ von 1947. Am Ufer des Meeres führen die antike griechische Dichterin Sappho und die Nymphe Britomartis ein Gespräch über Liebe und Tod. Sappho soll sich aus Liebeskummer ins Meer gestürzt haben. Britomartis soll auf der Flucht vor einem Mann von einer Klippe ins Wasser gestürzt sein. Gemeinsam diskutieren die beiden über die Geschichten und Bilder, die um sie herum entstanden sind, um so zumindest für einen Moment die bittersüße Natur des Begehrens zu begreifen. Der Film adaptiert nicht nur den Text, sondern auch Fußnoten und Lücken. Beispielsweise die Tatsache, dass sich 1950 ein verzweifelter Pavese in einem Hotelzimmer das Leben nahm, mit diesem Buch bei sich. Oder die Tatsache, dass Sapphos Gedichte nur in Fragmenten erhalten geblieben sind. Oder dass Meeresschaum historisch und wissenschaftlich mit Fruchtbarkeit und Bakterien, das heißt mit Leben, in Verbindung gebracht wird. „Alles stirbt im Meer und erwacht wieder zum Leben“, sagt Britomartis. Tú me abrasas führt neue Lesarten und Übersetzungen ein, die über die Mythen von Pavese und Sappho hinausgehen.
von Matías Piñeiro (Regie, Buch)
mit Gabi Saidón, María Villar, María Inês Gonçalves, Agustina Muñoz, Ana Cris Barragán, Michelle Yoon, Katarina Burin
Argentinien / Spanien 2024 Spanisch 64' Farbe Weltpremiere

Mit

  • Gabi Saidón (Sappho)
  • María Villar (Britomart)
  • María Inês Gonçalves (Biologiestudentin)
  • Agustina Muñoz (Erzählerin)
  • Ana Cris Barragán (Geliebte)
  • Michelle Yoon (Apfelpflückerin)
  • Katarina Burin (Calypso)

Stab

Regie Matías Piñeiro
Buch Matías Piñeiro
Kamera Tomas Paula Marques, Matías Piñeiro
Montage Gerard Borràs
Musik Gabi Saidón, María Villar
Ton Mercedes Gaviria Jaramillo
Produzent*innen Melanie Schapiro, Garbiñe Ortega, Matías Piñeiro
Associate Producer Arrate Velasco Delgado
Koproduktion Elías Querejeta Zine Eskola San Sebastián

Produktion

Trapecio Cine

Buenos Aires, Argentinien

Películas mirando el techo

Vitoria, Spanien

Andrea Szelesová

Die slowakische Regisseurin und Animatorin besuchte die Václav-Hollar-Kunstschule in Prag, wo sie mit Malady ihren ersten Animationsfilm realisierte, und setzte ihr Studium später an der FAMU fort. Ihr Abschlussfilm Sestry feierte in Annecy Premiere, wurde auf über 60 Festivals in 30 Ländern gezeigt und erhielt 13 internationale Auszeichnungen, darunter den Preis für den besten slowakischen Animationskurzfilm beim Fest Anča. Als Animatorin ist sie auch an Kinofilmen und Fernsehserien beteiligt.  

Filmografie (Filmografie)

2014 Malady; Kurz-Animationsfilm 2018 19 18 20; Kurz-Animationsfilm 2019 Mon Ami; Kurz-Animationsfilm · Odpolední čaj (Afternoon Tea); Kurz-Animationsfilm 2021 Sestry (Sisters); Kurz-Animationsfilm 2026 En, ten, týky! (Eeny, Meeny, Miny, Moe!); Kurz-Animationsfilm, Berlinale 2026

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2026