Filmemacher Victor Kossakovskys epische, intime und poetische Meditation über Architektur befasst sich mit der Frage, inwiefern der Blick auf Konstruktion und Gestaltung alter Bauwerke einerseits zwar allgegenwärtige Zerstörung offenbart, andererseits aber auch Grund zur Hoffnung geben und einen Weg in die Zukunft zeigen kann. Im Mittelpunkt steht ein landschaftsgärtnerisches Projekt des italienischen Architekten Michele De Lucchi. Kossakovsky nutzt den Kreis als Bild, um über Aufstieg und Fall von Zivilisationen nachzudenken. Eine bildgewaltige Reise führt von den Tempelruinen von Baalbek im Libanon aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. bis zu zerstörten Städten in der Türkei nach jenem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,8 Anfang 2023. Fels und Stein verbinden die verschiedenen Gesellschaften miteinander: fest in der Erde steckende, geisterhafte Monolithen genauso wie große Haufen von Betonschutt, die auf den Abtransport und die Wiederverwertung warten. Kossakovskys forschender Blick auf den Größenwahn des Menschen und seine prekäre Beziehung zur Natur wirft drängende Fragen auf: Wie bauen wir, und wie können wir besser bauen, bevor es zu spät ist?
von Victor Kossakovsky Deutschland / Frankreich / USA 2024 Italienisch, Englisch, Untertitel: Englisch, Deutsch 98' Farbe Weltpremiere | Dokumentarische Form

Stab

RegieVictor Kossakovsky
BuchVictor Kossakovsky
KameraBen Bernhard
MontageVictor Kossakovsky, Ainara Vera
MusikEvgueni Galperine
Sound DesignAlexander Dudarev
TonAlexander Dudarev
Produzent*inHeino Deckert
Ausführende Produzent*innenBen Cotner, Emily Osborne, Adriana Banta, Frank Lehmann, Nick Shumaker
Koproduzent*innenClara Vuillermoz, Estelle Robin You, Charlotte Hailstone

Produktion

Ma.ja.de. Filmproduktions GmbH

Leipzig, Deutschland

majade.de majade.de

Weltvertrieb

The Match Factory

Köln, Deutschland

www.the-match-factory.com www.the-match-factory.com

Victor Kossakovsky

Der Filmemacher begann seine Karriere 1978 im Leningrader Studio für Dokumentarfilm als Kamera- und Regieassistent sowie als Editor. 1988 absolvierte er an der Filmhochschule Moskau ein Drehbuch- und Regiestudium. Sein Langfilmdebüt The Belovs gewann 1993 den VPRO Joris Ivens Award und den Publikumspreis beim Dokumentarfilmfestival IDFA in Amsterdam. Seitdem erhielt er diverse Auszeichnungen für seine Filme; sein letzter Film, Gunda, feierte 2020 in der Sektion Encounters der Berlinale Premiere und war für den Europäischen Filmpreis nominiert.

Filmografie (Auswahl)

1993 Belovy (The Belovs) 1997 Sreda 19.07.1961 (Wednesday 19.07.1961) 1999 Pavel i Lyalya (Pavel and Lyalya); Kurzfilm 2001 Ya vas lubil (I Loved You...) 2003 Tishe! (Hush!) 2005 Svyato; Kurzfilm 2011 ¡Vivan las antípodas! 2014 Demonstration 2018 Aquarela 2020 Gunda 2024 Architecton

Stand Bio- & Filmografie: Berlinale 2024

Termine

Mo 19.02. 15:30

Berlinale Palast

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Di 20.02. 18:00

Verti Music Hall

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Di 20.02. 22:00

HKW 1 - Miriam Makeba Auditorium

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Mi 21.02. 09:15

Haus der Berliner Festspiele

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So 25.02. 12:15

Zoo Palast 2

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